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Erneuter Rückschlag für die Amateursportler

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Die Amateurfußballer müssen sich wohl auf eine noch längere Pause einstellen. Foto: dpa

Lockerungsstufe vier soll wohl ausgesetzt werden – Fußballer bangen jetzt um ihre Saison


Schlechte Nachrichten für alle Amateursportler: Laut einem Bericht von »Business Insider« soll der geplante vierte Öffnungsschritt, der ab Montag weitere Corona-Lockerungen für den Amateursport verspricht, ausgesetzt werden. Stattdessen wollen Bund und Länder beim Corona-Gipfel am Montag den laufenden Lockdown, der ja aktuell bis zum 28. März gilt, offenbar um weitere vier Wochen verlängern.

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Aktuell ist bei einem Inzidenzwert von 50 und niedriger kontaktfreier Individualsport im Außenbereich in Gruppen von maximal zehn Personen erlaubt. Bei einem Inzidenzwert zwischen 50 und 100 gilt hingegen, dass kontaktfreier Individualsport im Außenbereich mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten möglich ist. In beiden Phasen gilt für Kinder bis 14 Jahren: Sie dürfen in größeren Gruppen bis zu 20 Sportlern trainieren. In den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land gelten beide Phasen aktuell nicht. In beiden Landkreisen wurde ja am Donnerstag wegen zu hoher Inzidenzwerte die Notbremse gezogen. Das heißt laut einer Mitteilung des Landratsamts Traunstein: »Erlaubt ist erneut nur noch kontaktfreier Sport unter Beachtung der Kontaktbeschränkungen. Die Ausübung von Mannschaftssport ist untersagt.«

Ab Montag sollte Stufe vier in Kraft treten. Kontaktfreier Sport im Innenbereich und Kontaktsport im Freien wären demnach wieder möglich – vorausgesetzt die Inzidenz liegt unter 100. Zudem brauchen die Sportler einen negativen Schnelltest. Nur, wenn der Inzidenz-Wert unter 50 liegt, braucht man keinen Test.

Doch aus diesem Lockerungsschritt wird laut »Business Insider« jetzt wohl vorerst nichts. Das Portal nennt »das sich verschlechternde Infektionsgeschehen und die Unsicherheit beim AstraZeneca-Impfstoff« als Gründe.

Auch die Amateurfußballer werden damit weiter ausgebremst – und müssen jetzt auch um die Beendigung ihrer Mammut-Saison 2019/21 bangen. Der Bayerische Fußballverband (BFV) hatte zuletzt den 25. April als letztmöglichen Termin für den erneuten Re-Start genannt. Dieses Datum dürfte angesichts der neuen Entwicklungen aber kaum zu halten sein. Hinter verschlossenen Türen feilt der BFV aber wohl bereits an einem neuen Konzept, um die Saison doch noch zu Ende spielen zu können. Denn man will unbedingt vermeiden, dass die Auf- und Absteiger am grünen Tisch ermittelt werden müssen. Fest steht: Der Verband will seinen Vereinen auf jeden Fall drei Wochen Zeit zum Trainieren geben, bevor die Punktspiele wieder beginnen. SB

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