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England nach 1:2 gegen Uruguay vor WM-Aus

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Matchwinner
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Wer sonst? Luis Suárez schoss Uruguay gegen England zum Sieg. Foto: Sebastiao Moreira Foto: dpa
Jubel
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Suárez dreht nach dem Führungstreffer ab. Foto: Sebastiao Moreira Foto: dpa
Treffer
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Englands Keeper Joe Hart hat keine Chance gegen den Kopfball von Suárez. Foto: Tolga Bozoglu Foto: dpa
Erleichterung
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Wayne Rooney überwindet Uruguays Torwart Fernando Muslera zum 1:1. Foto: Tolga Bozoglu Foto: dpa
Ausgleich
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Rooney brachte England mit dem 1:1 kurzzeitig zurück ins Spiel. Foto: Paolo Aguilar Foto: dpa
Doppelpack
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Suarez rutscht nach seinem zweiten Streich zur Eckfahne und empfängt die heranstürmenden Teamkollegen. Foto: Diego Azubel Foto: dpa
Abgang
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Wayne Rooney (l) und Phil Jagielka gehen mit hängenden Köpfen vom Platz. Foto: Sebastiao Moreira Foto: dpa
Vergeben
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Uruguays Edinson Cavani ärgert sich über eine vergebene Torchance. Foto: Diego Azubel Foto: dpa
Gefrustet
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Wayne Rooney (M) und Co. haben bereits ihre zweite Turnier-Niederlage kassiert. Foto: Diego Azubel Foto: dpa
Gehalten
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Uruguays Torwart Fernando Muslera behält hier die Oberhand gegen Englands Danny Welbeck (r). Foto: Tolga Bozoglu Foto: dpa

São Paulo (dpa) - Uruguays wiedergenesener Stürmerstar Luis Suarez hat England an den Rand des WM-K.o. gebracht. Nach der 1:2 (0:1)-Niederlage im zweiten Spiel der Gruppe D in São Paulo droht dem Mutterland des Fußballs das erste Vorrunden-Aus bei einer Weltmeisterschaft seit 56 Jahren.


Vor 60 000 Zuschauer besiegelte Liverpool-Stürmer Suarez mit seinen Treffern in der 40. und 85. Minute die zweite Turnier-Niederlage der Three Lions und erhielt den Südamerikanern die Chance auf den Einzug ins Achtelfinale. Das erste WM-Tor seiner Karriere von Stürmerstar Wayne Rooney (75.) war zu wenig für die Engländer.

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»Ich habe das geträumt und das genieße ich im Moment sehr. Der Druck war so groß. Wir wurden in der Heimat sehr kritisiert, das ist unsere Antwort«, gestand Matchwinner Suarez nach dem Schlusspfiff mit Tränen in den Augen. »Da ist erstmal nur Freude und Erleichterung. Aber noch haben wir nichts erreicht, wir haben noch ein Finale gegen Italien vor uns«, ergänzte Uruguays Edinson Cavani.

Restlos enttäuscht war Englands Teammanager Roy Hodgson. »Das ist ein ganz schlechtes Resultat. Jetzt müssen wir darauf hoffen, dass Italien seine beiden Spiele gewinnt. Wir haben alles versucht, aber es hat nicht gereicht. Das ist sehr traurig.« Auch Englands Abwehrspieler Phil Jagielka verstand die Welt nicht mehr: »Es ist eine ähnliche Story wie beim Italien-Spiel. Wir spielen gut, aber es reicht einfach nicht. Jeder ist absolut am Boden zerstört. Unsere Chancen sind jetzt sehr klein.«

Nur vier Wochen nach seiner Knie-Operation wurde Suarez für die Engländer zum Schrecken. Der Angreifer, der in der abgelaufenen Premier-League-Saison 31 Treffer für den FC Liverpool erzielt, beim blamablen WM-Start seiner Mannschaft gegen Costa Rica aber noch gefehlt hatte, deckte bei seinem Treffer einmal mehr die Schwächen in der Defensive der Engländer auf. »Ich muss sagen, Suarez ist ein Phänomen. Seine Leistung ist schwer zu glauben«, urteilte Englands Alt-Star Gary Lineker.

Bei den Three Lions war Rooney trotz der heftigen Kritik in der Heimat an seinen Auftritten wieder mit von der Partie. In seinem zehnten WM-Spiel wurde der 28-Jährige von Manchester United trotz seines ersten WM-Tores zum großen Pechvogel, als er nach einer halben Stunde aus einem Meter Entfernung die Latte traf. Trotz der schwachen Chancenverwertung lieferte Rooney zusammen mit Danny Welbeck eine überzeugende Partie, während Daniel Sturridge und Raheem Sterling deutlich abfielen.

Bei mitteleuropäisch anmutenden Temperaturen von etwa 15 Grad entwickelte sich das Alles-oder-Nichts-Duell der Auftaktverlierer zu einer Partie mit hoher Intensität und vielen Zweikämpfen, in der das spielerische Element allerdings zu kurz kam. Die erste Chance in der verbissen geführten Partie verpasste Rooney, der einen Freistoß von der Strafraumgrenze knapp am Kasten von Fernando Muslera vorbeischoss (10.). Auf der Gegenseite versuchte sich Cristian Rodriguez in der 15. Minute vergeblich als Distanzschütze. Die Uruguayer gingen anders als bei der Pleite gegen Costa Rica mit viel Biss in die Partie und gaben keinen Ball verloren.

Dann schien nach Steven Gerrards dicht vor das Tor geschlagenen Freistoß die englische Führung fällig, doch Rooney brachte das Kunststück fertig, den Ball aus einem Meter Entfernung an die Latte zu köpfen (31.). Wie man es besser macht demonstrierte auf der Gegenseite Suarez, der eine Flanke von Cavani mit dem Kopf am chancenlosen Joe Hart im englischen Tor vorbeidirigierte. Wie schon bei Italiens Siegtor durch Mario Balotelli im ersten Gruppenspiel wirkte die Innenverteidigung der Engländer in dieser Szene unsortiert und statisch.

Drei Minuten nach Wiederbeginn stand erneut das englische Tor im Brennpunkt, als Suarez mit einem direkt verwandelten Eckball beinahe das 2:0 gelungen wäre. Hart konnte den Ball vor Überschreiten der Linie mit beiden Fäusten abwehren. Vier Minuten später verlor Englands Abwehr Cavani aus den Augen, der frei vor Hart den Ball verzog. In der 54. Minute scheiterte auf der anderen Seite Rooney wiederum am gut reagierenden Muslera. In der letzten Viertelstunde überschlugen sich die Ereignisse. Erst drückte Rooney eine Hereingabe von Glen Johnson zum Ausgleich über die Linie, dann versetzte der sträflich ungedeckte Suarez England den K.o.