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»Erneut Ziel von Vandalismus«

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Wirtshausroas Traunstein
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Die Stimmung auf dem Traunsteiner Stadtplatz war ausgelassen bei der vierten Traunsteiner Wirtshausroas. Bei herrlichem Sommerwetter kamen Tausende Besucher.

Traunstein – Zahlreiche Anfragen gab es im Traunsteiner Stadtrat. Dabei ging es um die Klosterkirche, die gut besuchte Wirtshausroas und den Blütenstaub, der in diesem Jahr besonders heftig ausfällt. Karl Schulz (CSU) sprach den Gedenkstein für die jüdische Familie Holzer an, der mit roter Farbe beschmiert wurde.


»Die Schulbushaltestelle in Kammer liegt an einer Engstelle«, sagte Dr. Christian Hümmer (CSU). Da habe es schon einige gefährliche Situationen gegeben. Er fragte deshalb nach Möglichkeiten, für mehr Sicherheit zu sorgen. Oberbürgermeister Christian Kegel sagte zu, das zu prüfen.

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Karl Schulz (CSU) sprach die Gedenkstätte für die jüdische Familie Holzer an, die von den Nazis ermordet wurde. »Der Gedenkstein an der Kernstraße ist leider zum wiederholten Mal Ziel von Vandalismus geworden. Ich bitte dringend, den Stein allerschnellstens reinigen zu lassen.« – Was laut Oberbürgermeister auch passieren wird. »Wenn man die Menschen damals schon nicht geschützt hat, dann sollten wir uns zumindest jetzt schützend vor deren Andenken stellen«, betonte Karl Schulz.

Ernst Haider (UW) sprach die Wirtshausroas in Traunstein an. »Diese war sehr erfolgreich, was ich natürlich für gut heiße.« Doch es habe auch zahlreiche Beschwerden gegeben. »Der Stadtplatz soll unglaublich vermüllt gewesen sein«, so Haider. Er wollte wissen, wie es sein könne, dass nach Veranstaltungen wie dem Faschingszug zum Teil bereits am gleichen Tag noch alles wieder sauber sei, und hier nicht.

Manfred Bulka vom Ordnungsamt sagte, dass es durchaus einen Unterschied gebe zwischen eigenen Veranstaltungen wie dem Faschingszug oder dem Georgiritt sowie Veranstaltungen von anderen. »Außerdem war das Problem, dass das Wetter so toll war. Es wurden Karten ohne Ende verkauft. Viel zu viele, muss man fast schon sagen.« Es stehe auf alle Fälle fest, dass man das künftig in den Griff bekommen müsse. Dazu werde es auch Gespräche in der Stadt geben.

Ursula Lay (UW) sprach die Klosterkirche an. Sie gab ein Anliegen der Traunsteiner Kulturfördervereinigung weiter. ARTS würde sich eine klare Ansage wünschen, wann die Klosterkirche eingeweiht werden könne. Außerdem betonte sie, »dass wir mit der Akustik in die Gänge kommen müssen. Wir sollten den Auftrag an den Architekten geben«, betonte Ursula Lay.

Oberbürgermeister Christian Kegel verstand nicht, warum ARTS unzufrieden ist. Die Kulturfördervereinigung sei immer auf dem neuesten Stand. »Es muss ja erst noch geklärt werden, wer die Klosterkirche überhaupt einmal betreibt. Dann können wir doch jetzt nicht sagen, 'das wird so oder so gemacht'.« Zur Einweihung sagte der Oberbürgermeister, dass diese gemacht werden sollte, »wenn alles fertig ist, auch die Außenanlagen. Und das wird im Juli 2019 sein«.

Uwe Steinmetz (UW) sprach den Blütenstaub an, der in diesem Jahr besonders heftig sei. »Kommt unsere Kläranlage damit klar?«, fragte Steinmetz. Er wüsste nicht, dass es da Probleme gebe, aber er werde nachfragen, sagte der Oberbürgermeister zu.

Ulrike Hoernes (Traunsteiner Liste) ist nach eigenen Angaben von Bürgern angesprochen worden, die es unpraktisch finden, dass es die Saisonkarten fürs Schwimmbad nur am Schwimmbad unten gebe. »Könnten wir diese nicht auch in der Tourist-Info verkaufen?«, fragte sie.

Kämmerer Reinhold Dendorfer sagte, dass man über verschiedene Varianten nachgedacht habe und die am Schwimmbad für am praktikabelsten gehalten habe. »Aber es wird immer die geben, die sagen, 'da finde ich es aber besser'.«

Stephan Hadulla (Grüne) sprach die Straße am Viadukt Richtung Brunneranlage an. »Die Leute fahren dort viel zu schnell«, betonte er. Das sah Oberbürgermeister Christian Kegel anders. Zudem betonte er, »dass dort ja schon 30 km/h zu schnell wären. Und ein 10er Schild gibt es nicht«. KR