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Erste Ergebnisse der Obduktion: Todesursache der Armbrust-Toten aus Passau steht fest

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Gästehaus in Passau
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Außenansicht der Pension in Passau. Foto: Lino Mirgeler
Pension an der Ilz
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Blick durch das Geländer einer Brücke über die Ilz auf eine Pension. Foto: Matthias Schrader Foto: dpa
Leichenfund
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Ein Mitarbeiter der Spurensicherung geht zum Tatort. Foto: Christophe Gateau Foto: dpa
Abgesperrt
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Ein Haus ist mit Polizeiabsperrband gesichert. Im Zusammenhang mit dem Passauer Armbrust-Fall haben Ermittler zwei Leichen in Niedersachsen gefunden. Foto: Christophe Gateau Foto: dpa
Tötungen mit Armbrust
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Blick auf die Pension an der Ilz. Zwei Tage nach dem Fund von drei Leichen in der Pension in Passau wurde weitere Leichen in Niedersachsen entdeckt. Foto: Matthias Schrader/AP Foto: dpa
Tote im Gästezimmer gefunden
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Drei tote Personen sind in einem Zimmer dieser Pension gefunden worden. Foto: Lino Mirgeler Foto: dpa

Passau – Der bizarre Armbrust-Fall von Passau zieht weitere Kreise. Erst finden Mitarbeiter einer Pension in Bayern drei Tote, dann entdeckt die Polizei zwei weitere Leichen in einer Wohnung in Niedersachsen. In welchem Verhältnis standen die Opfer zueinander?


Update, Dienstagmorgen:

Im Fall der drei in einer Passauer Pension mit Armbrustpfeilen getöteten Menschen liegt ein vorläufiges Obduktionsergebnis vor. Demnach wurden der Mann und die Frau, die gemeinsam in einem Bett lagen, jeweils durch einen Schuss ins Herz getötet, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Passau am Dienstag sagte. Bei der 30-Jährigen, die in dem Zimmer auf dem Boden lag, sei ein Schuss in den Hals sofort tödlich gewesen.

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Die beiden Leichen im Bett hätten weitere Pfeile aufgewiesen, die den Erkenntnissen nach jedoch erst nach den tödlichen Schüssen ins Herz abgeschossen worden seien. Bei keiner der drei Leichen gebe es Kampf- oder Abwehrspuren. Zudem seien in dem Pensionszimmer zwei Testamente gefunden worden, die von den beiden im Bett liegenden Personen stammten, sagte der Sprecher.

Die genauen Todesumstände sind weiterhin unklar. Mitarbeiter der Pension hatten am Samstag den 53-jährigen Mann und zwei 33 und 30 Jahre alte Frauen tot in einem Zimmer gefunden. Die Ermittler stellten drei Armbrüste sicher.

Am Montag entdeckten Ermittler dann in der Wohnung der 30-Jährigen in Wittingen in Niedersachsen zwei Leichen. Bei den beiden toten Frauen wurden laut Polizei keine Armbrüste oder Pfeile gefunden. Eine der beiden Frauen soll die Lebenspartnerin der in Passau gestorbenen 30-Jährigen gewesen sein.

Meldungen vom Montag:

Im Zusammenhang mit dem Passauer Armbrust-Fall haben Ermittler zwei weitere Leichen in Niedersachsen gefunden. Die toten Frauen seien in der Wohnung eines der drei Passauer Opfer in Wittingen im Landkreis Gifhorn entdeckt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Passau am Montag. Die Kriminalpolizei Gifhorn solle zu Hintergründen und zur Identität der Frauen ermitteln, teilten die Ermittler in Niederbayern mit.

Das Haus, in dem die Leichen in Wittingen gefunden wurden, war am Montagnachmittag mit einem Flatterband abgesperrt. Mehrere Ermittler betraten nacheinander das Gebäude - ein zweigeschossiges Fachwerkhaus mit einem leerstehenden Geschäft im Erdgeschoss. Bei einer der beiden dort gefundenen Toten handelt es sich einem Polizeisprecher zufolge vermutlich um die Lebenspartnerin einer tot in Passau entdeckten 30-Jährigen. Wie die beiden Fälle zusammenhängen, war noch unklar.

Der Leichenfund in Passau hatte am Wochenende Aufsehen erregt. In einem Pensionszimmer hatten Mitarbeiter am Samstag drei tote Gäste gefunden. Die Ermittler stellten zunächst zwei Armbrüste sicher. Später wurde eine weitere Armbrust in einer Tasche gefunden. Hinweise auf eine Beteiligung weiterer Menschen gab es nach ersten Erkenntnissen nicht.

In den Körpern von zwei Toten, die in einem Doppelbett lagen, steckten mehrere Pfeile, wie der Passauer Oberstaatsanwalt Walter Feiler sagte. Die dritte Tote, die auf dem Boden lag, hatte einen Pfeil im Körper stecken. Was sich genau in dem Zimmer abspielte, sei weiterhin unklar. Die Leichen eines 53-jährigen Mannes und einer 33-jährigen Frau hätten Hand-in-Hand auf dem Bett gelegen, sagte Feiler.

In der Wohnung in Wittingen wurden - anders als in Passau - keine Armbrüste oder Pfeile gefunden, wie Polizeisprecher Thomas Reuter in Gifhorn sagte. »Die möglichen Zusammenhänge zu den Toten in Passau sind Gegenstand der Ermittlungen.« Beamte hatten die Leichen in Wittingen entdeckt, als sie die Lebenspartnerin der 30-Jährigen über deren Tod informieren wollten.

Eine Obduktion aller fünf Leichen soll weitere Erkenntnisse zu den Todesumständen liefern. Die Ergebnisse zu den Toten aus Passau sollten am Dienstag vorliegen.

Der 53-Jährige und die 33-Jährige waren dem Oberstaatsanwalt zufolge in einer Gemeinde im Westerwald in Rheinland-Pfalz gemeldet, die 30-Jährige in Wittingen. Laut Polizei war noch unklar, in welchem Verhältnis sie zueinander standen.

Nach Angaben eines Sprechers des Deutschen Schützenbundes (DSB) in Wiesbaden können Armbrüste ab dem 18. Lebensjahr frei erworben werden. Laut DSB sind in mehr als 14 200 Vereinen rund 1,35 Millionen Schützen organisiert. Dem Sprecher nach betreiben etwa 3000 Mitglieder Armbrustschießen.

Dem Waffengesetz nach fällt die Armbrust unter die »Schusswaffen gleichgestellten Gegenstände«, teilte ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums in München am Montag mit. »Erwerb und Besitz sowie Führen von Armbrüsten sind nach dem Waffengesetz erlaubnisfrei.«

dpa