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Erneuter Preisknaller bei den Zuchtstieren

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Kerstin und Martin Helminger aus Schlinzger freuten sich zusammen mit dem Aufzüchter Josef Deutinger über ihren züchterischen Erfolg. Der Votary-Sohn geht bei der Bayern Genetik in Besamungseinsatz.

Beim Großviehmarkt des Rinderzuchtverbands Traunstein konzentrierte sich das Interesse der Besamungsstationen auf einen einzelnen Stier, obwohl durchaus Alternativen im Angebot waren. Den Zuschlag für einen Votary-Sohn aus einer Wendlinger-Tochter erhielt Hans Holzer von der Bayern Genetik bei 46 000 Euro. Weitere drei Besamungsstationen beteiligten sich an diesem Winkerduell.


Neun weitere Stiere wurden für Versteigerungspreise zwischen 1750 und 2250 Euro verkauft. Besonders Hornlosigkeit vererbende Zuchtstiere erzielen im Moment regelmäßig Versteigerungspreise über 2000 Euro. Die vier verkauften Zweitkalbskühe erhielten bei im Mittel 1600 Euro den Zuschlag. Der mittlere Erlös für die 44 verkauften Jungkühe lag bei 1718 Euro, wobei die gute Qualität und eine hohe Milchleistung von über 29 Kilogramm Milch für den Preis mit entscheidend waren.

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Ein Gesamtzuchtwert von 132, ein Milchwert von 124 und deutlich über 100 liegende Zuchtwerte in Fitness und den wichtigen Exterieurzuchtwerten Fundament und Euter erregten die Aufmerksamkeit für den Votary-Sohn aus dem Zuchtbetrieb Martin Helminger aus Schlinzger, Gemeinde Teisendorf. In der Rangliste die Nummer 5 von 415 getesteten Halbbrüdern konnte noch einen weiteren Vorteil für sich verbuchen. Er geht in der Abstammung nicht auf den derzeit dominierenden hornlos vererbenden Stier Mahango zurück. Aufgezogen wurde der Stier von Josef Deutinger aus Ferteln aus dem Landkreis Erding.

Enttäuschend dagegen war die Versteigerung des zweiten, hornlos vererbenden Stiers. In der genomischen Zuchtwertschätzung erzielte er mit einem Zuchtwert von 123 im Fundament und einem Zuchtwert von 115 im Euter und weiteren klar überdurchschnittlichen Werten im Fitnessbereich ein Spitzenergebnis. Da er aber mütterlicherseits auf den Stier Mahango zurückgeht und dadurch keine Linienalternative darstellt, konnte sich keine Besamungsstation zum Kauf entschließen, obwohl aus der Linie bereits vier positiv vererbende Besamungsstiere hervorgingen. Mit einem Kauf für einen Versteigerungspreis von 2250 Euro hat sich ein Rosenheimer Züchter eine Spitzengenetik für den Natursprung aus dem Zuchtbetrieb Franz Eder aus Kirchanschöring gesichert. Ebenfalls 2250 Euro konnte Alois Rehrl aus Seeleiten, Weildorf, für einen Remmel-Sohn aus seiner bekannten A-Linie erzielen.

Bei allen vier Jungkühen der Wertklasse 1 erfolgte der Zuschlag in der Preisspanne zwischen 2000 und 2150 Euro, was einen Durchschnittspreis von 2075 Euro ergab. Gutes Exterieur, Milchleistungen über 30 Kilogramm und eine gute Melkbarkeit von 2,4 bis 3,0 Kilogramm Milch pro Minute erwiesen sich verkaufsfördernd. Gezüchtet wurden diese Jungkühe von Martin Halmbacher aus Bichl bei Waldhausen, Albert Helminger aus Burg bei Tengling, Alois Fischer aus Parnsberg bei Söllhuben und Thomas Sailer aus Rotkampeln bei Asten.

Bei weiteren sechs Jungkühen der Wertklasse 2a lag der Versteigerungspreis bei über 2000 Euro, wobei Hubert Hogger aus Solling bei Rückstetten mit einer Dryland- Tochter den Tageshöchstpreis von 2200 Euro erzielte. Zwei Kühe und sieben Jungkühe blieben unter 1500 Euro Versteigerungspreis.

In das eigene Zuchtverbandsgebiet wurden drei Zuchtstiere, zwei Kühe und elf Jungkühe verkauft. Weitere fünf Stiere, zwei Kühe und acht Jungkühe ersteigerten sich bayerische Zuchtbetriebe. Bei einem Zuchtstier und 25 Jungkühen erhielt das Viehhandelsunternehmen Kuenen aus den Niederlanden den Zuschlag. fb