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Landrat Siegfried Walch würdigt ehrenamtliches Engagement – Bundesverdienstmedaille für Maria Schmidbauer

Engagierte Bürger unerlässlich für intakte Gemeinschaft

Traunstein – Neun Bürger, die sich um die Region im Ehrenamt verdient gemacht haben, würdigte Landrat Siegfried Walch jetzt im Casino des Landratsamts für ihren Einsatz. Mit dabei waren Bürgermeister aus den sechs betreffenden Gemeinden und Städten. Auch die zollten den engagierten Bürgern mit ihrer Anwesenheit Respekt und Anerkennung.

Hohe Würdigung für   Maria Schmidbauer aus Traunstein:   Landrat Siegfried Walch (links)   überreichte ihr die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Auch Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel gratulierte. (Foto: Wittenzellner)

Landrat Siegfried Walch würdigte das Engagement, mit dem sich Bürger in verschiedenen sozialen oder kommunalen Bereichen im Ehrenamt engagieren – und das oft seit Jahrzehnten. Die Feier sei auch für ihn selbst eine besondere Freude. Engagierte Bürger seien unerlässlich für eine intakte Gemeinschaft in den Kommunen, Vereinen und Organisationen, stellte er die Bedeutung des Ehrenamts heraus. So werde das persönliche Engagement der Einzelnen gewürdigt. Letztlich stünden sie aber für eine Vielzahl ehrenamtlich engagierter Bürger im Landkreis.

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Der Landrat nutze die Ehrung, um dem Malteser Hilfsdienst für seine breit gefächerten Hilfsleistungen zu danken, eine Organisation, die bei den Ehrungen im Landratsamt »Stammkundschaft« sei. Mit Dr. Michael Winklmaier (Traunstein) und Daniela Alversammer (Taching) wurden zwei wertvolle Stützen für ihr 25-jähriges Engagement mit einem Ehrenzeichen geehrt. Zwar sei auch Nachwuchs in den Organisationen wichtig, doch brauche es auch langjährige Mitarbeiter, die ihr Wissen und ihre Erfahrung an sie weitergeben könnten.

Auch ein Feldgeschworener wurde für seine 25-jährige Tätigkeit gewürdigt. Walch machte deutlich, dass im Zeitalter von Computer und Internet diese traditionelle Tätigkeit nach wie vor besondere Bedeutung habe. Haben die Feldgeschworenen doch besondere Ortskenntnis, kennen die Hintergründe in Grundstücksfragen und bringen ihre Erfahrung ein. »Das Amt ist bei uns lebendig, es wird sehr gut gemacht«, freute sich der Landrat. Albert Hartwimmer aus Traunstein erhielt die Ehrenurkunde für ein Vierteljahrhundert als Feldgeschworener.

Für seine Verdienste rund um die kommunale Selbstverwaltung wurde Sebastian Stöcklhuber aus Pittenhart mit einer Urkunde geehrt, der in der Gemeinde langjährig Gemeinderat und seit 2014 zweiter Bürgermeister ist. Weiter wurde der Fridolfinger Bürgermeister und Kreisrat Johann Schild mit der Medaille in Bronze für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung geehrt.

Das soziale Engagement von Ana Rosa Burgstaller wurde ebenfalls herausgestellt. Sie sei eine »stille Heldin des Alltags«, habe sie doch jahrelang unentgeltlich einen nahestehenden Menschen gepflegt. So ein Leben sei auch davon geprägt, auf »vieles verzichten zu müssen«, stellte er heraus.

Tätigkeit ist kostenlos, aber nicht umsonst

Zwei Bürger, die sich seit vielen Jahren in verschiedenen Bereichen ehrenamtlich für die Allgemeinheit einsetzen, erhielten das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten. So ist Ursula Havel aus Siegsdorf seit 1991 Mitglied im Katholischen Frauenbund, war 16 Jahre dessen Vorsitzende und 12 Jahre lang Pfarrgemeinderätin. Der Trostberger Ewald Polster ist seit knapp 20 Jahren im VdK engagiert. Unter anderem hilft er auch bei der Trostberger Tafel mit. »Ihre Tätigkeiten sind zwar kostenlos, aber definitiv nicht umsonst« betonte Landrat Walch und überreichte die Ehrenzeichen.

Der Verdienstorden beziehungsweise das Bundesverdienstkreuz ist die höchste Anerkennung der Bundesrepublik Deutschland, betonte Walch bei der Würdigung von Maria Schmidbauer aus Traunstein. Seit fast 40 Jahren ist sie beim Besuchsdienst im Krankenhaus Traunstein tätig, an dessen Gründung sie maßgeblich beteiligt war und der unter Trägerschaft des Katholischen Frauenbunds unter ihrer Leitung seinen Dienst aufnahm. Imponierende fast 2500 Besuche allein im Jahr 2016 stellte Walch heraus. »2500 Menschen, die durch Sie Unterstützung bekommen haben«, sagte Walch, was ihn auch als stellvertretender Aufsichtsrat der Kliniken AG besonders freue. Der Besuchsdienst sei auch für die Mitarbeiter der Kliniken wichtig. »Ich bin dankbar, dass sie das über so lange Jahre machen«, sagte er bei der Überreichung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Motto sei: »Wir schenken Zeit statt Blumen.« Sie wolle aber nicht, dass sich die Ehrung nur auf sie alleine beziehe: »Wir sind ein Team«, lobte sie das Engagement der langjährigen weiteren Mitarbeiter. Man wachse zusammen, was auch für das Pflegepersonal und die Patienten gelte. Für die passende musikalische Untermalung des Festakts sorgten die Geschwister Hundmayer aus Siegsdorf. awi