weather-image
16°

Erneut Großeinsatz am Hohen Göll: Bergwacht Berchtesgaden rettet Urlauber aus Schneefeld

4.0
4.0
Berchtesgaden: Bergwacht Berchtesgaden rettet Urlauber in Großeinsatz mit Heli aus Schneefeld
Bildtext einblenden
Foto: Bergwacht Berchtesgaden

Berchtesgaden – Gleicher Ort, gleicher Notfall, keine 24 Stunden später: Bereits am Samstag waren die Retter der Berchtesgadener Bergwacht an der Nordostseite des Hohen Gölls für ein in Bergnot geratenes Paar aus München gefordert, am Sonntag mussten die Einsatzkräfte erneut ausrücken – diesmal für einen Urlauber aus Franken, der ebenso wie das Duo am Vortag wegen eines absturzgefährlichen Schneefelds in Bergnot geraten war.


Der Bergsteiger hatte am Pfingstsonntag im Aufstieg über die Schusterroute zunächst ein absturzgefährliches Schneefeld in rund 2000 Metern Höhe überwunden, wollte dann aber wegen des Nebels nicht umkehren und kam somit über das Schneefeld nicht mehr talwärts.

Anzeige

Als gegen 13 Uhr der Notruf des Alleingehers einging, schaffte es der Pilot des Traunsteiner Rettungshubschraubers »Christoph 14« noch, zwei Bergretter im Schwebeflug abzusetzen, die den Mann erreichten und ihn dann talwärts begleiteten, da der Heli wegen des Nebels die Einsatzstelle nicht anfliegen konnte.

Der Pilot brachte noch zwei weitere Bergretter auf den Ecker Sattel, die weiter zu Fuß aufstiegen und der Gruppe entgegengingen, um die absturzgefährlichen Passagen mit Seilen zu versichern. Der Hubschrauber flog zwischenzeitlich nach Traunstein zurück. Die Bergwachtretter kamen mit dem Mann am späten Nachmittag wohlbehalten im Tal an.

Bildtext einblenden
Foto: Bergwacht Berchtesgaden

Bereits am späten Samstagnachmittag hatten die Einsatzkräfte am selben Ort ein Paar aus München gerettet, das dort ebenfalls in 2000 Metern Höhe wegen absturzgefährlicher und unverspurter Altschneefelder in Bergnot geraten war (zum Bericht).

Die drei am Samstag und Sonntag geretteten Bergsteiger hatten Glück im Unglück. Aufgrund des Altschnees im Hochgebirge und auch in tiefer gelegenen schattigen Nordlagen sind viele Bergtouren derzeit noch ein alpines Unternehmen mit Absturzgefahr und wesentlich höheren Anforderungen an Orientierungssinn, Kondition und Ausrüstung.

Bildtext einblenden
Foto: Bergwacht Berchtesgaden

red/BRK BGL