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Ein Prost aufs Jubiläum (von links): Dritter Bürgermeister Thomas Stippel, Feuerwehrler und Gemeinderat Theodor Pastötter, zweiter Bürgermeister Ludwig Prechtl, Feuerwehrvorstand Alex Friedl und Bürgermeister Karl Lanzinger. (Foto: Albrecht)

Ein schöner, aber heißer Abschluss zum Jubiläum: Freiwillige Feuerwehr Petting feierte ihr 135-jähriges Bestehen

Petting – Die Feierlichkeiten zum 135-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Petting hätten kaum besser laufen können – angefangen beim Programm über die Organisation bis hin zum Wetter. Das war am Festtag schon fast zu gut, denn so hohe Temperaturen sind selten um diese Jahreszeit. Beim Festabend wurde Matthias Seidenfuß zum Ehrenkommandanten ernannt. 


Zunächst wurde am Festsamstag, angeführt von der Musikkapelle Steinbrünning, zum Kriegerdenkmal im Friedhof marschiert. Dort hielt Pfarrer Konrad Müller eine kurze Andacht zum Gedenken an die verstorbenen Kameraden. Ihnen zu Ehren wurde auch ein Kranz niedergelegt.

Zurück im Festzelt wurden von Vorstand Alex Friedl die Abordnungen derFeuerwehren aus der baye-rischen und österreichischen Umgebung begrüßt. Besonders freuten sich die Pettinger diesbezüglich über die zahlreiche Abordnung der Partnerfeuerwehr aus Wilhelmsburg in Niederösterreich, nahe St. Pölten.

Der Festakt wurde ganz bewusst nicht zu lange gestaltet, um danach noch gebührend feiern zu können. Vorstand Alex Friedl begrüßte die Ehrengäste. Ein Höhepunkt des Abends war die Ernennung von Matthias Seidenfuß zum Ehrenkommandanten.

Kommandant Georg Mayer jun. bedankte sich bei der Feuerwehr und allen, die so sehr zum Erfolg der Veranstaltungen und des gesamten Fests beigetragen haben. Bürgermeister und Schirmherr Karl Lanzinger betonte, wie wichtig es sei, die Leistungen der Feuerwehr zu würdigen. Bevor die Musikkapelle Steinbrünning die Bühne für die wilden Rhythmen der »S.O.S.«-Partyband räumte, übergaben die Partnerfeuerwehr aus Wilhelmsburg und die Patenfeuerwehr aus Kirchanschöring noch Geschenke an die Jubiläumsfeuerwehr aus Petting. Die Wilhelmsburger hatten dazu einen von innen beleuchteten, an einen Hydranten erinnernden Stand mitgebracht, den einer von ihnen als das »Ewige Licht der Freundschaft« bezeichnete. Etwas praktischer war das Geschenk der Kirchanschöringer, ein großer Grill, der auch gleich ausgiebig genutzt wurde.

Bot der Festsamstag schon fast übermäßige Hitze, so wartete der Festsonntag mit Überfluss davon auf. Schon beim Kirchenzug am Vormittag, hinaus zum Festaltar, war es sehr heiß. Bei der Festmesse predigte Pfarrer Müller über die Verdienste der Feuerwehren. Vor nicht allzu langer Zeit sei der Dienst dabei nur Männern vorbehalten gewesen, sagte der Pfarrer, angeblich, weil die Frauen nicht genug »Schmoiz« hätten für die anstrengende Arbeit. Das hätten die Frauen inzwischen aber als Lüge entlarvt.

Zum Abschluss des Gottesdiensts wurde noch die schöne, neue Fahne der Pettinger Feuerwehr geweiht und die Patenbräute der Pettinger, Ramona Steinmaßl und die der Kirchanschöringer, Marie Krautenbacher, hefteten ihre Ehrenbänder daran.

Angeführt von der Musikkapelle Ringham–Petting ging es dann im Festzug durch das Dorf zurück zum Festzelt. Wie immer bei solchen Umzügen waren auch die von den stolzen Rössern gezogenen Festwagen eine Augenweide. Im Festzelt unterhielt danach die Musikkapelle Kirchanschöring die Gäste während des Mittagessens. Danach schloss sich die Musikkapelle Ringham-Schönram an, bevor am späteren Nachmittag die »Weißbiermusi« die musikalische Unterhaltung der der Hitze trotzenden Jubiläumsgäste übernahm.

al