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Endspurt um begehrte Plätze - Kramer-Debüt in Fürth

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«Ping Pong»
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Gladbachs Sportdirektor Max Eberl mag sich im Rennen um die Europapokalplätze nicht festlegen. Foto: Thomas Eisenhuth Foto: dpa

Düsseldorf (dpa) - Im Schatten des Topspiels in der Fußball-Bundesliga sucht die abgeschlagene Konkurrenz den Weg zu den spärlichen Sonnenplätzen. Neben den drei wohl sicheren Champions-League-Plätzen für den FC Bayern, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen kämpfen weitere sieben Teams um drei bis vier internationale Plätze.


»Die ganze Liga ist momentan ein Ping-Pong«, meinte Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl, der mit seinem Team auch noch im Rennen um die Europapokal-Teilnahme ist. Das größte Interesse gilt aber zunächst dem Duell des Rekordmeisters gegen den Dritten aus Leverkusen. Trotz der guten Platzierung beider Teams herrscht in beiden Lagern Unruhe. Bayern-Präsident Uli Hoeneß schimpfte nach der Niederlage gegen den FC Arsenal und dem Einzug ins Champions-League-Viertelfinale: »Wir spielen seit drei Wochen schönen Dreck«.

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Die Leverkusener, die den Bayern in dieser Saison die einzige Bundesliganiederlage zufügen konnten, wehren sich gegen die angebliche »Pärchen-Krise« ihres Trainer-Duos Sascha Lewandowski und Sami Hyypiä. Der Finne kommentierte die Diskussion am Donnerstag äußerst gelassen. »Wenn wir uns auf etwas anderes konzentrieren als auf das Spiel, haben wir keine Chance«, meinte Hyypiä vor dem Hit in der ausverkauften BayArena.

Meister Dortmund muss seinen zweiten Tabellenplatz gegen die Überraschungsmannschaft aus Freiburg verteidigen. Die Breisgauer, die allerdings seit drei Spielen sieglos sind, liebäugeln ebenfalls mit dem Europapokal. »Ich hoffe, dass wir so stabil sind, um gegen so eine große Mannschaft die Herausforderung richtig annehmen zu können«, meinte SC-Coach Christian Streich. Der BVB muss nach der Derby-Pleite auf Mats Hummels, Sebastian Kehl und wohl auch auf Sven Bender verzichten.

Ein kleines Finale um die begehrten Europapokalplätze bestreiten der Tabellenneunte Mönchengladbach (35 Punkte) und der -zehnte Hannover 96 am Sonntag. Wer verliert, ist wohl aus dem Rennen. »Wer im Saisonendspurt einen langen Atem hat und punktet, wird sich belohnen und am Ende auf den vorderen Plätzen landen«, meinte Borussias Vizepräsident Rainer Bonhof.

Auch der FC Schalke 04 hat nach dem Ausscheiden in der Champions League als Tabellenvierter (39) die internationale Fahrkarte noch längst nicht sicher. »Wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen und müssen weiter für unser Ziel arbeiten. Es wird jetzt eine große Herausforderung, nach Dortmund und der Champions League in Nürnberg zu bestehen«, sagte Manager Horst Heldt vor der Partie beim »Club«.

Die seit fünf Spielen sieg- und torlosen Frankfurter benötigen dringend einen zählbaren Erfolg gegen den VfB Stuttgart, sonst droht der Absturz aus dem oberen Tabellendrittel. Zudem hat Trainer Armin Veh einmal mehr Verstärkung für sein Team in der nächsten Spielzeit gefordert. »Wenn wir nicht mehr zur Verfügung haben, werde ich das mit Sicherheit nicht machen. Ich habe schon ein bisschen Know-how in diesem Geschäft. Dann gehe ich halt einen anderen Weg«, sagte der 52-Jährige vor dem Duell mit den Schwaben am Sonntag.

Tabellenschlusslicht Greuther Fürth will mit neuem Cheftrainer die letzte Chance zur Aufholjagd nutzen. Vor der Partie beim SV Werder Bremen fordert Frank Kramer bedingungslosen Einsatz seines Teams. »Man soll sehen, dass alle ihr letztes Hemd gegeben haben«, erklärte der neue Chef.