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Ein Fall für Fünf: DBB-Team muss NBA-Defensivstar stoppen

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Üben für den WM-Auftakt: Das DBB-Team beim Training in China. Foto: Swen Pförtner Foto: dpa

Zum Auftakt der WM in China stehen die deutschen Basketballer gleich vor einer besonderen Herausforderung. Im Duell mit Titelanwärter Frankreich sieht sich die Auswahl von Henrik Rödl dem besten Verteidiger der Welt gegenüber.


Shenzhen (dpa) - Vom Duell mit einem NBA-Hünen der Extraklasse wollen sich die deutschen Basketballer keinen Schreck einjagen lassen.

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Beim WM-Start gegen Frankreich in China mit Glücksbringer Dirk Nowitzki auf den Ehrenplätzen steht das Team von Coach Henrik Rödl gleich dem besten Verteidiger der stärksten Liga der Welt gegenüber.

»Da haben wir uns etwas überlegt«, kündigte Johannes Thiemann für das Aufeinandertreffen mit dem 2,16 Meter großen Center Rudy Gobert am Sonntag (14.30 Uhr/Magentasport) in Shenzhen an. »Wir haben gute Spieler auf den großen Positionen, die dagegen halten können. Bei uns kann jeder von außen werfen, das ist etwas, womit wir Gobert weh tun können.«

Während NBA-Star Dennis Schröder als Anführer stets besonders im Mittelpunkt steht, ist beim wegweisenden WM-Auftakt besonders auch das Quintett der deutschen Profis gefragt, das regelmäßig in Korbnähe agiert. »Ich würde da nicht gegen uns spielen wollen«, charakterisierte Johannes Voigtmann vom Euroleague-Champion ZSKA Moskau sich und seine Kollegen. »Wir sind so unberechenbar, wir können alle alles so ein bisschen.«

Alle - das sind: Voigtmann (2,11 Meter), für seine Größe ein außerordentlicher Passgeber; das athletische NBA-Duo Maximilian Kleber (2,07/Dallas Mavericks) und Daniel Theis (2,02/Boston Celtics) mit dem Hang zum spektakulären Dunk, dem harten Arbeiter Danilo Barthel (2,07/FC Bayern) sowie ALBA-Profi Thiemann (2,04). »Ich versuche die Sachen zu machen, die nicht jeder macht«, umschreibt der 25-Jährige seine Rolle. »Mit Energie spielen, hart verteidigen, mich für das Team aufopfern.«

Der Berliner erhielt im endgültigen Kader den Vorzug gegenüber NBA-Youngster Moritz Wagner, weil er aus Sicht seines Trainers besondere Fähigkeiten besitzt. »JT ist jemand, der immer bereit ist, er hat Erfahrung auf dem Niveau, hat die letzte EM schon mitgespielt bei uns«, sagte Rödl über die Nominierung des 25-Jährigen für den endgültigen Kader. »Er ist jemand, den man im Kampf gegen den Rebound sehr gut einsetzen kann, und ich glaube, das war ausschlaggebend.«

Schon bei der EM 2017 hatte Thiemann wie nun auch wieder aufgrund der Qualität seiner prominenten Nebenleute eigentlich nur wenig Chancen auf Einsatzzeit. Damals nutzte er diese aber und wurde besonders beim Achtelfinalsieg über Frankreich mit hoher Wurfquote und wichtigen Rebounds zum Faktor. »Da haben wir gut gespielt, viel richtig gemacht, gut verteidigt«, erinnerte Thiemann an den 84:81-Erfolg vor zwei Jahren.

Damals fehlte allerdings noch der Defensivanker der Franzosen. In den vergangenen beiden Saisons wurde Gobert von Utah Jazz als bester Verteidiger der NBA ausgezeichnet - noch vor Superstars wie dem Griechen Giannis Antetokounmpo und dem Amerikaner Paul George. »Frankreich wird auf jeden Fall der stärkste Gegner der Vorrunde, defensiv sehr stark, offensiv sehr talentiert«, sagte NBA-Profi Kleber und warnte: »Gegen Frankreich kann man sich keine Fehler erlauben.«

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