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Emotionaler Abschied für Nowitzki von Heim-EM

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Vorbei
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Für Dirk Nowitzki und die deutschen Basketballer ist die EM nach der Niederlage gegen Spanien vorbei. Foto: Rainer Jensen Foto: dpa
Danke
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Mit großer Geste verabschiedet sich der Basketball-Held von seinem Publikum. Foto: Lukas Schulze Foto: dpa
Kämpfer
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Dirk Nowitzki gab erneut alles für das Team, hatte aber wenig Fortune. Foto: Lukas Schulze Foto: dpa
Entscheidung
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Den letzten Freiwurf setzte Dennis Schröder daneben - zuvor hatte er Sieben in Serie getroffen. Foto: Rainer Jensen Foto: dpa
Ausgepowert
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Dennis Schröder war erneut kaum zu stoppen, hatte bei seinem letzten Wurf leider kein Glück. Foto: Lukas Schulze Foto: dpa
Überragend
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Gegen die Offensivpower von Pau Gasol hatte der Gastgeber wenig entgegenzusetzen. Foto: Rainer Jensen Foto: dpa
Dribbling
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Sergio Rodriguez sucht die Lücke gegen das deutsche Talent Maodo Lo. Foto: Rainer Jensen Foto: dpa
Coaching
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Immer engagiert: DBB-Trainer Chris Fleming. Foto: Rainer Jensen Foto: dpa
Superstar
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NBA-Star Kevin Durant hatte seinen Spaß in der Halle. Foto: Rainer Jensen Foto: dpa

Berlin (dpa) - Dirk Nowitzki musste nach dem EM-Aus tief durchpusten. Wehmütig warf der Basketball-Superstar Kusshändchen ins Publikum, rieb sich die Tränen aus den Augen und verneigte sich nach seinem womöglich letzten Länderspiel.


In einem Herzschlagfinale verspielten die deutschen Basketballer mit Dennis Schröder als tragischem Helden bei der EM auch die letzte Chance auf das Minimalziel Achtelfinale. »In so einem Moment ist man leer, sprachlos«, sagte Nowitzki.

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Durch die 76:77 (38:41)-Niederlage gegen Angstgegner Spanien in Berlin verpassten der Superstar und sein Team damit vorerst auch die sportliche Olympia-Qualifikation. Allerdings liebäugelte der Würzburger bereits mit dem Hintertürchen, dass Deutschland ein Ausscheidungsturnier für Rio ausrichten könnte. »Direkt nach dem Spiel dachte ich eigentlich, das war's«, sagte Nowitzki zu seiner Zukunft im Nationalteam. »Jetzt habe ich gehört, dass es noch eine Möglichkeit auf ein vorolympisches Turnier gibt und dass wir dafür vielleicht eine Wildcard bekommen, um als Ausrichter dabei zu sein. Wenn das so ist, kann man sich im nächsten Sommer sicher noch einmal zusammen setzen.«

Mit »Danke Dirk«-Schildern verabschiedeten die Zuschauer in der ausverkauften Arena ihren Liebling. Bei nur einem Sieg und dem schlechtesten EM-Abschneiden in der Ära Nowitzki (10 Punkte) endete seine einzige Heim-EM mit einer tiefen Enttäuschung. »Du darfst nicht drei knappe Spiele verlieren, das ist halt doof«, resümierte er nach den knappen Niederlagen gegen Serbien, Italien und nun Spanien.

3,8 Sekunden vor Schluss kulminierte die Spannung, Schröder traf seine ersten zwei Freiwürfe - und vergab dann doch den dritten zum möglichen Sprung in die Verlängerung. Bitter beklagte sich Nowitzki über einen ausgebliebenem Foulpfiff beim anschließenden Rebound, mit einem Rucksack auf dem Rücken schlich Schröder konsterniert aus der Halle. »Da nehme ich die Schuld auf mich, ich muss den Freiwurf machen«, sagte Schröder und sieht eine gute Zukunft für das Team. »Ich freue mich auf die nächsten Jahre.«

Dann wird auch Bundestrainer Chris Fleming trotz seiner Anstellung als Assistenzcoach beim NBA-Club Denver Nuggets die Zukunft des deutschen Teams gestalten. »Ich habe einen Vertrag bis 2016, ich werde nächsten Sommer dabei sein«, versprach er. Wenn Deutschland nicht den Zuschlag für die Ausrichtung eines von drei Olympia- Ausscheidungsturnieren bekommt, stünde die EM-Qualifikation an. »Wir werden alles tun, um eine Runde nach Deutschland zu holen«, versprach aber DBB-Präsident Ingo Weiss. »Das ist nicht einfach, weil es viele Kandidaten gibt. Wir sind bereit, das zu tun.«

Bester deutscher Werfer gegen Spanien war wieder einmal Schröder mit 26 Punkten, aber erneut mangelte es dem 21-Jährigen an Konstanz. Der Aufbauspieler hatte sich vor der Partie öffentlich für seine Taktik-Kritik an Trainer Chris Fleming vom Vortag entschuldigt.

Mit wacher und aufmerksamer Verteidigung startete das deutsche Team, Nowitzki traf seinen ersten Dreier. Doch vor allem Spaniens Topstar Pau Gasol (16 Punkte) war unter dem Korb kaum zu stoppen. Mehrfach holte sich der bislang beste Turnier-Werfer den Offensivrebound und führte die Iberer ins Achtelfinale in Lille.

Mit seiner Mischung aus Genie und Wahnsinn sowie acht Punkten im ersten Viertel dominierte Schröder das deutsche Spiel. Leichtfertige Ballverluste folgten immer wieder auf schnelle Attacken Richtung Korb. Ein insgesamt unauffälliger Nowitzki kam nur auf zehn Zähler. »Ich habe mit Sicherheit kein tolles Turnier gespielt«, gab der Würzburger zu.

In der zweiten Halbzeit setzte sich zunächst die Erfahrung der Spanier durch. Angeführt vom weiter überragenden Gasol und einem starken Sergio Rodriguez schraubten die Gäste ihren Vorsprung beim auf bis zu 13 Punkte. Doch noch einmal bäumte sich das deutsche Team auf, Lo verkürzte mit einem Dreier 23 Sekunden vor Schluss auf einen Zähler. Doch die Spanier zeigten sich im Gegensatz zu Schröder nervenstark an der Freiwurflinie und wurden wieder einmal zum Schreck. Seit zehn Jahren wartet Deutschland auf einen Sieg.

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