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Einen wichtigen Punkt geholt

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Tsvyatko Petkov vom TSV Berchtesgaden sorgte beim wichtigen 2:2-Punktgewinn in Fridolfing für den wichtigen Ausgleichstreffer. (Foto: Wechslinger)

In einem existenziellen Fußballmatch standen sich vor gut 100 Zuschauern das Schlusslicht TSV Fridolfing und der nur drei Punkte besser liegende TSV Berchtesgaden gegenüber. Durch das 1:1-Unentschieden in Fridolfing blieb der Abstand gleich, was am Ende entscheidend sein kann. Genauso eng wie sich die Tabellensituation darstellte, verlief auch das höchst interessante Match.


Der TSV Fridolfing musste auf seine beiden besten Spieler verzichten. Doch auch der TSV Berchtesgaden hatte wieder nur einen Spieler auf der Auswechselbank. Berchtesgaden begann vehement mit direktem Zug zum Tor, das bereits in der fünften Minute entscheidend getroffen worden ist. Christian Winkler erlief einen Pass von Christian Lindner aus der Tiefe, startete durch und schob am Torhüter vorbei zum Führungstreffer ein.

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Danach diktierten auf dem großen Fridolfinger Fußballplatz die Berchtesgadener Gäste die Begegnung, vermochten aber aus ihrer Überlegenheit keinen weiteren Treffer mehr zu erzielen. Wie aus dem Nichts glich der TSV Fridolfing durch Josef Pallauf Sekunden vor dem Halbzeitpfiff aus.

Für die Psyche der Spieler sind Tore so kurz vor einer Unterbrechung natürlich Gift. Und so glückte dem Schlusslicht nur wenige Sekunden nach Anpfiff der zweiten Spielhälfte der Führungstreffer durch Michael Schauer. Nachdem die Begegnung danach ohne zwingende Chancen verlief, durfte sich Berchtesgaden glücklich schätzen, in der 70. und der 74. Minute keinen weiteren Gegentreffer mehr zu kassieren.

Doch wer seine guten Möglichkeiten vergibt bekommt oft prompt die Quittung. So geschehen am Maifeiertag, als Christian Lindner eine seiner bekannt präzisen Ecken auf Tsvyatko Petkov zirkelte, der mit einem wahren Strich in der 75. Minute ausglich. Jetzt war plötzlich wieder der TSV Berchtesgaden am Drücker. Doch Stefan Sontheimer hatte Pech, als sein Schuss nach einer Volleyannahme genau den Torhüter getroffen hat. Wenig später war neuerlich Winkler durch, wurde aber vor dem Torschuss gerade noch geblockt.

»Die Mannschaft hat wie schon in Oberteisendorf bis zum Letzten gekämpft und alles gegeben. Hut ab vor dieser Truppe«, lobte Trainer Richard Hartmann seinen letzten Haufen. Schiedsrichterin Rebecca Redinger vom SV Gendorf-Burgkirchen zeigte auf beiden Seiten nur je eine gelbe Karte, das spricht nicht nur für die Mannschaften im Abstiegskampf, sondern auch für die Qualität der Spielleiterin. Von sieben Mannschaften, die noch vom Abstieg bedroht sind, hat der TSV Berchtesgaden das leichteste Restprogramm und sollte am Ende noch im Mittelfeld landen. Am schwersten, die Klasse zu halten, werden es der SV Oberteisendorf, TSV Fridolfing, TSV Heiligkreuz, SV Laufen und der SV Linde Tacherting haben. Der FC Bischofswiesen sollte sich wie der TSV Berchtesgaden bald seiner Abstiegssorgen entledigen.

TSV Berchtesgaden: Stefan Schach; Christoph Heindl, Florian Popp, Marek Brazina, Tobias Botzenhard, Christian Lindner, Tsvyatko Petkov, Andreas Hartmann, Stefan Sontheimer, Robert Reichlmeier (51. Tobias Dollinger), Christian Winkler. Christian Wechslinger