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Eine Sonde saust zum Planeten Merkur

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Kawumm!
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Mit dieser Rakete wurde die Sonde Bepi auf ihre lange Reise geschickt. Foto: Jm Guillon/AP/2018 ESA-CNES-Arianespace/dpa Foto: dpa

Über den Planten Merkur wissen wir Menschen recht wenig. Aber Wissenschaftler wollen den kleinen Planeten besser kennenlernen und genauer untersuchen. Dafür haben sie eine Sonde ins Weltall geschickt.


Drei, zwei, eins - kawumm! Mit lautem Donner hebt die Rakete vom Weltraumbahnhof ab. Als sie in den Nachthimmel schießt, sieht sie aus wie ein fliegender Feuerball. Zu sehen war das am Wochenende in dem Land Französisch-Guayana in Südamerika. Dort steht der Weltraumbahnhof mitten im Dschungel.

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An Bord der Rakete waren keine Menschen, sondern eine besonders kostbare Weltraumsonde. Dieses von Forschern gebaute Flugobjekt hat sogar einen Namen: BepiColombo. Viele nennen sie aber einfach Bepi.

Bepi hat eine große Aufgabe vor sich. Die Sonde soll zum Planeten Merkur fliegen. Dafür muss sie einen sehr weiten Weg im Weltall zurücklegen. Für ihre Reise wird Bebi sieben Jahre brauchen!

Dabei überwachen und steuern Forscher Bepi die ganze Zeit von der Erde aus. Ob sie tatsächlich den kleinen Planeten erreicht, wissen sie noch nicht sicher. Denn auf einer so weiten Reise kann trotz guter Vorbereitung und komplizierten Berechnungen etwas schief gehen.

Ein Problem ist zum Beispiel: Der Merkur umkreist die Sonne sehr nah. Würde Bepi vom geplanten Weg abkommen, könnte die Sonde in der Hitze der Sonne verglühen. Dann wäre alle Arbeit umsonst gewesen.

Auch der Merkur selber ist sehr heiß. Die Forscher vergleichen ihn mit einem Pizzaofen. Deshalb haben sie für Bepi einen Schutzpanzer gegen die Hitze gebaut. Denn im Innern der Sonde steckt viel Technik, die nicht zu warm werden darf.

Wenn die Sonde dann den Merkur erreicht, soll sie sich in zwei Teile aufteilen. Beide Teile werden ein Jahr lang um den Planeten kreisen. An Bord haben sie Messinstrumente und Fotoapparate. Die sollen Bilder vom Merkur machen und Daten über ihn und seine Umgebung sammeln.

Auch wenn es noch Jahre dauert, bis Bepi die Geheimnisse von Merkur lüften kann. Die Forscher auf dem Weltraumbahnhof jubelten schon jetzt. Denn der Start der Sonde hat schon mal gut geklappt.