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Er holte sich den Sieg im Techniksprint und überzeugte auch im Distanzlauf: Tim Schneider vom TSV Siegsdorf. (Foto: Reiter)

Eine »phänomenale Sache« für den Skilanglauf-Nachwuchs

Hervorragende Erlebnisse, erfreuliche Ergebnisse: Zu einer rundum gelungenen Sache wurde für den heimischen Skilanglauf-Nachwuchs der erste Wettkampf des Deutschen Schülercups in diesem Winter. Die Rennen, die der SC Todtnau am Notschrei ausrichtete, konnten bei besten Bedingungen stattfinden. 


Noch mehr aber zählte für den Nachwuchs aus ganz Deutschland, dass erstmals nach gut zwei Jahren Pause überhaupt wieder ein Wettbewerb auf nationaler Ebene in diesen Altersklassen stattfinden konnte. »Das tut den Kindern sehr gut, das ist ja auch sozial sehr wichtig«, freut sich Gau-Schülertrainerin Michaela Hofmeister. Entsprechend groß war die Aufregung bei den Kindern, »dass man endlich mal wegfahren darf. Dass wir dann auch noch ein Wahnsinns-Teamergebnis erreicht haben, war natürlich phänomenal.«

Besonders begeistert war Hofmeister von den Auftritten ihrer Schützlinge im Techniksprint. Für die »Krönung« sorgte hierbei Tim Schneider vom TSV Siegsdorf, der sich bei den Schülern 15 sogar den Sieg holte. Pech hatte in dieser Klasse Justin Goldhahn (SC Ainring), der beim Überholversuch beim Slalom bergauf einfädelte und wertvolle Zeit verlor – dennoch wurde er noch Zwölfter. In der S 14 war Florian Wegscheider (SC Hammer) als Fünfter bester heimischer Sportler. Achter wurde Alex Naujokat (WSV Aschau), Zehnter Felix Egger (SV Oberteisendorf). Wertvolle Sekunden verlor Jimmy Wagner (SC Ruhpolding) durch einen Stockbruch, dennoch erkämpfte er den 18. Platz.

Mannschaftlich besonders stark war das Ergebnis bei den Schülerinnen 15: Bei geringen Zeitabständen schafften Rebecca Ladwig (3.), Lena Hofmeister (beide SV Oberteisendorf/5.), Daniela Brandner (WSV Bischofswiesen/6.) und Hannah Trinkwalder (SV Oberteisendorf/10.) jeweils Top-Ten-Plätze. Julia Kimmeringer (SC Ainring/33.) war gut unterwegs, fädelte aber beim Slalom ein und verlor daher viel Zeit.

Zu den Aufgaben gehörten unter anderem zwei Slalom-Abschnitte, ein Achter, eine Übung zum Drübersteigen und kurz vor dem Ziel ein rückwärts zu absolvierendes Tor. Hier erwiesen sich die Langläufer aus der Region III (Chiem- und Inngau) als sehr geschickt.

Grundsätzlich legt Trainerin Hofmeister ohnehin bei ihren Schützlingen viel Wert auf das Vielseitigkeits-Training, »aber dass es gleich so klappt ...« Sie betont: »Die Geschicklichkeit zu trainieren, ist ganz wichtig für die Zukunft, das muss man im Schülerbereich schon lernen.«

Dagegen sei es sinnvoll, dass »die großen Ausdauerblöcke eher ab dem Jugendalter im Training vorherrschend« seien – zumal im Schüleralter häufig auch der Stand der körperlichen Entwicklung die Ergebnisse mit beeinflusse. Gute Ergebnisse für die heimischen Athleten gab's aber auch im Distanzlauf. Bei den Schülerinnen 15 holte Hannah Trinkwalder vom SVO als Dritte sogar einen Podestplatz, auch Daniela Brandner (6.) und Katharina Staller (SVO/8.) schafften es in die Top Ten. In der S 14 war Anna Thaurer vom WSV Aschau als Sechste die beste heimische Sportlerin.

Hier wurden ebenso 5 km in klassischer Technik gelaufen. Bei diesen wurde Jimmy Wagner (SC Ruhpolding) Siebter. Für die Schüler 15 standen 7,5 km auf dem Programm – und Tim Schneider war als Zehnter wiederum stärkster heimischer Sportler. Das rundete die insgesamt erfreulichen Vorstellungen des Teams ab.

Hofmeister freut sich auch darüber, »dass wir eine super Unterstützung durch die Eltern hatten.« Für die rund 20 beteiligten Kinder »hatten wir einen Gepäckbus und vier VW-Busse für die Fahrt dabei. Zudem haben einige Eltern auch als Wachsler ausgeholfen«, lobt sie. Während Hofmeister und ihre zwei Trainerkollegen sich zur Betreuung ihrer Schützlinge verteilten, »hat unter anderem ein Papa alle Startnummern geholt. Eine Mama ist Ärztin und hat auch schon vor der Abfahrt die ganzen Tests gemacht.«

Auch im Schwarzwald wurde das Hygienekonzept genau beachtet. »Wir waren eine geschlossene Gruppe, und die ungeimpften Kinder wurden natürlich täglich getestet.« Dank dieser Vorsichtsmaßnahmen hofft man nun darauf, dass heuer auch die weiteren geplanten Deutschen Schülercups stattfinden können. Dessen nächstes Rennen ist für das Wochenende 5./6. Februar in Marienberg geplant, Ausrichter ist der ATSV Gebirge Gelobtland.

Zuvor aber freuen sich die heimischen Aktiven auf die zweite Station der Bioteaque-Langlauftournee im Rahmen der Sparkassen-Cups des SV Chiemgau: Diese soll am Sonntag, den 23. Januar ab 10 Uhr in Eisenärzt ausgetragen werden. »Seit Dienstag sind die Loipen dort wieder gespurt, und wenn das Wetter so bleibt, bekommen wir dort bestimmt gute Bedingungen«, hofft Hofmeister.

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