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Eintracht ohne »Feuer« - Wolfsburg beendet Sieglos-Serie

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Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg
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Frankfurts Erik Durm (l) und Wolfsburgs Jerome Roussillon kämpfen um den Ball. Foto: Uwe Anspach/dpa Foto: dpa

Eintracht Frankfurt kann gegen den VfL Wolfsburg nicht gewinnen. Nun müssen die Hessen mit dieser 0:2-Niederlage zum Europa-League-Spiel beim FC Arsenal reisen. Die Niedersachsen beendeten dagegen eine Mini-Krise von zuvor vier verlorenen Pflichtspielen.


Frankfurt/Main (dpa) - Nach dem Abpfiff standen die Fußballprofis von Eintracht Frankfurt ratlos zusammen.

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»Das Feuer hat gefehlt. Wir haben uns schwer getan und uns den Schneid abkaufen lassen«, sagte Eintracht-Mittelfeldspieler Djibril Sow nach der ersten Heimniederlage in der aktuellen Bundesligasaison beim 0:2 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg. »Woran es gelegen hat, ist schwer zu sagen.«

Vor dem Europa-League-Spiel am Donnerstag beim FC Arsenal ist die vierte Heim-Pleite in Serie gegen die Niedersachsen eine Hypothek. »Die Trauben werden dort hochhängen«, sagte Eintracht-Cheftrainer Adi Hütter nach der enttäuschenden Leistung seiner Mannschaft, für die er keine Ausrede hatte: »Wir müssen uns an die eigene Nase fassen.«

Für den Führungstreffer der Gäste sorgte vor 50.700 Zuschauern der Niederländer Wout Weghorst (19. Minute). Dem zweiten Tor für die Gäste durch Joao Victor (65.) ging ein grober Fehler von Eintracht-Torwart Felix Wiedwald voraus. Die Wolfsburger kamen nach vier verlorenen Pflichtspielen wieder zu einem Erfolg.

Die Eintracht-Profis wollten die Negativserie gegen die Niedersachsen beenden, mussten allerdings schnell einen Rückschlag wegstecken. Während Ersatzkeeper Wiedwald, der für den wegen eines Infekts ausgefallenen Frederik Rönnow im Tor stand, gegen den steil geschickten Admir Mehmedi (6.) und gegen William (11.) stark parierte, war er kurz danach bei Weghorsts Kopfball machtlos.

Mit seinem sechsten Treffer im zwölften Liga-Spiel beendete der Niederländer eine drei Partien andauernde Tor-Flaute. Weghorsts bei der Eintracht stürmender Landsmann Bas Dost, der von 2012 bis 2016 in Wolfsburg spielte, konnte dagegen kaum Akzente setzen.

Nachdem Sekunden vor dem Abpfiff der ersten Hälfte Marcel Tisserand die Gelb-Rote-Karte sah, mussten die Wolfsburger in Unterzahl den Vorsprung verwalten. »Das hat uns eher stärker gemacht«, sagte Weghorst nach dem »sehr wichtigen Sieg«. Die Hessen fanden auch gegen zehn Gegenspieler keine Wege, das Spiel noch zu drehen. Denn der VfL verteidigte in Unterzahl geschickt und hatte die Möglichkeit zum zweiten Treffer durch Jeffrey Bruma. Er köpfte eine Hereingabe von Arnold wuchtig auf das Tor, doch Wiedwald war erneut zur Stelle.

Der Frankfurter Schlussmann wurde jedoch nach seinen guten Taten am Ende zum Wegbereiter des Erfolgs für Wolfsburg. Nach einer Rückgabe von seinem Verteidiger Martin Hinteregger traf Wiedwald den Ball beim Wegschlagen nicht richtig und spielte ihn vor die Füße von Joao Victor. Der Brasilianer nahm das Geschenk an und schoss zum 2:0-Endstand ein. »Ich muss ihn in Schutz nehmen. Er hat ein gutes Spiel gemacht und einen Fehler gemacht«, sagte Hütter.

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