weather-image
19°
Das Sinfonische Blasorchester der Stadtkapelle Traunreut überzeugte mit »Im Namen des Vaters«

Ein Jahreskonzert mit ungewohnteren Stücken

Weit mehr als 100 Prozent gab Stephan Schilcher, der musikalische Leiter des Sinfonischen Blasorchesters der Stadtkapelle Traunreut, beim Konzert im ausverkauften großen Saal des Traunreuter k1.

Ausverkauft war einmal mehr das Jahreskonzert des Sinfonischen Blasorchesters der Stadtkapelle Traunreut im k1. (Foto: B. Heigl)

Er inspirierte seine 54 Musiker zu einer außergewöhnlichen Gesamtleistung, moderierte eloquent, witzig und informativ und dirigierte alle Werke auswendig. Das sensationelle, unterhaltsame, spannende und vielschichtige Konzert unter dem Motto »Im Namen des Vaters« – jedes der jährlich stattfindenden Konzerte hat ein Motto – begeisterte das Publikum nicht etwa, weil man Bekanntes hörte, eher das Gegenteil war der Fall. So durfte das Publikum etwa einen von Schilchers Lieblingskomponisten, S. Yagisawa, kennenlernen. Von dem jungen Komponisten aus Japan wurde das opulente Stück »Moses und Ramses« gespielt.

Anzeige

Von T. Doss hörte man die an Klangfarben reiche »Alpin Saga«. Auf das meditative Stück »Cantus – Song of Night« folgte Richard Wagners »Elsa’s« dessen Klangspektrum einen perfekten Übergang zu den schillernden Klangfarben des zuvor gespielten Stücks bildete. »Im Namen des Vaters« also, die Hochzeit Elsa’s, in der Cathedrale, ebenso am Berg, am Gipfelkreuz (Alpin Saga), wie auch bei dem Stück »Jesus Christ Superstar« von A. L. Webber, oder der »Star Wars Saga« von J. Williams.

Toll an diesem Orchester war eigentlich alles. Den vier Percussionisten schaute man bei ihrer Tätigkeit besonders gerne zu. Das wiederum trifft aber eigentlich auch auf all die anderen Musiker zu, von denen jeder Einzelne auf das Angenehmste präsent war. Auch die Akustik schmeichelte dem großen Blasorchester; auch die ganz vorne Sitzenden brauchten keine Angst um ihr Gehör haben, wie das ja oftmals der Fall ist, wenn so viele Bläser loslegen. Ohne Zugaben ließen die Zuhörer das Orchester aber nicht gehen, auch wenn die »normale« Spielzeit schon ein wenig länger als üblich war, das Publikum war noch aufnahmebereit! So endete dieser außergewöhnliche Abend mit dem erhebenden Choral »The King of Love my Sheperd is« von A. Reed und dem Marsch »Viribus Unitis«, dessen Übersetzung »Mit vereinter Kräften« lautet, mit dem Stephan Schilcher jedes seiner Konzerte abschließt.

Schon vormerken werden sich die Musikfreunde das nächste Jahreskonzert am 18. Februar 2017. Barbara Heigl