weather-image
22°

Einsatzkräfte stellen Löscharbeiten ein – Waldbrand in Kiefersfelden unter Kontrolle

4.6
4.6
Bildtext einblenden
Foto: Josef Reisner/dpa
Bildtext einblenden
Foto: Josef Reisner/dpa
Bildtext einblenden
Rauchschwaden ziehen aus dem Wald am Schwarzenberg (Foto: Josef Reisner/dpa)

Kiefersfelden – Tagelang brannte es auf rund 10 Hektar am Schwarzenberg in Oberaudorf. Am Samstagnachmittag konnte der Brand zunächst gelöscht werden. Doch seit Sonntag steht das Waldstück erneut in Flammen. Inzwischen ist der Brand aber unter Kontrolle.


Update, Dienstag:

Anzeige

Nachdem seit Sonntag wieder Löscharbeiten am Schwarzenberg im Gange waren, wird das Brandgebiet derzeit kontrolliert überwacht. Löscharbeiten finden damit zur Zeit keine statt.

Die Regenfälle der vergangenen Nacht waren natürlich hilfreich. Deshalb konnten die Löscharbeiten am Schwarzenberg eingestellt werden. Die Situation am Berg wird aber in regelmäßigen Abständen von den Einsatzkräften überwacht und kontrolliert.

Update, Montagnachmittag:

Am heutigen Montagmorgen untersuchten Erkundungstrupps von Feuerwehr und Bergwacht das Ausmaß des Brandes, unterstützt wurden die Helfer dabei aus der Luft von einem Polizeihubschrauber.

Nachdem gegen 10 Uhr beim Überflug noch einige Glutnester festgestellt wurden, erfolgte die Brandbekämpfung, wie in den letzten Tagen, sowohl vom Boden aus, als auch aus der Luft. Ein Hubschrauber einer österreichischen Firma transportierte mit seinem Löschwasserbehälter ab 12.45 Uhr Wasser ins Zielgebiet auf den Schwarzenberg. 

Im Einsatz sind seit heute rund 60 Helfer der Feuerwehren Kiefersfelden und Mühlbach sowie der Bergwacht. Möglicherweise werden die Löscharbeiten zur Bekämpfung der Glutnester noch mehrere Tage in Anspruch nehmen.

Update, Sonntagabend:

Schlechte Nachrichten kommen heute erneut vom Schwarzenberg in Kiefersfelden: Dort sind die Brände wieder aufgeflammt.

In dem schwer zugänglichen Bereich, in dem es an den vergangenen Tagen gebrannt hatte, bemerkten Passanten heute gegen 15.30 Uhr starke Rauchentwicklung. Zwei kleinere Brandherde hatten sich bereits durch den Wind ausgebreitet.

Derzeit sind eine Vielzahl von Einsatzkräften alarmiert. Auch ein Hubschrauber der Bayerischen Polizei ist im Einsatzgebiet unterwegs. Weitere Maschinen zum Löschen der Brände wurden angefordert.

Das Rosenheimer Landratsamt hat bislang noch keinen Katastrophenfall ausgerufen, aber die Führungsgruppe Katastrophenschutz einberufen.

Am Donnerstag war dort der erste Brand ausgebrochen. Feuerwehr und Bergwacht waren tagelang im Einsatz. Am Samstagabend meldete die Polizei, der Brand sei gelöscht und alle Einsatzkräfte seien aus dem Einsatz entlassen worden.

Ein Restrisiko blieb allerdings. Es gebe in dem Gelände viele Felsspalten und kleinere Höhlen, die derzeit nicht begehbar seien und in denen vielleicht noch Glut lodere, hatte Sebastian Leitner, erster Kommandant der Feuerwehr Mühlbach, erklärt, bevor Zeugen erneut Rauch am Schwarzenberg bemerkten. "Deshalb werden wir das Gebiet sicherlich auch in den nächsten Wochen beobachten", sagte er.

Bildtext einblenden
Foto: Josef Reisner/dpa

Meldung vom Samstagabend:

Der Waldbrand, der in den letzten Tagen unzählige Einsatzkräfte in Atem hielt, konnte heute im Laufe des Tages gelöscht werden. Das teilt die Polizei mit.

Die Bekämpfung des Waldbrandes auf dem Schwarzenberg war am Ende des Nachmittags erfolgreich. Die Brände und auch die Glutnester konnten gelöscht werden. Daraufhin hatte das Landratsamt bereits den Katastrophenfall aufgehoben.

Gegen 18.15 Uhr wurden am Samstag sämtliche Löscharbeiten eingestellt und alle Einsatzkräfte aus dem Einsatz entlassen.

Lediglich die Feuerwehr Mühlbach wird in regelmäßigen Abständen bis Sonntag Abend den Brandbereich kontrollieren, um ein erneutes Aufflammen des Waldbrandes zu verhindern.

Meldungen vom Freitag:

Update, 16 Uhr:

Die tiefhängenden Wolken und Nebelschwaden haben sich gelichtet: Nachdem sich die Sicht im Brandgebiet deutlich verbessert hat, können nun zwei Löschhubschrauber starten.

Außerdem bekämpfen Einsatzkräfte von Feuerwehr und Bergwacht einzelne Glutnester des torf-haltigen Bodens inzwischen von der Seite der Ramsauer Alm aus. Sie werden über einen rund 7000 Liter fassenden Tank mit Löschwasser versorgt. Der Tank wird im Pendelbetrieb mit neuem Löschwasser befüllt.

Derzeit wird das vom Waldbrand betroffene Gebiet auf rund zehn Hektar geschätzt.

Bildtext einblenden
Foto: Josef Reisner/dpa

Update, 15.34 Uhr:

"Wir haben noch Glutnester. Wir wissen nicht, wie viele es sind", sagte eine Sprecherin des Landratsamts Rosenheim. Denn wegen schlechten Wetters konnten am Freitag bis zum frühen Nachmittag keine Helfer mit Hubschraubern starten, um die Lage von oben einzuschätzen und weiter zu löschen. Das Gelände am Schwarzenberg ist aber nur aus der Luft erreichbar. "Das Gebiet ist wirklich sehr, sehr unwegsam und steil."

Seit dem frühen Morgen hatte es in der Gegend geregnet. "Wir wissen nicht genau, wie viel Arbeit uns der Regen abgenommen hat", sagte die Sprecherin. Am Donnerstag hatte es zuletzt auf einer Fläche von rund 300 mal 500 Metern gebrannt. Rund 200 Kräfte waren im Einsatz. Immer wieder starteten neun Hubschrauber mit ihren Löschwasserbehältern.

Das Landratsamt hat den Katastrophenfall ausgerufen, weil damit die unterschiedlichen Einsatzkräfte zentral über das Landratsamt koordiniert und alle nötigen Ressourcen angefordert werden können.

Die Rauchfahne der brennenden Bäume war am Donnerstag kilometerweit zu sehen gewesen. Zeitweise gab es Sorgen, das Feuer könne auf die Ramsauer Alm auf rund 1090 Meter Höhe übergreifen. Die bei Wanderern beliebte Alm war bereits früh evakuiert worden, Einsatzkräfte richteten einen Pendelverkehr ein, um Löschwasser auf den Berg zu bringen. Feuerwehrkräfte nässten den Boden, um ein Übergreifen der Flammen auf die Alm zu verhindern. Die Ursache für das Feuer war auch am Freitag noch unbekannt.

dpa/lby

Update, 11.36 Uhr:

Nach wie vor können die Hubschrauber nicht zur Löschung des Brandes eingesetzt werden, so das Landratsamt. Zu den Wolken kommt inzwischen auch Nebel auf, der die Sicht für den Flugbetrieb weiter verschlechtert.

Sobald wie möglich, soll ein Hubschrauber der Bayerischen Landespolizei mit einer Wärmebildkamera das betroffene Gebiet am Schwarzenberg überfliegen. um das genaue Ausmaß zu dokumentieren.

Update, Freitag, 11.20 Uhr:

Die Löschhubschrauber können bisher für die Löschung des Brandes aus der Luft nicht eingesetzt werden. Grund dafür sind tiefhängende Wolken, die die Sicht der Piloten erheblich beeinträchtigen.

Laut Informationen des Rosenheimer Landratsamtes glimmt der Torfboden weiterhin. Die gute Nachricht ist, dass es seit etwa 5 Uhr morgens stark regnet.

In Mühlau stehen derzeit fünf Hubschrauber bereit. Einer ist von der Bundespolizei, zwei von der Landespolizei und zwei weitere aus Tirol (Heli Austria).

Feuerwehrkräfte können weiterhin nicht in das Brandgebiet vorrücken. Dafür ist das betroffene Gelände an den Brandherden zu steil. Die Feuerwehrleute konzentrieren sich stattdessen auf das Umfeld der Ramsauer Alm. Insgesamt sind knapp 200 Feuerwehrler im Einsatz.

Durch den Wind hat sich die Glut im Laufe der Nacht auf etwa 500 mal 300 Meter ausgebreitet (150.000 Quadratmeter). Die Wache der Feuerwehr auf der Ramsauer Alm löste in der Nacht keinen Alarm aus.

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Rosenheim nahm um 7.30 Uhr ihre Arbeit wieder auf. Die Hubschrauber für die Löscheinsätze sollten ursprünglich um 8.30 Uhr ausrücken.

Über 300 Einsatzkräfte gefordert

Insgesamt waren bis zum Donnerstagabend bereits 250 Kräfte von Feuerwehr, Bergwacht und Polizei vor Ort. Wie das BRK am Freitagmorgen mitteilt, sind seit dem Morgen 70 Rot Kreuzler im Einsatz. Die ehrenamtlichen Helfer versorgen die anderen Einsatzkräfte mit Kaltgetränken und bereiteten Gulaschsuppe zur Stärkung vor. Die Bergwacht ist mit 30 Einsatzkräfte vor Ort.

Meldungen vom Donnerstag:

Wegen eines größeren Waldbrandes am Schwarzenberg in Kiefersfelden im Bereich der Ramsauer Alm hat das Landratsamt Rosenheim am Donnerstagnachmittag den Katastrophenfall ausgerufen.

Am späten Vormittag wurde der integrierten Leitstelle eine Rauchentwicklung im Bereich der Ramsauer Alm gemeldet. Eine Streife der Polizei Kiefersfelden konnte dort offenes Feuer und starke Rauchentwicklung feststellen.

Der Brandherd liegt an einem zu Fuß unzugänglichen steilen bewaldeten Berghang unterhalb eines Gipfels. Daraufhin wurde die Hubschrauberstaffel der Polizei alarmiert. Gleichzeitig wurden die umliegenden Feuerwehren ebenfalls verständigt.

Der Brand ist noch nicht unter Kontrolle (Stand: 15.30 Uhr). Über die Dauer der Löscharbeiten kann im Moment nichts gesagt werden. Die Ramsauer Alm wurde von der Polizei und der Bergwacht vorsorglich evakuiert.

Der Brand erstreckt sich in einem Gebiet von mindestens 30 auf 70 Meter. Im Einsatz sind vier Hubschrauber der Polizei, 135 Feuerwehrleute sowie 30 Bergwachtler und mehrere Streifenfahrzeuge der Polizei.

Wenige Minuten nach 16 Uhr hat das Landratsamt in Rosenheim den Katastrophenfall ausgerufen.

red/fb/dpa_lby