Ein Plan für besseres Schulessen

Schulessen
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Sollte es an deiner Schule häufiger Nudeln geben? Oder lieber was anderes?. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa Foto: dpa

Manche essen den Teller ratzeputz leer. Andere lassen fast alles drauf liegen. Schulessen schmeckt nie allen Kindern gleich gut. Damit es aber viele mögen, kommt hier eine Idee für besseres Essen.


Lieber Hähnchen-Schnitzel mit Pommes oder Spaghetti mit Tomatensoße? Und zum Nachtisch lieber Erdbeerjoghurt oder einen Apfel? Wer in der Schule zu Mittag isst, kann oft aus zwei oder mehreren Gerichten auswählen. Das ist prima, denn nicht allen Kindern schmecken die gleichen Sachen.

An manchen Schulen aber passiert es, dass viel Essen im Mülleimer landet, weil es nicht gut schmeckt. Ein Grund dafür kann sein: Das Essen kommt aus einer Großküche. Dann wird es lange vorher gekocht, weit transportiert und dabei warm gehalten. Auf dem Teller landen schließlich matschige Nudeln oder grauer Brokkoli.

An anderen Schulen sind die Kinder häufig glücklich über das Essen. Eine davon ist das Matthias-Grünewald-Gymnasium in Würzburg. Das Küchenteam dort bekam gerade eine Auszeichnung: den Goldenen Teller. Den erhält die beste Schulmensa Deutschlands.

Vergeben wird der Preis vom Deutschen Netzwerk Schulverpflegung. Der Netzwerk-Vorsitzende Michael Polster meint: Es sollte überall so gut schmecken! Damit das gelingen kann, müssten die Schülerinnen und Schüler mitmachen dürfen.

Sein Plan geht so: An der Schule bildet sich eine Essensgruppe mit Kindern aus allen Klassen. Diese Gruppe überlegt zusammen, was viele mögen. Dann geht es ans Test-Kochen in der Schulküche. Wenn die Test-Essen gut sind, werden sie in den Speiseplan aufgenommen.

»Wer das eine Zeit lang macht, erhält einen umfangreichen Essensplan«, sagt Herr Polster. Diese Gerichte sollten dann von Köchinnen und Köchen in der Schulküche zubereitet werden, wenn das geht. Herr Polster fände es gut, wenn dabei einige Kinder jeden Tag mithelfen. Andere könnten die Tische decken und hinterher aufräumen.

Michael Polster meint: »Kinder müssen das essen, was ihnen schmeckt.« Vielleicht gibt es dann an einer Schule Fischstäbchen mit Kartoffelpüree. An einer anderen Schule finden die Kinder möglicherweise vegane Pfannkuchen mit Soße toll.