weather-image
19°

Ein Höhepunkt nach dem anderen

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Der kleine Simba (Miriam Lederer) zwischen seinen Aussteigerfreunden, dem Warzenschwein (Klaus Wetzlinger) und Timon, dem Erdmännchen (Thomas Wegscheider). (Foto: Janoschka)

Ein überwältigendes und mitreißendes Konzerterlebnis unter der musikalischen Gesamtleitung von Stephan Höllwerth gab es für die Besucher in der fast voll besetzten Salzachhalle Laufen bei »Global Dance and Musical«. Höllwerth hatte keine Mühen gescheut und mehrere Gruppen zu einem wahrhaft hörenswerten musikalischen Projekt zusammengeführt: Das Diabelliorchester Seekirchen mit dem Schlagwerkensemble des »Musikum Hof«, der Chor der Musikfreunde Laufen und die Tanzgruppe »Irish Beat Factory«, die zugleich ihre Initiative »Dancing4Charity« für die Schmetterlingskinder vorstellte, boten einen Höhepunkt nach dem anderen.


Der erste Teil des Konzertes unter der Überschrift »Global Dance« brachte internationale Folklore aus Südamerika und aus dem keltischen Kulturkreis zu Gehör und schloss thematisch passend mit einem Medley aus dem Musical »My Fair Lady« ab, das zugleich zum zweiten Teil mit Höhepunkten aus »Lion King« überleitete. Der Gänsehauteffekt kam nicht zuletzt von den wunderbaren Masken und Requisiten aus der Werkstatt von Ursula Mirdita, Deutschlehrkraft am Laufener Gymnasium.

Anzeige

Vom ersten Moment an – bereits in »Fiesta Tropicale« in einem Arrangement von Victor Lopez – fühlte sich der Zuhörer an karibische Strände versetzt. Nicht weniger begeisternd ging es mit »Latin Fever« (Arrangement: Norman Tailor) weiter. Aufhorchen ließ sodann der bühnenerfahrene Richard Putz mit seinem Konzert für Marimba von Ney Rosauro aus Brasilien. Spontaner Zwischenapplaus nach jedem Satz war Ausdruck der Publikumsbegeisterung für diesen jungen Virtuosen, dessen Körpersprache deutlich zeigte, wie er die Musik fühlte.

Unter der bewährten Regie von Anita Köchl verkörperte Johanna Seitinger in »Lion King« den perfekten Medizinmann im Tiervolk – sowohl sängerisch als auch schauspielerisch. Miriam Lederer überzeugte als junger ebenso wie Maximilian Höcherl als erwachsener Simba. Alma Naidu war eine bezaubernd-hinreißende Nala, und Thomas Wegscheider spielte seine Doppelrolle als Hofdiener Zazu in der »Person« eines bunt gefiederten Nashornvogels und als Erdmännchen Timon sehr gekonnt und überaus witzig. Klaus Wetzlinger überzeugte sowohl als Mufasa wie auch als Warzenschwein Pumbaa.

Die gesamte junge Sängercrew mit ihren wunderbaren Tiermasken, die Chormitglieder mit Savannengras auf den Häuptern und als Zebras oder andere Urwaldtiere geschminkt, das Orchester in Schwarz mit fantasievoll angebrachten roten Glanzpunkten lieferten Höchstleistungen ab und damit beste Unterhaltung der Extraklasse. Der Saal tobte vor Begeisterung. Brigitte Janoschka