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Erneut weniger Blutspenden

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Die Zahl der Blutspenden im Landkreis Traunstein ist im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. Der Rotkreuz-Kreisverband hofft, dass sich künftig wieder mehr Menschen zu einer Blutspende entschließen. (Foto: BRK TS)

Der Rückgang bei der Zahl der Blutspenden im Landkreis Traunstein hat sich im vergangenen Jahr fortgesetzt. Von 1. Januar bis 31. Dezember 2018 wurden 3,4 Prozent weniger Blutspenden verzeichnet als im ebenfalls durchwachsenen Spendenjahr 2017. Der Kreisverband Traunstein des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), der im vergangenen Jahr insgesamt 101 Blutspendetermine organisiert hat, ist über diese Entwicklung besorgt und möchte die Landkreisbevölkerung ermutigen, wieder mehr Blutspenden für in Not geratene Mitmenschen zu leisten.


»In einer alternden Gesellschaft sind immer mehr Patienten auf die zuverlässige Versorgung mit Spenderblut angewiesen. Dementsprechend werden auch mehr Blutkonserven und Blutpräparate in den Kliniken benötigt, um chronisch kranke Menschen und Unfallopfer wirksam behandeln zu können. Auch ist es wichtig, dass genügend Blutkonserven in Reserve gehalten werden können, damit im Falle eines Großschadensereignisses kein gefährlicher Engpass entsteht«, sagt Claudia Schaffner-Konarski vom BRK-Kreisverband Traunstein.

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Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 9425 Blutspenden (2017: 9756) geleistet. Im Jahr 2016 betrug die Zahl der Blutspenden noch 10 868. Im Schnitt spendeten an jedem der 101 Termine 93 Personen Blut. Die meisten Blutspender (159) kamen im Juni zu einem Termin ins Traunsteiner Rotkreuz-Zentrum.

In Traunstein wurde auch im Gesamtjahr mit 1362 Blutspenden am häufigsten gespendet. Bei den Gemeinden war Waging mit 998 Blutspenden Spitzenreiter vor Obing (509) und Palling (439). Anlass zur Hoffnung gibt die Entwicklung bei den Erstspendern. 884 Landkreisbürger spendeten im vergangenen Jahr zum ersten Mal Blut. Das sind 103 Personen mehr als im Vorjahr. »Es freut uns, dass wir wieder mehr Menschen als Erstspender gewinnen konnten und hoffen, dass sich daran viele andere ein Beispiel nehmen und selbst zu einem Blutspendetermin in ihrer Nähe kommen. Eine Blutspende ist wirklich kein großer Aufwand, kann aber sehr viel Gutes bewirken«, unterstreicht Schaffner-Konarski.

Wer gleich im neuen Jahr mit einer Blutspende beginnen möchte, hat dazu zum Beispiel am Montag von 16  bis 20 Uhr im katholischen Pfarrheim in Traunreut oder am 28. und 29. Januar von 15.30 bis 20 Uhr im BRK-Zentrum Traunstein die Gelegenheit. fb

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