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Eine Million Euro Staatszuschuss für Kinderkrippe

Erfreuliche Nachrichten hatte Oberbürgermeister Manfred Kösterke zu Beginn der letzten Stadtratssitzung: Stunden zuvor war der staatliche Förderbescheid für den Bau der Kinderkrippe neben dem städtischen Kindergarten bei der Stadtverwaltung eingetroffen. Demnach kann die Stadt mit einer staatlichen Zuwendung von 999 650 Euro für den Neubau an der Kindergartenstraße rechnen. Bereits am 3. September soll mit den Bauarbeiten begonnen werden; einen Großteil der Aufträge hat der Stadtrat in der Sitzung vergeben. Lediglich die Auftragsvergabe für die Zimmererarbeiten wird erst Ende dieses Monats erfolgen. Das Gremium ermächtigte den Oberbürgermeister dazu. In der Sitzung wurden keinerlei Zahlen genannt und es gab auch keine Nachfragen seitens des Gremium, ob es eventuelle Abweichungen von den kalkulierten Kosten gibt und wie hoch diese gegebenenfalls sind.

Zuletzt hatte es ja eine lange Debatte wegen der erheblichen Differenzen zwischen Kostenschätzung und Ausschreibungsergebnissen im Zusammenhang mit dem Neubau des Funktionsgebäudes im Sportzentrum Empfing gegeben. Nach Recherchen unserer Zeitung bewegen sich die Submissionsergebnisse für die Kinderkrippe im Rahmen der Kostenberechnung von Anfang April. Diese lag bei gut 795 000 Euro für die jetzt vergebenen Arbeiten. Tatsächlich werden die Kosten laut der Submissionsergebnisse um 1200 Euro niedriger sein. Bei der gewaltigen Kostenüberschreitung für das Funktionsgebäude im Sportzentrum Empfing waren die Mehrkosten vor einem Monat noch mit der »brummenden Konjunktur« begründet worden. Die Stimmungslage in der heimischen Wirtschaft scheint sich also gewaltig geändert zu haben.

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Der Stadtrat stimmte auch zu, dass Oberbürgermeister Kösterke die Erschließungsarbeiten für den Bereich Hochgernstraße erteilen darf. Das ist notwendig, weil im August keine Stadtratssitzung stattfinden wird, die Arbeiten aber im August beginnen müssen, damit sie noch heuer abgeschlossen werden können. Wie mehrfach berichtet, werden in dem Baugebiet Parzellen für gut 30 Häuser nach dem Einheimischenmodell ausgewiesen.