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Eine fast überzeugende Vorstellung

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Viel Verkehr herrschte immer wieder vor dem Dachauer Tor. Statt acht hätte der EVB auch doppelt so viele Tore erzielen können. Foto: Anzeiger/Wechslinger

Berchtesgaden – Nachdem die Eishockeymannschaft des EV Berchtesgaden in Dachau nur 2:2 gespielt hatte, liefen die Schützlinge von Trainer Manfred Mühllechner beim Rückspiel in Berchtesgaden am Dreikönigstag zu großer Form auf und besiegten den ASV Dachau klar mit 8:3 (3:1/3:2/2:0). Damit bestätigte der EVB seine Aufwärtsentwicklung, wenn der Gegner auch nicht zu den stärksten Teams gehört.


Vor 200 Zuschauern entwickelte sich von Beginn an ein heißes Match. Die Dachauer meinten wohl aufgrund der bisherigen Ergebnisse, in Berchtesgaden bestehen zu können. Doch die Gäste trafen auf einen zu allem entschlossenen Gegner, der viele Register seines Könnens zog.

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Bereits in der fünften Minute klingelte es erstmals im Dachauer Kasten. Die Berchtesgadener erspielten sich zwar weitere Chancen, ließen sich jedoch auch auf das Kampfspiel des Gegners ein und verloren immer wieder ihre spielerische Linie. Dies rächte sich nach 15 Minuten, als Dachau ausglich. Doch wie schon zuletzt holte der EVB zu einem Doppelschlag binnen 17 Sekunden aus, in denen das Team auf 3:1 davonzog. Dabei glänzten die Berchtesgadener besonders mit dem dritten Treffer, der gekonnt herausgespielt wurde.

Als Berchtesgaden im Mittelabschnitt wiederum in knapp drei Minuten drei weitere Treffer erzielt hatte und der entnervte Dachauer Goalie seinen Kasten für die Nummer zwei verließ, liebäugelten die 150 Zuschauer schon mit einem Kantersieg. Doch nicht alle Verteidiger spielten sicher und dies nützte Dachau noch vor Drittelende zu zwei Treffern, sodass es mit 6:3 in den Schlussabschnitt ging. Trainer Manfred Mühllechner behielt noch die offensive Taktik bei: »Gegen den eher schwachen Gegner wollte ich nicht auf Defensive und Torsicherung schalten. Dies sollte sich auch als richtig erweisen«, erklärte Trainer Manfred Mühllechner.

Nachdem der EVB durch die Dachauer Treffer etwas aus dem Tritt geraten war, fing sich das Team im Schlussabschnitt wieder und erzielte früh das 7:3, das wieder Ruhe ins Spiel brachte.

Eine umstrittene Spieldauerdisziplinarstrafe mit fünf Minuten in der Kühlbox ereilte den EVB sodann durch einen Kniecheck seines Mannschaftskapitäns Andreas Bräuer, der daher beim nächsten Match fehlen wird. Die Mannschaft überstand die lange Strafe auch deswegen unbeschadet, weil ein Gästespieler ebenfalls für zwei Minuten auf die Strafbank musste. In dieser Phase der beiderseitigen Unterzahl erzielte der EVB sogar noch das 8:3 zum Endstand.

Gegen diesen Gegner wäre sehr leicht ein Kantererfolg möglich gewesen. Dieses Manko erkannten auch der Trainer und der sportliche Leiter Rupert Kellerbauer, der sich dennoch insgesamt zufrieden zeigte. »Heute hat unsere Mannschaft über Strecken das gezeigt, was sie kann. Zu oft sind wir in dieser Saison nämlich unter Wert besiegt worden, aber uns fehlt halt ein Torjäger.« Dies dokumentieren auch vier Treffer von Verteidigern.

Skore: 1:0 (5.) C. Fegg/Irlinger/Kohl, 1:1 (16.), 2:1 (17.) Pflug/Brandner, 3:1 (17.) Zauner/Kohl/Bindig; 4:1 (23.) Bräuer/Brandner/Pflug, 5:1 (24.) Bindig/Zauner, 6:1 (25.) Zauner/Irlinger, 6:2 (26.), 6:3 (39.); 7:3 (46.) Rumpl/Bindig, 8:3 (49.) Giritzer/Pflug.

Strafen: EVB 17 + 30 Minuten Disziplinarstrafe, ASV Dachau 18 Minuten.

EV Berchtesgaden: T. Schäfer; Zauner, S. Fegg, Giritzer, Rumpl, S. Kohl, F. Schäfer, B. Bindig, Berreiter, Irlinger, Brandner, Wildmann, Heim, Gadringer, Bräuer, C. Fegg, Pflug. Christian Wechslinger