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Berchtesgadener Alpenverein besteigt auf Teneriffa den 3 718 Meter hohen Teide

Ein Juizer auf Spaniens höchstem Gipfel

Berchtesgaden/Vilaflor – Die Besteigung des 3 718 Meter hohen Teide war der Höhepunkt einer Ausflugswoche der Alpenvereinssektion Berchtesgaden. 17 Mitglieder flogen zusammen auf die Kanareninsel Teneriffa, wo sie im 1 400 Meter hoch gelegenen Bergdorf Vilaflor in einem stilvollen Vier-Sterne-Hotel Quartier bezogen.

Mit einem Juizer und einem Schnapserl feierten die Berchtesgadener Alpenvereinler die Besteigung des 3 718 Meter hohen Teide auf Teneriffa. (Fotos: privat)

Gleich am ersten Tag konnte die Gruppe bei bestem Wetter die Wanderung durch die berühmte Masca-Schlucht unternehmen. Der Steig windet sich durch dichten Pflanzenbewuchs und vorbei an bizarren Felsen den Barranco hinab bis zum Meer. Hier wurde ausgiebig gerastet und gebadet, bevor es wieder hinauf nach Masca ging und mit den Leihautos zurück nach Vilaflor.

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Die Genehmigung für die Besteigung des 3 718 Meter hohen Teide hatten sich die DAV-ler bereits von daheim aus organisiert, denn ohne Genehmigung gibt es keinen Gipfelaufstieg. Freilich gingen die Bergsteiger zu Fuß – denn eine Seilbahn gibt es auch – über den schön angelegten Weg durch das vegetationslose schwarze Lavagestein hinauf zum Rifugio Altavista auf 3 260 Metern. Die sehr saubere Selbstversorgerhütte steht bereits seit 1893 an dieser Stelle, für eine Übernachtung muss Wasser und Verpflegung mitgebracht werden.

Der Weiterweg führt an imposanten Lava-Felsnasen vorbei zum ausgebauten Promenadenweg bei der Bergstation der Teide-Seilbahn. Bis jetzt waren die Berchtesgadener fast alleine unterwegs, doch auf einmal war man von Menschenmassen umzingelt. Ohne Probleme passierte die Gruppe den sehr strengen Kontrolleur und bald darauf standen alle am Gipfel des Teide. Ein Berchtesgadener Juizer, ein Schnapserl von daheim – es ging allen gut am höchsten Gipfel Spaniens. Dazu hatte man noch Glück, denn die Sicht auf die anderen Kanareninseln war wolkenfrei. Laut Wetterbericht sollten aber Regen, Sturm und sogar Schnee kommen.

Auch einen ruhigen Tag gönnte man sich später. Einige spazierten um Vilaflor, die anderen fuhren zum Weltkulturerbeort La Laguna.

Noch hielt das Wetter. Und deshalb war man zuversichtlich, es noch auf den Hausberg von Vilaflor, den 2 400 Meter hohen Sombrerito, schaffen zu können. Die Wegsuche war einfach, gleich vom Hotel weg führte der Steig durch lichten Pinienwald hinauf zu den sonnigen Gipfelfelsen. Beim Abstieg verschlechterte sich das Wetter zusehends, zuerst goss es in Strömen, dann schneite es auch noch und es wurde kalt.

Die DAV-Woche auf Teneriffa sollte mit einer Wanderung zum Leuchtturm an der Punta de Teno ausklingen. Vereiste und gesperrte Straßen und überhaupt sehr schlechtes Wetter vereitelten dies. Es reichte nur zur Drachenbaum-Besichtigung in Icod.

Trotzdem bleibt den Berchtesgadener Reiseteilnehmern diese vielseitige Insel in guter Erinnerung. Gerne denken alle an die Masca-Schlucht und die Teide-Besteigung, aber auch an die äußerst gesprächsreichen Abende vor dem Kamin im Hotel zurück. fb