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Erst Rathaus, dann Klingerbach

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Beim Gewässernachbarschaftstag in Schönau am Königssee besichtigten die Vertreter von Kommunen, Wasser- und Bodenverbänden sowie Behörden auch den Klingerbach an der Rodelbahn. (Foto: privat)

Schönau am Königssee – Ein- bis zweimal im Jahr finden Gewässernachbarschaftstage in Bayern statt. Für den Landkreis Berchtesgadener Land trafen sich Vertreter von Kommunen, Wasser- und Bodenverbänden sowie Behörden kürzlich im Rathaus der Gemeinde Schönau am Königsee.


Gewässernachbarschaftstage dienen dazu, Mitarbeiter im Bereich Gewässerunterhaltung zu qualifizieren, wichtige Ansprechpartner kennenzulernen, Kontakte zu pflegen, Erfahrungen auszutauschen und Tipps zu sammeln. Dadurch wird eine zielgerichtete, gewässerverträgliche und nicht zuletzt wirtschaftliche Unterhaltung möglich.

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Die 23 Teilnehmer wurden vom Gewässernachbarschaftsberater Karl Schindler vom Wasserwirtschaftsamt Traunstein begrüßt. Danach richtete der Bürgermeister der Gemeinde Schönau am Königsee, Hannes Rasp, Grußworte an die Anwesenden und stellte seine Gemeinde vor.

Der für die Gewässerunterhaltung der Kommune zuständige Sachbearbeiter Hans Brüggler referierte im Anschluss über die Schwerpunkte bezüglich der Wildbäche im Gemeindebereich.

Über die Richtlinie zur Förderung des nicht-staatlichen Wasserbaus unterrichtete Karl Schindler die Anwesenden. Außerdem stellte er Teilausschnitte aus dem Gewässerentwicklungsplan, der für die Förderung von Maßnahmen der Gemeinde Schönau am Königsee notwendig ist, vor. Die Pflege, Entwicklung und der Hochwasserschutz an Gewässern III. Ordnung obliegt den Kommunen beziehungsweise den Wasser- und Bodenverbänden. Schindler klärte die Teilnehmer über die jeweiligen Förderungsquoten auf.

Den Abschluss bildete ein Vortrag von Stefan Hollrieder vom Wasserwirtschaftsamt Traunstein. Dieser befasste sich mit den Unwetterschäden am Klingerbach im Jahr 2013 und zeigte mit Bildern das Gefährdungspotenzial im Wildbachbereich auf.

Nach der Theorie konnten sich die Teilnehmer bei einer Exkursion entlang der Rodelbahn und des Klingerbachs selbst ein Bild von den Unwetterschäden machen. fb