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Ein Weltstar kehrt endgültig heim

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Mehrere Zeitzeugen trafen sich anlässlich des Endes der Romy-Schneider-Ausstellung in Berchtesgaden im Hotel »Edelweiß«. (Foto: Wechslinger)
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Die Romy-Schneider-Ausstellung neben dem Kongresshaus hat nur noch heute, Freitag, geöffnet. (Foto: Tessnow)

Berchtesgaden – Romy zieht um. Die Ausstellung »Romy Schneider – Ein Weltstar kehrt heim« neben dem Kongresshaus hat heute zum letzten Mal geöffnet. Künftig sind die zahlreichen Exponate, die das Leben des weltberühmten Filmstars, der seine Kindheit in Schönau am Königssee verbracht hat, dokumentieren, im »Alten Bahnhof« am Königssee zu sehen.


Familie Klegraefe hatte die Ausstellung vor zwei Jahren initiiert. »Romy Schneider ist auf der ganzen Welt ein Begriff, wir wollten mit unserer Ausstellung an diese großartige Schauspielerin erinnern«, erklärte Hans Klegraefe, dessen Familie am Dienstag zum Ende der Ausstellung mehrere Zeitzeugen und Stifter von Exponaten eingeladen hatte.

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Weltstar mit bewegtem Leben

Romy Schneider (1938-1982) war neben Marlene Dietrich und Hildegard Knef eine Filmdarstellerin, die weltweit Erfolge gefeiert und internationalen Ruhm erlangt hat. Ihr bewegtes Leben mit vielen Höhen, aber auch großen Tiefen endete nur knapp ein Jahr nach dem tragischen Unfalltod ihres geliebten Sohnes David am 29. Mai 1982 in ihrer Wahlheimat Paris.

Gut 20 000 Menschen haben in den vergangenen drei Jahren die Romy-Schneider-Ausstellung neben dem Kongresshaus besucht. Auf Facebook gab es über 25 000 Likes aus der ganzen Welt. Für den Tourismus in Berchtesgaden war dies ein nicht zu übersehender Werbefaktor. Durch die Bereitschaft der Gemeinde Schönau am Königssee in Person von Bürgermeister Hannes Rasp hat die Ausstellung ab dem Frühjahr eine endgültige Heimstatt in den Räumen der ehemaligen Nationalpark-Informationsstelle im »Alten Bahnhof« gefunden. So kehrt der Mythos Romy Schneider nun endgültig in deren Heimatgemeinde zurück.

Florian Klegraefe richtete an die Versammelten im Panorama-Restaurant des Hotels »Edelweiß« einen großen Dank. Sie hatten Briefe, Fotos, Kleidungsstücke und dergleichen aus Romy Schneiders Vergangenheit zur Verfügung gestellt.

Oberschwester M. Bernadette aus Elsbethen bei Salzburg drückte mit Romy Schneider die Schulbank im Mädcheninternat Goldstein. Die Oberschwester berichtete von den ersten Schritten Romy Schneiders auf der Schulbühne, wo ihr schauspielerisches Talent schnell erkannt wurde. Die Ordensfrau stellte auch Originalkleidungsstücke aus dieser Zeit zur Verfügung, die wie alle anderen Ausstellungsutensilien in nächster Zeit ins neue Museum nach Königssee gebracht werden.

Initiator sucht weitere Exponate

»Romy Schneider wurde zusammen mit 60 Schönauer Mitschülerinnen eingeschult. Sicher gibt es in der Gemeinde Schönau am Königssee noch die eine oder andere Erinnerung an die großartige Schauspielerin. Es wäre schön, wenn wir Briefe, Fotos oder sonstige Dinge aus dieser Zeit für unsere Ausstellung im Alten Königsseer Bahnhof bekommen könnten«, hofft Hans Klegraefe.

»Kulturelles Highlight«

Der Vorsitzende der »Aktiven Unternehmen Berchtesgaden«, Berni Zauner, bedauerte, dass mit der Schließung der Ausstellung ein kulturelles Highlight verloren geht, andererseits aber durch die neue Heimstatt der Romy-Schneider-Ausstellung am Königssee ein geeigneter Platz gefunden wurde. »Ich wünsche den Initiatoren alles Gute«, so Zauner.

Im Frühjahr 2015 soll das Romy-Schneider-Museum am Königssee mit einem feierlichen Festakt offiziell eröffnet werden. cw/tes