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Einsturzgefährdetes Gebäude: Anwohner dürfen zurück

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Einsturzgefährdetes Haus
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Schäden an einem denkmalgeschützten und einsturzgefährdeten Haus. Foto: Jeremy Ritzer Foto: dpa

Memmingen (dpa/lby) - Bewohner in der Nähe eines einsturzgefährdeten Gebäudes in der Memminger Innenstadt dürfen in ihre Wohnungen zurück. Sie hatten die Nacht in Notunterkünften verbracht. Die acht Mieter und unmittelbaren Nachbarn des betroffenen Hauses müssen allerdings noch warten. »Wir nehmen das Gebäude derzeit genau in Augenschein und prüfen, ob es überhaupt wieder beziehbar ist«, sagte Oberbürgermeister Manfred Schilder (CSU) am Freitag. »Die Gemäuer als solches scheinen aber in gutem Zustand zu sein.«


Eine Baufirma hatte bei einer statischen Prüfung am Donnerstag eine akute Einsturzgefahr des Dachstuhls des denkmalgeschützten Gebäudes festgestellt. Zuvor war der schiefe Schornstein des rund 600 Jahre alten Färberhauses aufgefallen. Die Stadt Memmingen hatte sich daraufhin für einen kontrollierten Einsturz des Dachstuhls entschieden. Insgesamt 35 Personen aus sieben Wohnhäusern wurden evakuiert.

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Neben dem Färberhaus dürfen auch das gegenüberliegende Evangelisch-Lutherische Dekanat sowie ein Nebengebäude weiterhin nicht betreten werden. »Bei den Bauarbeiten könnte der Giebel auf das Nachbargebäude stürzen«, erklärte Schilder. Am Freitag wurde ein Turmdrehkran aufgestellt, die Arbeiten sollen am Wochenende fortgeführt werden. Bereits am Donnerstagabend war der Schornstein abgerissen worden, um den Dachstuhl vorerst zu entlasten. Ziel ist es, die darunterliegenden Geschosse zu erhalten.

Stadt Memmingen Presse