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Ein Plädoyer für das Brauchtum

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In der Generalversammlung der Stanggaßer Weihnachtsschützen konnten mehrere Vereinsmitglieder geehrt werden (v.l.): stehend – Thomas Resch, Stefan Angerer, Max Sachenbacher, Dieter Schmid, Heinz Reiner, Albert Dimpflmeier, Werner Böhnlein; sitzend – Josef Moderegger, Johann Aschauer. Foto: Anzeiger/B. Stanggassinger

Bischofswiesen – Die Generalversammlung des Weihnachtsschützenvereins Stanggaß stand heuer ganz im Zeichen der Beitragserhöhung und vieler Ehrungen. Außerdem gab es ein beeindruckendes Plädoyer für das Berchtesgadener Brauchtum durch Ehrenmitglied Johann Aschauer. Und 1. Vorstand Thomas Resch nahm heuer sechs Schützen neu im Verein auf.


Im Gasthof »Schönfeldspitze« begrüßte 1. Vorstand Thomas Resch unter den knapp 70 Schützen zahlreiche Ehrengäste zur Generalversammlung. 1. Schriftführer Florian Ilsanker erinnerte an die zahlreichen Geschehnisse des zurückliegenden Vereinsjahres. Er berichtete über die Schießen an Heiligabend und an Silvester an den Standplätzen. Auch die übrigen Einsätze des Jahres wie die beiden Jahrtage, der Gottesdienst zum Gedenken an die Seligsprechung von Kaspar Stanggassinger, die Kälbersteinkirchweih mit Weihe der neuen Lourdes-Madonna, die Verabschiedung von Pfarrer Demmelmair, die Amtseinführung von Monsignore Frauenlob, die zahlreichen runden Geburtstage sowie das Schießen beim Gaufest mit anschließendem Vereinsausflug wurden erwähnt. Ebenfalls berichtete der Schriftführer über die Vorstandssitzungen und die Generalversammlung der Vereinigten Weihnachtsschützen.

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Der von Peter Altmann vorgetragene Kassenbericht zeigte unverändert geordnete Finanzen. Zwar überwogen im vierten Jahr in Folge die Ausgaben, trotzdem verfügt der Verein noch über einen gesunden Kassenbestand. Die Revisoren Sebastian Brandner und Christian Resch bestätigten eine einwandfreie Kassenführung und empfahlen der Versammlung die Entlastung Altmanns, die unter großem Applaus erfolgte.

1. Vorstand Thomas Resch blickte kurz auf das letzte Vereinsjahr zurück, dankte allen Spendern und Gönnern und besonders den bewährten, immer zur Verfügung stehenden Mitgliedern sowie den aktiven Schützen im Verein. Beim nächsten Tagesordnungspunkt wurde nach kurzer Diskussion die aufgrund wieder gestiegener Pulverpreise notwendige Beitragserhöhung beschlossen.

Mit Korbinian Gschoßmann, Fritz Handerer, Sepp Keilhofer, Johann Jehs, Flori Fendt und Johann Angerer konnten auch heuer wieder sechs neue Schützen in den Verein aufgenommen werden.

Eine Freude war es schließlich dem 1. Vorstand Thomas Resch, verschiedene altgedienten Mitglieder auszuzeichnen. Johann Aschauer und Anton Springl gehören dem Verein bereits seit 70 Jahren an (alle Ehrungen siehe Kasten).

Gegen Ende der Versammlung hielt der 85-jährige Johann Aschauer (Druckerboden) ein grandioses Plädoyer für das Berchtesgadener Brauchtum. Als Zeitzeuge mit 70-jähriger Vereinszugehörigkeit blickte er auf die Entwicklung des Vereins zurück. Ihm gelang es, einen eindrucksvollen Bogen zu spannen von den Weihnachtsschießen während des Krieges über die Anfangsjahre danach, die Vorbehalte der Amerikaner, bis zum Wiedererstarken des Brauchtums in den Folgejahren. Auch berichtete er von den Aufenthalten der Stanggaßer Plattler in Übersee und lockerte seine Erzählung mit verschiedenen Anekdoten auf. Unter starkem Applaus schloss Aschauer seine Rede mit einem Appell an die Jugend, das Brauchtum und die gewachsenen Traditionen weiter zu pflegen und zu leben.

Pfarrer Bernhard Bielasik zeigte seine Verbundenheit durch eine kleine Ansprache und wünschte der Versammlung eine gesegnete Weihnachtszeit. Zum Abschluss dankte 1. Vereinigungsvorsitzender Rudi Koller der Vorstandschaft für die gute Zusammenarbeit, den aktiven Schützen für das Schießen beim letzten Gaufest und gratulierte den geehrten Mitgliedern. F.I.

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