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Eine Klasse zu unterrichten muss man lernen

Hausaufgaben aufgeben. Tests korrigieren. Den Unterricht vorbereiten. Das sind nur einige Aufgaben eines Lehrers. Wie dieser Beruf funktioniert, muss man lernen. Deswegen gibt es das Lehramts-Studium.

Lehrer
Für den Job des Lehrers muss man viele Dinge können. Foto: Julian Stratenschulte/dpa Foto: dpa

Das Studium dauert etwa vier bis fünf Jahre, sagt die Fachfrau Ilka Hoffmann. Es besteht unter anderem aus den Fächern, die man später unterrichten will, etwa Deutsch und Mathe. Dazu kommen andere Fächer, wie Pädagogik. Dabei lernt man auch, wie man Kindern etwas beibringt.

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Zusätzlich zum Studium machen Lehramts-Studenten Praktika an Schulen. «So sollen sie herausfinden, ob ihnen das Unterrichten Spaß macht, und auch schon auf die Zeit nach dem Studium vorbereitet werden.» Nach dem Studium ist man aber nicht fertig. Dann folgt das Referendariat an einer Schule.

«Als Referendar unterrichtet man schon selbst eine Klasse, häufig auch ganz allein», sagt Ilka Hoffmann. Die Referendare werden dabei regelmäßig von Fachleuten geprüft. «Wer dann am Ende noch eine Prüfung besteht, ist ein ausgebildeter Lehrer.»

An vielen Schulen unterrichten aber auch Menschen ohne Lehramts-Studium. Der Grund: In Deutschland fehlen ausgebildete Lehrer. Am Mittwoch stellten Fachleute dazu eine Studie vor. Darin schlagen sie unter anderem vor, dass mehr Menschen ohne Lehramts-Studium an Schulen unterrichten sollten.

Solche Leute haben häufig ein Fach studiert, zum Beispiel Englisch oder Physik, sagt Ilka Hoffmann. Häufig unterrichten sie das dann und machen zusätzlich Kurse. «In denen wird ihnen vieles davon beigebracht, was Lehrer im Studium gelernt haben.» Daran gibt es aber auch Kritik. Manche Fachleute sagen: Wer ohne Lehramts-Studium unterrichten soll, muss vorher darauf vorbereitet werden.