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Stefan Knopf und Judith Graßl gewinnen die 46. Auflage der Watzmanngams

Ein steiniger Weg

Die 46. Auflage der Watzmanngams hat am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein zahlreiche Zuschauer nach Kühroint gelockt.

Stefan Knopf gewann auch heuer wieder die Watzmanngams. Judith Graßl feierte bei den Frauen bereits ihren 20. Triumph.

Von dort haben dagegen nur 21 Einzelstarter und fünf Dreierteams den anstrengenden Weg auf die Watzmannscharte oder den Feldherrnhügel in Angriff genommen. Der erkrankte Gams-Erfinder Hellei Erben und der sonst jährlich startende Wolfgang Feldbauer fehlten dieses Mal.

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Vor dem Start zur 46. Watzmanngams herrschte Uneinigkeit, ob die Teilnehmer nach dem Aufstieg die Abfahrt überhaupt in Angriff nehmen sollten. Die Teilnehmer waren schon auf der Strecke, als die endgültige Entscheidung fiel: Aufgrund vieler gefährlicher Steine im unteren Teil durften die Sportler nur bis zum Feldherrnhügel abfahren. Doch auch die verkürzte Strecke hatte es unter anderem durch den pickelharten Harschschnee in sich. »Man hätte durch die Steine Slalom fahren können«, so Toni Palzer, der wegen gesundheitlicher Probleme nicht am Start war.

Wie es sich bei der Gams gehört, gab es einen Frühstart, nach dem sich Stefan Knopf sofort an die Spitze setzte. Er konnte die Führung während des gesamten Anstiegs sowie der anschließende Abfahrt vor Sepp Huber verteidigen und sicherte sich damit verdient den Sieg. Bei den Damen gewann zum 20. Mal Judith Graßl: »Meine männlichen Siegerkollegen werden immer jünger. Ich weiß nicht, wie lange ich noch vorne liegen kann, aber Annemarie Palzer und ich haben beschlossen mindestens bis zur 50. Jubiläumsgams im Jahr 2021 dabei zu sein.«

Auch der erstmalige Gamsgewinner Stefan Knopf freute sich riesig: »Es ist immer schön, daheim ein Rennen zu gewinnen,« so der Sieger, dessen ganze große Familie bei dem Erfolg dabei war. Er habe sich einen Vorsprung erarbeiten wollen, weil man ja nie wissen könne, wie das Rennen weiter verläuft, erklärte Knopf weiter. Dabei war ihm zu Rennbeginn sogar ein Skistock abgebrochen. Doch ein Zuschauer half Knopf mit seinem Stock aus.

Die zünftige Siegerehrung führte der Geschäftsführer der Alpenvereinssektion Berchtesgaden, Bernhard Kühnhauser, durch. Danach wurde wie in jedem Jahr ausgiebig gefeiert.

Die Ergebnisse der 46. Watzmanngams

Damen – Jugend (verkürzte Strecke): 1. Theresa Graßl (SK Ramsau) 41:30,0; 2. Maria Moderegger (DAV Berchtesgaden) 43:01,9.

Altersklasse I: 1. Judith Graßl 37:44,7; 2. Annemarie Palzer (beide SK Ramsau) 39:33,8.

Herren allgemein (lange Strecke): 1. Stefan Knopf 39:25,8; 2. Sepp Huber (beide DAV Berchtesgaden) 39:48,9; 3. Andreas Jank (Österreich) 41:57,1; 4. Wolfgang Klinger (SC Anger) 43:05,0; 5. Simon Kurz (Martini Speed Team/Berchtesgaden) 44:05,9; 6. Florian Aschauer (SK Ramsau) 54:20,2; 7. Thomas Moderegger (Siberghüttei/Bischofswiesen) 55:47,6.

Altersklasse I: 1. Sebastian Lechner (DAV Traunstein) 45:53,9; 2. Anderl Soyter (Bund Bayerischer Berufsjäger) 45:55,6; 3. Daniel Pickl (SC Anger) 52:06,5; 4. Michael Köppl (SG Au) 54:40,0.

Altersklasse II: 1. Helmuth Eichholzer (SC Kuchl) 42:58,8.

Altersklasse III: 1. Franz Graßl 45:18,3; 2. Wolfgang Palzer (beide SK Ramsau) 48:57,2; 3. Melchior Stahl (Berchtesgaden) 57:13,0; 4. Martin Windtersteiner (DAV Berchtesgaden) 1:00:50,2.

Alte Mandl: 1. Sepp Furmann (SC Anger) 1:29:00,0.

Teamwertung: 1. Die Fruchtzwerge (Christopher Lichtmannegger, Philipp Wagner, Markus Kurz); 2. Sechzig-Swo (Toni Graßl, Thomas Stöger, Toni Kurz); 3. D'Fuchsein (Ludwig Fuchs, Hubert Fuchs, Georg Fuchs); 4. Der Hahn im Korb (Silvia Brandner, Katharina Stöger, Georg Sturm); 5. Fuchs II (Barbara Fuchs, Elisabeth Fuchs, Andrea Spitzer-Fuchs). Christian Wechslinger