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Einsätze in Flüchtlings-Unterkünften gehören zum täglichen Dienst

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Foto: Polizeipräsidium Oberbayern Süd
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Foto: Polizeipräsidium Oberbayern Süd (Archivbild)

Der Großeinsatz in der Traunreuter Unterkunft für Asylbewerber stieß auf große öffentliche Diskussionen – nun erklärt die Polizei ihre Maßnahmen, betont aber zugleich, dass das System keineswegs perfekt ist.


Am Dienstag durchsuchte die Polizei in einem Großeinsatz die Asylunterkunft in Traunreut und überprüfte die Personalien der 136 Bewohner (zum Artikel). Das große Polizeiaufgebot warf in der Bevölkerung Fragen auf, die das Polizeipräsidium Oberbayern Süd nun klären will.

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Polizeieinsätze in Unterkünften von Asylbewerbern gehören aktuell zum täglichen Dienst, so das Polizeipräsidium auf seiner Facebook-Seite. Dabei reicht das Spektrum von Prävention bis hin zu Tötungsdelikten. Knapp 50 Einsätze verzeichnete man in Trostberg und Traunreut seit Oktober 2016.

Auftrag der Polizei ist die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Das schließt auch die Grundgedanken von Asyl (gem. Artikel 16a GG) ein – nämlich bedürftigen Menschen Schutz zu bieten, die aus anderen Teilen der Welt vor Gewalt, Krieg und Terror fliehen.

"Natürlich ist das System keineswegs perfekt", lässt man von Seiten der Polizei verlauten. Deshalb werde auch gegen "schwarze Schafe" unter den Flüchtlingen vorgegangen, die Straftaten begehen, das Sicherheitsgefühl stören und damit die große Mehrheit friedlicher Asylbewerber in Misskredit bringen.

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