Einzelne Weltcup-Einsätze als »ein realistisches Ziel«

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Nicht nur an seiner Trainingsstätte in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena flott unterwegs: Biathlet Dominic Schmuck vom SC Schleching. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Er hat die Saison mit einem Sieg beendet – und kann auch insgesamt mit dem Verlauf des Winters 2020/21 weitgehend zufrieden sein: Biathlet Dominic Schmuck vom SC Schleching. Der 24-Jährige holte beim letzten IBU-Cup in Obertilliach nämlich mit der deutschen Mixed-Staffel – zu der auch noch Marion Deigentesch (SV Oberteisendorf), Hanna Kebinger (SC Partenkirchen) und Lucas Fratzscher (WSV Oberhof) gehörten – den ersten Platz vor Norwegen und Tschechien.


»Ja, das war ein toller Abschluss für mich. Es war cool, dass ich relativ sicher immer Teil der Staffeln sein konnte«, freut er sich –- denn bei der EM gab's Silber mit der Mixed-Staffel und beim Saisonbeginn am Arber einen Sieg mit der Männerstaffel mit Justus Strelow (SG Stahl Schmiedeberg), Danilo Riethmüller (WSV Clausthal-Zellerfeld) und Philipp Nawrath (SK Nesselwang/Stützpunkt Ruhpolding).

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Insgesamt war es »rückblickend wohl wirklich meine bisher beste Saison, auch vom Gefühl her. Ich habe immerhin den Anschluss nach ganz oben hergestellt. Zwar hat es noch nicht zu einem Weltcup-Einsatz gereicht, aber das ist jetzt ein realistisches Ziel«, freut sich Schmuck, der sich als Angehöriger der Bundespolizei voll auf seinen Sport konzentrieren kann.

Dabei war auch die Kontinuität auf der Trainerposition ein Vorteil für ihn: »Ich bin jetzt seit drei Jahren bei Remo Krug (Inzell., Anm. d. Red.) im Training. Wir haben uns im Laufe der Zeit immer besser kennengelernt und können uns noch genauer austauschen.« Zudem könne er inzwischen dank seiner jahrelangen Erfahrung auch besser mit dem Druck umgehen.

Auch die Vorbereitung verlief reibungslos. »Heuer war ich wegen der Corona-Maßnahmen den ganzen Sommer am Stützpunkt in Ruhpolding zum Training, auch die B-Kader-Lehrgänge fanden dort statt.« So konnte er sich gut vorbereiten, und an seinem Programm wurden »nur ein paar Feinheiten« geändert.

Schmuck konnte sich im abgelaufenen Winter zudem über seine zweite EM-Teilnahme freuen. Auch diese verlief erfolgreich – bis auf den 20-km-Einzellauf zum Auftakt. »Da hatte ich im zweiten Schießen drei Fehler, das war nicht so gut«, kommentiert er seinen 28. Platz in Duszniki Zdroj (Polen). Aber bereits im Sprint (9. Platz/1 Fehler) und der Verfolgung (8./3) »bin ich ziemlich knapp an den Medaillen vorbei, das war jeweils ein Schießfehler zuviel. Es war schade, hat mir aber Mut gegeben.«

Und Schmucks Hoffnungen erfüllten sich: Er durfte in der Mixed-Staffel mitmachen. Dort holte er gemeinsam mit Vanessa Voigt (SV Rotterode), Marion Deigentesch (SV Oberteisendorf) sowie Philipp Nawrath die Silbermedaille.

Nur eine Staffel versäumte er, nämlich beim Männer-Rennen der zweiten Wettkampfwoche des IBU-Cups in Osrblie (Slowakei). Als dieses stattfand, war Schmuck nämlich schon längst abgereist. Nach dem Sprint in der ersten Wettkampfwoche wies er Erkältungssymptome auf. »Das war zwar schade, aber die richtige Entscheidung. Gerade in der Corona-Phase galt es, auf Sicherheit zu gehen, auch wenn die Tests negativ waren.« Für die Heimfahrt »hat mir der Trainer dann sein Auto ausgeliehen – er musste dann mit einem Athleten-Bus nach Hause fahren«, schmunzelt Schmuck. So bedauerlich es war, dass er dadurch vier Einzelwettkämpfe versäumte: Letztlich war der 17. Platz in der IBU-Cup-Gesamtwertung (223 Punkte) für ihn ein gutes Ergebnis.

Dass der Schlechinger beim Saisonabschluss in Obertilliach noch einmal gut in Form war, tat ihm zusätzlich gut. Denn dort gab's nicht nur den Staffel-Erfolg, sondern auch im ersten Sprint – zeitgleich mit dem Norweger Erlend Bjöntegaard – den geteilten 4. Platz und damit das bislang beste IBU-Cup-Einzelergebnis in der Karriere des Schlechingers. Nur 2,3 Sekunden hatten dabei zum ersten Podestplatz in einem IBU-Cup-Einzelrennen gefehlt.

Derzeit hat er etwas Pause. Schmuck hatte seine Ausbildung bei der Bundespolizei schon länger abgeschlossen, doch normalerweise wäre zuletzt eine Ausbildungswoche angestanden. Diese wurde als Vorsichtsmaßnahme wegen Corona abgesagt. »Das ist schade, weil man da sonst auch Sportler aus anderen Disziplinen trifft«, bedauert er. Doch dadurch sei der Urlaub, den er ohnehin daheim verbringe, eben noch etwas länger. »Zuletzt war es richtig cool, dass es nochmal Schnee gab, den konnte ich gut nutzen«, freut er sich.

Wenn es in der Vorbereitung ab Mai wieder zur Sache geht, will Schmuck sich weiter verbessern. Nach den Fortschritten, die er in der vergangenen Saison vor allem im Zusammenspiel von Laufen und Schießen bereits festgestellt hatte, soll es »konstant immer weiter« nach vorne gehen. Das Ziel sei es schließlich, sich allmählich auch im Weltcup zeigen zu können. »Dadurch, dass Simon Schempp und Arnd Peiffer ihre Karrieren beendet haben, ist da ja auch mehr Raum für uns Jüngere«, weiß der 24-Jährige um die gestiegenen Chancen. Und die will er nutzen ... who

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