weather-image
-1°

Englands Kicker mit Last-Minute-Sieg - 2:1 gegen Wales

0.0
0.0
Erlöser
Bildtext einblenden
Daniel Sturridge rettet das englische Team vor einem drohenden EM-Debakel. Foto: Andy Rain Foto: dpa
Einstand
Bildtext einblenden
Zum Einstand der Partie wird die körperliche Note festgelegt: Dele Alli (l) schickt Aaron Ramsey in die Werbebande. Foto: Laurent Dubrule Foto: dpa
Ärger
Bildtext einblenden
Das lässt sich der Waliser vom großen Inselnachbarn natürlich nicht gefallen. Foto: Laurent Dubrule Foto: dpa
Chance
Bildtext einblenden
Viele Chancen werden sich die Engländer bis zur Pause nicht erspielen. Obwohl Raheem Sterling früh zum Abschluss kommt. Foto: Mohamed Messara Foto: dpa
Drüber
Bildtext einblenden
Doch die Flanke von Lallana ist zu scharf und der Ball fliegt hoch über das Tor. Foto: Laurent Dubrule Foto: dpa
Einsatz
Bildtext einblenden
Gareth Bale tritt lange nicht in Erscheinung. Dank Gary Cahill wissen wir aber, dass der walisische Superstar Nehmerqualitäten besitzt. Foto: Mohamed Messara Foto: dpa
Verteiler
Bildtext einblenden
Wayne Rooney verteilt wie im Auftaktspiel der Engländer die Bälle, ein Geniestreich liegt ihm allerdings nicht auf dem Fuß. Foto: Mohamed Messara Foto: dpa
Einschuss
Bildtext einblenden
Kurz vor dem Halbzeitpfiff nimmt Bale dann erstmals Anlauf. Der Ball liegt nach einem Foul 32 Meter vom Tor entfernt. Foto: Andy Rain Foto: dpa
Technik
Bildtext einblenden
Die Stellung seiner Füße nach dem Schuss deutet seine gefährliche Technik an. Foto: Laurent Dubrule Foto: dpa
Richtig
Bildtext einblenden
Und richtig: Der Ball senkt sich vor Joe Hart ab, der Keeper kommt noch dran, aber die Führung für Wales verhindert er nicht mehr. Foto: Shawn Thew Foto: dpa
Wende
Bildtext einblenden
Der Seitenwechsel beschwingt die Engländer. Dem eingewechselten Jamie Vardy gelingt der Ausgleich. Foto: Andy Rain Foto: dpa
Jubel
Bildtext einblenden
Das Tor des Meisterschützen aus Leicester ist korrekt: Vardy stand nicht im Abseits, weil der Ball vom Gegner kam. Foto: Andy Rain Foto: dpa
Gedreht
Bildtext einblenden
Erst in der Nachspielzeit atmet ganz England tatsächlich auf: Der ebenfalls eingewechselte Sturridge schießt als jüngster Spieler des Turniers den Favoriten doch noch zu drei Punkten. Foto: Rolex Dela Pena Foto: dpa

Lens (dpa) - Dank Daniel Sturridge hat England den kleinen britischen Bruder Wales geschockt und einen großen Schritt in Richtung EM-Achtelfinale gemacht. Der eingewechselte Stürmer des FC Liverpool erzielte in der Nachspielzeit den Siegtreffer zum verdienten 2:1 (0:1).


Zuvor hatte der ebenfalls eingewechselte Angreifer Jamie Vardy (56.) die Waliser Führung durch Superstar Gareth Bale (42.) ausgeglichen. Vor dem Gruppen-Showdown gegen die Slowakei am Montag übernahmen die Three Lions damit die Führung in der Gruppe B, die Waliser müssen bei ihrem EM-Debüt nun gegen Russland um den Sprung unter die besten 16 bangen.

Anzeige

Bale versuchte seine Teamkollegen nur Sekunden nach dem Last-Minute-Schock beim 1:2 gegen die Three Lions schon wieder aufzurichten. Wayne Rooney hingegen herzte Englands Matchwinner Sturridge und feierte ausgelassen mit den englischen Fans.

»Ein großes Gefühl, unglaublich. Es ist so schön sein Land zu repräsentieren und den Jungs zu helfen, das Spiel zu gewinnen«, sagte Sturridge und der Vardy meinte: »Wir hatten es wirklich verdient.« Vor dem Gruppen-Showdown gegen die Slowakei am Montag übernahmen die Three Lions damit die Führung in der Gruppe B, die Waliser müssen bei ihrem EM-Debüt nun gegen Russland um den Sprung unter die besten 16 bangen. Bale setzt auf das Prinzip Hoffnung: »Noch ist das Turnier nicht vorbei. Wir sind sehr enttäuscht. Ich bin aber sehr stolz auf mein Team.«

Das Team von Englands Trainer Roy Hodgson hatte sich nach einer halben Stunde bei Referee Felix Brych (München) über einen verwehrten Handelfmeter beklagt - am Ende spielte das aber keine Rolle mehr. »Ich habe schon gedacht, dass wir uns schon wieder über unser Unglück beklagen müssen«, sagte Hodgson. In dem emotional aufgeheizten Insel-Duell sorgten englische und walisische Fußball-Fans im Stade Bollaert für Gänsehaut-Atmosphäre unter den 34 033 Zuschauern. Bereits vor dem Abpfiff skandierten die Waliser Fans freudetrunken: You're going home, England's going home. Zu früh gefreut!

Hodgson vertraute der gleichen Startformation, die gegen Russland nach Ausgleich in der Nachspielzeit nur 1:1 gespielt hatte. In der hektischen Anfangsphase versuchten beide Teams im Umschaltspiel über wenige Stationen zum gegnerischen Tor zu kommen, boten phasenweise typisch britisches Kick & Rush. England agierte wieder im sehr offensiven 4-1-2-3-System, Wales defensiver ausgerichtet mit der gewohnten Fünfer-Abwehrkette. Bei eigenem Ballbesitz suchte England vergeblich ein Mittel gegen einen dicht gestaffelten Gegner.

Wales stand mit acht Feldspielern um den eigenen Sechzehner, England suchte vergeblich die Lücke. Im Duell der Superstars übernahm Bale viel Defensivaufgaben; Wayne Rooney war nicht so dominant wie im Auftaktspiel, leistete sich einige Ballverluste. Brych versagte England bei seinem ersten EM-Einsatz nach einem Handspiel des Walisers Ben Davies im eigenen Strafraum einen möglichen Strafstoß.

Wales wirkte früh zufrieden mit einem Punkt. Dann aber brachte wieder ein Standard die überraschende Führung. Rooney foulte Robson-Kanu, Bale schoß den Freistoß aus etwa 30 Metern nicht besonders platziert und Englands Schlussmann Joe Hart ließ den Ball in seiner Ecke durchrutschen. Es war Bales zweites Freistoßtor dieser EM und zugleich die nächste Episode in Patzern englischer Torhüter bei großen Turnieren.

Nach der Pause ersetzten Jamie Vardy und Sturridge die enttäuschenden Stürmer Harry Kane und Raheem Sterling. Diese Wechsel machten sich direkt bezahlt. Wales konnte nicht klären, eine Hereingabe von Sturridge verlängert Kapitän George Williams, Vardy verwandelte aus kurzer Distanz eiskalt. Es war sein viertes Tor in den vergangenen fünf Länderspielen. Bale beschwert sich zu Unrecht bei Linienrichter Stefan Lupp über die vermeintliche Abseitsposition.

England drückte weiter und hatte seine Chancen. Sturridge traf den Ball nicht. Dann aber spielten die Three Lions nicht zwingend genug aufs walisische Tor, auch die Einwechslung des 18-jährigen Marcus Rashford als jüngsten Spieler dieses Turniers brachte zunächst nichts. Dann aber sorgte Sturridge in der Nachspielzeit für Jubel.

Spieldaten auf uefa.com

Walisische Verbandsseite

EM-Kader England

England auf der offiziellen EM-Seite

aktuelle Spiele Englands

englische Nationalmannschaft auf der offiziellen Verbandsseite

englische Nationalmannschaft auf Twitter

UEFA-Pressemappe zum Spiel

Walisische Polizei

Spieldaten bei der UEFA

- Anzeige -