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»Eine der schönsten Aufgaben«

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Thomas Kamm

Siegsdorf. Der 52 Jahre alte Thomas Kamm will Bürgermeister in Siegsdorf bleiben. Der gelernte Diplomingenieur für Maschinenbau hat drei Kinder. Er ist Mitglied der Unabhängigen Wählergemeinschaft Siegsdorf. Er ist seit 2008 im Amt.


Warum wollen Sie Bürgermeister in Siegsdorf bleiben?

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Das Amt des Bürgermeisters ist mit keiner anderen Aufgabe vergleichbar und zählt nach meiner Auffassung zu den wertvollsten und schönsten Aufgaben, für die man sich in unserer Gesellschaft bewerben kann. In den letzten sechs Jahren habe ich durch dieses Amt viele interessante Personen aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten kennenlernen dürfen, was mich auch persönlich weitergebracht hat. So kann ich trotz manch schwieriger und heikler Situation doch rückblickend sagen, dass ich noch keinen Tag bereut habe, an dem ich Bürgermeister war – und wenn es nach mir geht, sollte sich daran auch nichts ändern.

Welches Problem in Siegsdorf wollen Sie als erstes angehen, wenn Sie wiedergewählt werden?

Wirkliche Probleme haben wir eigentlich nur dort, wo wir nicht direkt eingreifen können, sondern auf andere angewiesen sind. Alles andere sind herausfordernde Aufgaben, die wir aber schon in der Vergangenheit angepackt haben. Da stehen in den nächsten Jahren Investitionen in Kindergarten, Schule, Straßen und Wege oder auch in die Breitbandversorgung unserer Gesamtgemeinde an. Sorgen bereiten mir zum Beispiel die Verkehrssituation in unseren Ortskernen und die Belebung unserer Ortsmitte, und zwar in Bezug auf Attraktivität und den Stopp der Geschäftsaufgaben.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Gemeinde?

Der gelebte Gemeinschaftssinn, der sich in über 60 Vereinen zum Ausdruck bringt und diese Lebensqualität ausmacht. Das, in Verbindung mit einer schönen Landschaft, hochqualitativen Arbeitsplätzen, bester Verkehrsanbindung und hohem Freizeitwert, ist für mich der große Pluspunkt unserer Gemeinde.

Wie würde Sie ein sehr guter Freund/Ihre Frau beschreiben?

Das fragen Sie am besten meine Frau beziehungsweise meine Freunde von den Quadrophonikern.

Welche starken Eigenschaften haben Sie? Wo liegen Ihre Schwächen?

Diese Frage stelle ich auch immer Menschen, die sich auf eine Stelle bewerben – und meistens verunsichere ich sie damit. Zu meinen Stärken zählt sicherlich, dass ich sehr gut zuhören und analysieren kann. Meine Schwäche ist dann aber auch, dass ich darauf oft zu viel Zeit verwende und dabei die Prioritäten meiner Tagesagenda durcheinandergeraten. Bisher ist mir diese Gratwanderung aber, glaube ich, noch immer geglückt.

Was wird nun aus der Ortsumfahrung in Eisenärzt? Wird sie überhaupt noch verwirklicht?

Die Ortsumfahrung von Eisenärzt ist dringend notwendig, keine Frage. Ich würde sie als ein Problem wie unter Punkt zwei definieren, da hier die Gemeinde nur indirekt eingreifen kann, da sie nicht Baulastträger ist und viele andere Beteiligte in den Prozess eingebunden sind. Ich persönlich hätte der Ortsumfahrung bei einer erfolgreichen Olympiabewerbung große Chancen auf eine Umsetzung gegeben, aber dieses Thema ist nun durch. Es gilt jetzt, mögliche Szenarien für einen Trassenverlauf zu entwickeln, zu bewerten und dann penetrant bei den Entscheidern vorstellig zu werden.