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Ein herber Ausfall

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Rassigen Skisport zeigen die Skicrosser – dieses Mal aber nicht am Götschen, sondern in Val Thorens. Fotos: Anzeiger/Wechslinger
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OK-Chef Bernhard Heitauer (r.), Generalsekretär Klaus Dinzler und Pressechefin Margit Dengler-Paar bedauern die Absage.

Berchtesgaden – Am Wochenende hätte am Götschen nach 2012 der zweite Weltcup im SkiCross stattfinden sollen. Doch der akute Schneemangel machte den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. Seit September befand sich das Organisationskomitee mit 25 Personen in intensiven Vorbereitungen. Bei den Rennen wären weitere 150 ehrenamtliche Personen vom WSV Bischofswiesen sowie von befreundeten Skiklubs und Sportvereinen im Einsatz gewesen.


220 Personen aus 19 Nationen hatten mit Fernsehleuten und Medienvertretern bereits ihre Zimmer in den Berchtesgadener Hotels mit Hauptquartier Hotel Edelweiß gebucht. »Alle Hoteliers haben die recht kurzfristige Stornierung problemlos akzeptiert«, erklärte Generalsekretär Klaus Dinzler, der zusammen mit OK-Chef Bernhard Heitauer und Finanzchef Michael Grießer viel Vorarbeit mit Sponsoren, der ARD und vielen Unterstützern geleistet hatte.

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Im Zielbereich war eine Tribüne für 1 700 Personen geplant. Die ARD-Showbühne mit aktuellen Chartbands wie »Voxxclub«, »Jupiter Jones« und die »Skorpions« sollten den Götschen zum Beben bringen. Die Karten für das VIP-Zelt waren bereits allesamt ausverkauft.

Auf einer 30-Quadratmeter-Videowand wären die Rennen am Freitag und Samstag übertragen worden. Das Medienzentrum und die Akkreditierung wären dieses Mal in der »Bau-Arche« vorgesehen gewesen.

Höhepunkt der beiden Rennen wären Live-Übertragungen zu besten Sendezeiten in der ARD von 18 bis 20 Uhr gewesen. Die Qualifikationsläufe hätten nachmittags stattfinden sollen.

Durch die Absage der Rennen entfielen für Hotels und Pensionen in Berchtesgaden im sogenannten »Januarloch« über 2 000 Übernachtungen. Die Helfer konnten als Ersatz für ihre Vorarbeiten eine einheitliche Einkleidung in Empfang nehmen.

Zunächst hatte das Sport-OK noch nach einem neuen Termin Ausschau gehalten. Doch es wäre nurmehr das Faschingswochenende infrage gekommen. »Der Liftbetreiber hatte bereits derart viele Ausfälle, dass wir den Götschen in den Faschingsferien nicht für drei Tage hätten sperren können. Gäste, die in dieser Zeit verprellt worden wären, kämen auch in Zukunft nicht mehr, erklärte dazu OK-Chef Bernhard Heitauer.

Jetzt blickt man in die Zukunft und denkt über einen Skicross im Jahr 2016 nach. Im nächsten Jahr ist als deutscher Veranstalter Grasgehren vorgesehen. Christian Wechslinger