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Ein Teenager schreibt E-Mails, die auch Politiker lesen

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Gabe Fleisher
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Gabe Fleisher steht extra früh auf, um über Politik zu schreiben. Foto: privat/Gabe Fleisher Foto: dpa

Eigentlich ist Gabe Fleisher ein normaler Teenager. Mit seinen Eltern und dem Mischlingshund Chipper wohnt der 16-Jährige in der Stadt St. Louis (gesprochen: Säint Luis) mitten in Amerika. Seine ältere Schwester ist schon ausgezogen und studiert an einer Universität. In der Schule mag Gabe die Fächer Englisch und Geschichte am liebsten, er spielt gerne Fußball und trifft sich mit seinen Freunden.


Aber Gabe hat noch eine andere Leidenschaft: Politik! Er interessiert sich für den Präsidenten der Vereinigten Staaten Donald Trump und für alles, was die Politiker dort sagen, planen und entscheiden. »Politik macht unser ganzes Leben aus«, sagt Gabe. Von morgens bis abends treffe man auf Regeln, die von Politikern gemacht wurden. Deshalb müsse jeder informiert sein. Egal ob er schon wählen dürfe oder nicht. Auch Gabe ist noch zu jung, um zu wählen. Aber er sagt: »Denn wenn wir wählen dürfen, ist es auch unsere Verantwortung, das zu tun.«

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Gabe macht aber noch mehr als sich zu informieren und etwa auf seinem Handy dauernd Artikel zu lesen - er schreibt auch noch über Politik. Montags bis Freitags steht er extra zwei Stunden bevor die Schule anfängt auf. Dann tippt auf seinem Computer einen Newsletter (gesprochen: Njusletter). Das ist eine Art Brief, der als E-Mail verschickt wird. »Wache auf mit Politik«, hat er den genannt.

Als Gabe neun Jahre alt war verschickte er zum ersten Mal einen solchen Newsletter - damals aber nur an seine Mutter. Die leitete die E-Mail dann an Freunde und Familien-Mitglieder weiter. Später berichteten wichtige Zeitungen in Amerika über Gabe und das Ganze wurde immer größer.

Bevor er morgens aus der Tür und zur Schule rennt, verschickt Gabe den Newsletter an fast 50 000 Menschen. Darunter sind seine Familie, Lehrer und Freunde, aber auch wichtige Politiker und Journalisten.

»Es ist für mich eine große Ehre, dass die Menschen meinen Newsletter lesen«, sagt Gabe. Er will weitermachen und später auch Reporter werden: »Journalist zu sein, macht riesigen Spaß.«

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