Gauschülertrainerin Alexandra Grießenböck künftig beim BSV

Eine reizvolle neue Aufgabe

Mit dem Auftritt ihrer Schützlinge beim Länder-Vergleichswettkampf in Lenzerheide (Schweiz) endete für Alexandra Grießenböck ihre Tätigkeit als Gauschülertrainerin im Biathlon. Acht Jahre war sie hier aktiv und betreute die Schüler vorwiegend der Altersklassen S 14 und 15, aber auch schon einige Einsteiger aus der S 13.

Sie hatte in den vergangenen Jahren immer ein gutes Auge auf ihre Schützlinge: Gauschülertrainerin Alexandra Grießenböck. (Foto: Wukits)

Grund dafür, dass Grießenböck als Trainerin aufhört, ist ein beruflicher Wechsel – der aber auch wiederum mit dem Sport zu tun hat. Die Ruhpoldingerin ist künftig in Vollzeit beim Bayerischen Skiverband (BSV) in München tätig. Dort ist sie in einer Arbeitsgruppe, die sich damit beschäftigt, berufliche Perspektiven für Sportler zu finden und zu erweitern. Denn: So wertvoll es ist, dass Bundeswehr, Bundespolizei und der Zoll zahlreichen Athleten finanzielle Sicherheit und eine Ausbildung anbieten: »Es ist nicht jedermanns Sache, da hinzugehen«, weiß die engagierte Trainerin.

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Es gebe schließlich Sportler, die eher an handwerklichen Berufen interessiert seien, ebenso einige, die gleich ein Studium anstrebten. »Da gibt es viele Möglichkeiten, aber das ist sowohl bei den möglichen Arbeitgebern als auch bei den Sportlern noch längst nicht so bekannt«, so Grießenböck.

Erst kürzlich hielt sie vor Firmenvertretern einen Vortrag zu genau diesem Thema – und bekam positive Resonanz. »Zwei Firmen haben gleich angeboten, sich da einzubringen, viele andere haben ihr Interesse gezeigt.« Auch von den heimischen Arbeitgebern gebe es potentielle Kooperationspartner.

Die Möglichkeiten auszuloten, wie so eine Zusammenarbeit aussehen könnte, Verständnis dafür zu wecken, dass die Arbeitgeber dann wegen des Trainings und der Wettkämpfe teilweise nur eingeschränkt auf ihre Angestellten zurückgreifen können – all das gehört zu den Gebieten, die Grießenböck künftig bearbeitet. Zunächst ist das BSV-Projekt auf den Skisport ausgelegt, »aber Ziel ist es, das in der Zukunft sogar für alle olympischen Sportarten anbieten zu können«, so Grießenböck. Ganz weg vom Team ist sie ohnehin nicht: »Eventuell kann ich ab und zu einmal in der Woche beim Training helfen.«

Ab Mai geht es für sie in München in Vollzeit los, »aber bereits seit vergangenem September habe ich dort schon zwei Tage pro Woche nebenbei gearbeitet«, erklärt sie. Natürlich sei es »schon auch schade«, dass sie nun ihr Team verlassen müsse. Schließlich war sie dort acht Jahre mit großer Begeisterung dabei und betreute zuvor bereits als Langlauftrainerin viele heimische Talente. »Da waren auch Dominic Reiter und Marco Groß dabei«, erinnert sie sich an die Anfänge der Talente des SC Ruhpolding, die mittlerweile in höheren Altersklassen im Biathlon-Deutschlandpokal vorne mitmischen.

Und wer weiß: Vielleicht wird ja Grießenböck im Rahmen ihrer neuen Tätigkeit wieder für ehemalige Schützlinge von sich im Einsatz sein. who