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Eindreiviertel Erden

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Basilikum und Schnittlauch
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Basilikum und Schnittlauch kann man immer wieder ernten. Foto: Heiko Wolfraum/dpa Foto: dpa

Wer Schnittlauch oder Basilikum im Kräutergarten hat, kann fast ständig ernten. Jedenfalls, wenn man nur so viel wegschneidet, wie auch wieder nachwächst. Ähnliches gilt auch für unseren Planeten. Doch die Menschen verbrauchen viel mehr, als die Erde erneuern kann.


Jeden Tag wachsen die Bäume auf der Erde ein Stückchen - und jeden Tag holzen Menschen Bäume ab. Jeden Tag schlüpfen Fische aus Eiern - und jeden Tag fangen Menschen Fische. Jeden Tag nehmen Pflanzen Gase auf, die das Klima verändern - und jeden Tag pusten Menschen mit ihren Maschinen wieder solche Gase in die Luft.

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Fachleute vergleichen diese beiden Seiten: Was unser Planet zur Verfügung stellt und was die Menschen insgesamt verbrauchen. Schon seit Jahrzehnten ist es so, dass dabei ein Ungleichgewicht herrscht. Die Menschheit nutzt zu viel Holz, isst zu viel Fleisch, Fisch und Getreide, verbrennt zu viel Öl und Gas und baut zu viele Häuser und Straßen.

An diesem Montag ist ein entscheidender Punkt erreicht. Dann hat die Menschheit verbraucht, was die Erde in einem ganzen Jahr erneuern kann. Die Experten meinen, dass wir ab Montag die Reserven der Erde anzapfen. So, wie wir leben, bräuchten wir eigentlich eindreiviertel Erden.

Durch diese Übernutzung verändert sich unser Planet. Zum Beispiel sorgen die Abgase in der Luft dafür, dass sich die Erde aufheizt. Dadurch sterben etwa Korallen massenweise ab. Auch holzen wir ständig mehr Regenwald ab. Dadurch zerstören wir den Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere.

Viele Umweltschutz-Organisationen finden: Wir müssen anders leben. Die Menschen sollten mehr an den Planeten denken, auf dem sie wohnen. Am Montag wollen sie an mehreren Orten in Deutschland demonstrieren, damit die Regierung mehr zum Schutz der Erde unternimmt.