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Die Schlechinger Alphornbläser, »Chiemgau Brass« und »VokalExpress« beim Konzert in St. Oswald

Ein Klangerlebnis voller Schönheit in Traunstein

Die Stadt Traunstein veranstaltete ein stimmungsvolles Konzert in der Traunsteiner Stadtpfarrkirche St. Oswald mit den Schlechinger Alphornbläsern, dem Ensemble »Chiemgau Brass«, dem »VokalExpress« Teisendorf und Manfred Müller an der Orgel.

Während der Darbietung der Bläser von »Chiemgau Brass« hatten die Sängerinnen und Sänger vom »VokalExpress« Teisendorf im Altarraum von St. Oswald Platz genommen.

Als das Kirchenschiff bis auf den letzten Platz gefüllt war und sich erwartungsvolle Stille ausgebreitet hatte, eröffneten die Schlechinger Alphornbläser das adventliche Konzert in der Traunsteiner Stadtpfarrkirche mit einem feierlich klingenden Alphornruf. Das Publikum durfte den Klängen der Alphornbläser an diesem Abend noch des öfteren lauschen. Die Akustik der Kirche war geradezu ideal für diese festlichen Bläserklänge.

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Aber auch das edel klingende Blech der Musiker von »Chiemgau Brass« verwöhnte die Ohren der Zuhörer. Mit dem triumphalen »Denn er hat seinen Engeln befohlen« von Felix Mendelssohn Bartholdy, dem alpenländischen »40er Weis«, das einem zu einem Tänzchen in Gedanken verleitete und dem besinnlichen »die heil’ge Zeit ist da« von Hubert Meixner, wurde den Zuhörern ein Klangerlebnis geschenkt, das alle Aufmerksamkeit auf sich zog, weil es so voller Schönheit war. Wenn die Orgel als die Königin der Instrumente bezeichnet wird, ist das sicher auch ihrem meist großen Klangvolumen geschuldet, das aber manch einen Musikliebhaber überfordert. Hier, in der Stadtpfarrkirche regiert aber eine milde Herrscherin, auf der Manfred Müller mit seinem einfühlsamen Spiel die anmutige Schönheit des Klangs mit der »Air Gavotte« von Samuel Wesley und mit der »Toccata e Canzon« von Bernardo Storace zum Leuchten brachte.

Der Chor »VokalExpress« aus Teisendorf unter der Leitung von Stephan Hadulla beeindruckte mit ästhetisch-kultiviertem Vortrag, bei dem das klösterlich anmutende »Conditor Alme Siderum« von J. Stadlmayer, das traditionelle »Übers Gebirg Maria geht« sowie das ätherisch aufsteigende »Angelus Domini« von Franz Biebl die Zuhörer andächtig lauschen ließ. Und, weil die Christenheit ja auf dem geistigen Weg nach Bethlehem fast schon angekommen ist, passte das frohe »In Dulci Jubilo« ganz wunderbar, das der ca. 30-köpfige gemischte Chor zum Schluss des Konzerts so fein zum Klingen brachte. Mit der Zugabe »Shepherds Pipe Carol« setzte der Chor einen heiter-anmutigen Schlusspunkt. Barbara Heigl