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Anstoßen auf den Erfolg (v.l.): Schützenmeister Christian Meiringer, Christina und Hans-Peter Schertler, Werner Bauer vom Hofbrauhaus sowie Bürgermeister Franz Halmich. (Foto: Meister)

Marktschellenberg – Große Dinge brauchen Zeit. Zuerst hat Hans-Peter Schertler in den Obergeschossen seiner vier teilweise denkmalgeschützten Häuser Wohnungen gebaut, nun ist er in die Tiefe gegangen. Im Anschluss an die Tiefgarage haben seit Samstag die Marktschellenberger Schützen ein neues Domizil, auf das Modernste eingerichtet.


Mit einem Fest wurde die schmucke Anlage offiziell eingeweiht, mit anerkennenden Worten des Bürgermeisters Franz Halmich und dem Segen der katholischen Kirche. Nicht nur die Schützen von Marktschellenberg waren zum Feiern erschienen, gefühlt das »halbe Dorf« versammelte sich.

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Die Marktschellenberger Sportschützen hatten jahrzehntelang ihr Stammlokal im Gasthaus »Almbachklamm«. Nach dessen Schließung standen sie plötzlich auf der Straße, kamen aber als zeitweilige Dauergäste bei den Scheffauer Kollegen im Gasthaus »Oberstein« unter. Nun wurde ihnen eine neue Welt eröffnet. Bauherr Hans-Peter Schertler gab ihnen eine neue Heimat, umsonst, wenn man so will, denn das neue Lokal ist mietfrei.

Einen Hauch von Oktoberfest brachte Werner Bauer vom Hofbrauhaus in den »Schießkeller«. Wie viele Schläge letztlich nötig waren, um das Fass anzuzapfen, blieb zwar ein wenig verborgen, tat aber der allgemeinen guten Laune keinen Abbruch.

Der Bauherr fasste sich kurz, dankte allen, die beigetragen haben, um nach zwei Jahren etwa bis zu diesem Punkt zu kommen, der nur eine Zwischenstation eines riesigen Projektes ist, und bekundete seine Zuneigung zu »seinem« Ort Marktschellenberg, der aus seiner Sicht bereits schön ist, aber noch lebenswerter werden soll. Das sei sein und seiner Familie Anliegen.

Bürgermeister Franz Halmich freute sich über die neue Heimat der Sportschützen und überhaupt, dass etwas weitergeht im Ort. Der kurzen Ansprache des Ortsoberhauptes folgte Schützenmeister Christian Meiringer, der an die nun ein Ende habende Heimatlosigkeit des Vereins erinnerte und seine Freude über das neue Domizil zum Ausdruck brachte. Dem ließ anschließend Kaplan Josef Rauffer die Segnung der neuen Räume folgen.

Die neue Schießanlage, die sich an die Tiefgarage des aus insgesamt vier Häusern bestehenden Gebäudekomplexes Salzburger Straße 12 bis 18 anschließt, lässt keine Wünsche offen. Neben dem Schießstand, der einschließlich elektronischer Ausstattung beste Bedingungen bietet, befinden sich Aufenthaltsraum, sanitäre Anlagen und natürlich die Waffenkammer.

Die Marktschellenberger Sportschützen zeigten sich, und mit ihnen nahezu der ganze Ort, zufrieden. Es ist, wie erwähnt, eine Zwischenstation in den ehrgeizigen Plänen des Hans-Peter Schertler. Über den »Rest«, der sich, verzögert auch durch teilweise überraschende Funde und deren wissenschaftliche Auswertung, noch im Baustellenmodus befindet, wird an anderer Stelle zu reden und zu schreiben sein. Dieter Meister