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Eine »Ehrensache« für die Abteilung

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Er leitete bei der WM das Ordner-Team an: DEC-Eishockey-Abteilungsleiter Olaf Becker.

Für ihn und seine Helfer war es wieder eine »Ehrensache«: Olaf Becker und seine Mitarbeiter waren bei der Eisschnelllauf-WM in Inzell für den Ordnungsdienst verantwortlich. »Es hat schon Tradition, dass die Abteilung Eishockey bei Eisschnelllauf-Großveranstaltungen in Inzell die Ordnerdienste macht«, erklärt der Eishockey-Abteilungsleiter.


Rund 35 Helfer pro WM-Tag waren für Beckers Team nötig. »Wir übernehmen die Zugangskontrolle an den Eingängen, bewachen die Notausgänge und kontrollieren auch zum Teil die Kleidung der Besucher. Auch beim Arena-Innenraum und bei den Siegerehrungen passen Helfer von uns auf – dort sind dann meist die 'alten Hasen' aktiv, denn da ist Erfahrung ganz wichtig«, betont der 55-Jährige. Den Zugang zur VIP-Tribüne dagegen und auch die Unterführung zum Infield bewacht inzwischen die Security – hier sind also Profis statt ehrenamtlicher Helfer im Einsatz.

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Für Becker und seinen routinierten Stellvertreter Paul Schmaus geht es darum, die Helfer gut einzuteilen und auch immer einige »Springer« als Reserve zur Verfügung zu haben. Das Team setzt sich vorwiegend aus der Oldies-Mannschaft und dem Hobby-Team (Eisbeißer) des DEC Inzell zusammen, teilweise sind auch Spieler der I. Mannschaft dabei. »Denn in der Zeit von Eisschnelllauf-Großveranstaltungen ruht unsere Abteilung ohnehin«, erläutert der Inzeller.

Hilfe kam heuer erstmals auch aus Trostberg. Mit dem TSV Trostberg hat man ja inzwischen beim Nachwuchs eine Spielgemeinschaft, »und da sind jetzt fünf Mann dabei, das ist schon toll«, freut sich der selbstständige Versicherungskaufmann und Inhaber einer Generalvertretung in Altenmarkt. »Zudem haben wir auch heuer wieder zwei Helfer aus Krefeld dabei, die kommen immer wieder gerne.«

Dass er zu seinem Posten für die Ordner kam, hängt natürlich auch mit der Abteilung Eishockey zusammen. »2008 hörte mein Vorgänger auf, und da mein Sohn damals noch Eishockey gespielt hat, habe ich das kommissarisch übernommen. Da wurde ich schon ganz schön ins kalte Wasser geschmissen«, lacht Becker. Seit 2009 wurde er – bei jeweils dreijähriger Amtszeit – mehrmals offiziell im Amt bestätigt.

Sein Sohn Florian allerdings wechselte bald ins Shorttrack-Lager, wo er in Dresden trainiert. Dort hatte er unlängst beim Weltcup in Dresden ein »Heimspiel« – zu dem Beckers Frau und Tochter als Zuschauer anreisten.

Sein Einsatz für die WM sei auch deshalb gut zu stemmen, »weil die hauptsächliche Arbeit für das Eishockey mit Terminplanung im Sommer stattfindet«, betont Olaf Becker. Natürlich gelte es, potenzielle Helfer rechtzeitig zu finden, »aber das ist kein Hexenwerk.«

Der 55-Jährige – früher selbst im Nachwuchs und dann später als Hobbyspieler im Eishockey aktiv – hat mit seinem Team übrigens weitgehend die Gelegenheit, bei den Wettkämpfen in der Max-Aicher-Arena zuzuschauen. »Die meisten sind ja ohnehin in der Halle eingesetzt, und während der Wettkämpfe muss ja nicht viel kontrolliert werden.« Diejenigen, die außerhalb der Halle die Zugangskontrolle machen, haben übrigens ebenfalls eine Chance: »Da tauschen wir auch immer wieder mal die Positionen durch, schließlich soll keiner zu lange draußen in der Kälte stehen.«

Der Dienst der Ordner beginnt täglich etwa eine Stunde vor Hallenöffnung. »Am Donnerstag waren wir also von gut 13 Uhr bis um 20 Uhr beschäftigt, das zieht sich schon hin«, weiß der 55-Jährige, dass seine Mitarbeiter einiges zu leisten haben.

Auch wenn nach dem Wettkampfende alle Zuschauer die Halle verlassen haben, gibt es noch etwas zu tun: »Da gehen wir dann nochmal alle durch die Halle und sammeln mit einigen Müllsäcken den Müll auf. Das schaffen wir aber meistens in gut einer Viertelstunde.« Es sind eben nicht nur die Sportler bei der Eisschnelllauf-WM flott unterwegs ... who

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