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Eishockeyjugend immer stärker

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Viel Verkehr vor dem Gästetor war im Spiel der Kooperation Waldkraiburg/Berchtesgaden gegen den EC Straubing. Hier kann der Straubinger Goalie noch klären, viermal hatte er das Nachsehen. (Foto: privat)

Die Jugendmannschaft der Spielkooperation zwischen dem EHC Waldkraiburg und dem EV Berchtesgaden landete vor Weihnachten zwei wichtige Siege. Zunächst hatte sie im Berchtesgadener Eisstadion den EC Straubing mit 4:0 besiegt. Wenig später gewann die SG sogar beim Tabellenvierten TSV Erding mit 3:1 und vermasselte dem Gegner ein Vorrücken an die dritte Stelle. Derzeit rangiert die Kooperation an der neunten Stelle der zwölf Mannschaften umfassenden Bayernliga, der höchsten Spielklasse für Nachwuchsmannschaften. Wenn die Kooperation auf diesem hohen Niveau weiterspielt, winkt ein guter Platz im gehobenen Mittelfeld. Trainer Andi Stöckl möchte mit seinem Team mindestens Platz acht erreichen, um weiteren Spielen zu entgehen.


Am Freitag gastierte zunächst der EHC Straubing im Stadion an der Schießstätte. Am Anfang war das Spiel ausgeglichen. Die Abwehrreihen standen sicher, beide Torhüter blieben fehlerfrei, sodass es torlos ins Mitteldrittel ging.

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Im zweiten Drittel nutzten die Hausherren ein frühes Überzahlspiel und erzielten aus einem Powerplay durch Seppi Huber den Führungstreffer. Daraufhin wurde das Match immer ruppiger. Nachdem bereits im ersten Drittel Niclas Hundseder nach einem Check verletzt hatte ausscheiden müssen, wurde im Mitteldrittel Rafael Streb brutal gefoult. Der Übeltäter aus Straubing wurde von den Unparteiischen mit einer Matchstrafe in die Kabine geschickt, aber auch für Streb war das Spiel vorzeitig beendet.

Im Schlussabschnitt erhöhte Waldkraiburg/Berchtesgaden nochmals das Tempo. Nach einem schnellen Konter hämmerte Matthias Zern den Puck zur 2:0-Führung ins Kreuzeck. Nur wenige Minuten später war Felix Stöckl mit einem Abstaubertor zur Stelle, als er am schnellsten reagierte und die Scheibe zum 3:0 über die Linie drückte. Von den Straubingern kam nicht mehr viel. Seppi Huber sorgte schließlich sieben Minuten vor Spielende mit seinem zweiten Treffer für den 4:0-Endstand.

Ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk machen sich die Burschen um das Trainergespann Andi Stöckl und Sergej Hatkevitch schließlich am Samstag in Erding. Es zeigte sich, dass Disziplin und Taktik zum Erfolg führen können. Nach den Ausfällen vom Vorabend reiste das Team aus Waldkraiburg/Berchtesgaden mit nur zwölf Feldspielern an. Die favorisierten Erding Gladiators liefen dagegen mit vier kompletten Reihen auf. Die Gastgeber gaben von Beginn an Vollgas und schnürten ihren Gegner teilweise in dessen Drittel ein. Doch Goalie Christoph Lode hielt mit seinen souveränen Paraden sein Team im Spiel, das auch immer wieder gefährliche Entlastungsangriffe fahren konnte. In der 14. Spielminute gelang Erding der Führungstreffer, doch nur eine Minute später schloss Seppi Huber einen schnellen Konter mit dem Ausgleichstreffer ab.

Im Mittelabschnitt bot sich das gleiche Spiel. Waldkraiburg/Berchtesgaden verteidigte konsequent das eigene Drittel, während die Erding Gladiators bedingungslos angriffen. In der 32. Spielminute zündete der Waldkraiburger Goalgetter Pat Zimmermann den Turbo, spielte fünf Erdinger aus, verlud auch noch den Torwart und schoss zur erstmaligen Führung ein. Die Erdinger mussten nun weiter aufmachen, liefen sich aber ein ums andere Mal in der starken Defensive der Löwen fest.

Auch im Schlussabschnitt hielten die Waldkraiburger Löwen mit sechs EVB-Akteuren in ihren Reihen eisern an der Defensivtaktik fest und ließen die Gladiators weiterhin kommen. In der 44. Minute war es erneut Patrick Zimmermann, der sein Team mit 3:1 in Führung brachte. Die Angriffe der Erdinger wurden nun immer wütender. Doch die Eisherren verzweifelten an der gut gestaffelten Abwehr der Gästemannschaft, die den Vorsprung über die Zeit retten konnte.

Die Aufstellung: Christoph Lode, Lukas Albrecht; Christoph Zern, Felix Thalhammer, Alex Imiolek, Felix Lode, Rafael Streb, Patrick Zimmermann, Fabian Stöckl, Matthias Zern, Nici Hundseder, Felix Stöckl, Maxi Hutterer, Josef Huber, Michi Borchert, Johannes Hipertinger, Philipp Nitsche, Christian Mamontow. cw