FC Bayern: Eklat in Grassau

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Hansi Flick und der FC Bayern sind derzeit im Quarantäne-Trainingslager in Grassau. Auch einige Spielerfrauen reisten an. Dagegen hatte nun das Landratsamt Traunstein etwas, denn damit verstößt der Deutsche Meister gegen die derzeit geltenden Corona-Regeln. Foto: dpa

Wirbel in Grassau: Frauen, Partnerinnen und Kinder der Bayern-Profis müssen das Trainingslager des Deutschen Fußball-Meisters sofort wieder verlassen. Eine entsprechende Anordnung des zuständigen Landratsamtes Traunstein liegt unserer Zeitung vor. Die Behörde sieht darin einen klaren Verstoß gegen die derzeit geltenden Corona-Regeln. Die Münchner residieren seit Mittwoch im Resort »Das Achental« in Grassau – und sind dort abgeschottet.


Vom FC Bayern München war dazu zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Der alte und neue Meister tritt am Samstag (15.30 Uhr/Sky) zum vorletzten Bundesligaspiel dieser Saison beim SC Freiburg an.

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Das Landratsamt stellte gegenüber Verein und Hotelbetreiber klar, dass alle Personen, die nicht zwingend zur Durchführung des Trainingsbetriebs notwendig seien, das Hotel noch am Freitag verlassen müssten. Angebote, die nicht der Übernachtung, Verpflegung oder dem Trainingsbetrieb der Berufssportler dienten, seien einzustellen. Sollten bei der angekündigten Prüfung Verstöße festgestellt werden, würden diese konsequent geahndet. »So gerne wir den FC Bayern bei uns zu Gast haben – klar ist: Regeln gelten für alle gleich«, hieß es in dem Schreiben.

Nachdem sich einige Spielerfrauen sowie die Fußball-Profis und der Betreuerstab den Anforderungen des Hygienekonzepts mit Corona-Tests und häuslicher Quarantäne unterzogen hatten, durften sie zunächst zu ihren Männern in das Mannschaftshotel ziehen. Diese Möglichkeit nahm nach unseren Informationen vom Donnerstag eine Handvoll Frauen wahr, sehr wenige kleine Kinder waren auch dabei. Unter anderem sollen die Partnerinnen von David Alaba und Josua Kimmich vor Ort gewesen sein.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) sieht in dem Bayern-Trainingslager übrigens keinen Verstoß gegen das Hygienekonzept, dem auch die Angehörigen der Spieler unterlagen. Das Landratsamt Traunstein sieht das allerdings anders. SB