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Erste Reihe für Silberpfeile: Rosberg vorn - Vettel 3.

Barcelona (dpa) - Sensationelle erste Startreihe für die Silberpfeile und Rang drei für Sebastian Vettel: Für die deutschen Formel-1-Vertreter verlief die Qualifikation zum Großen Preis von Spanien hervorragend. Nico Rosberg holte auf dem Circuit de Catalunya seine zweite Pole-Position in Serie.

Pole Position
Nico Rosberg gewann im Mercedes die Qualifikation. Foto: Toni Albir Foto: dpa

Teamkollege Lewis Hamilton machte als Zweiter das Idealergebnis für die nun wieder silbern lackierten Mercedes perfekt. Zum zweiten Mal seit dem Comeback als Werksteam 2010 starten damit beide Sternfahrer von den besten Positionen. Im Vorjahr hatte Rekordchampion Michael Schumacher in China allerdings von der Strafversetzung des damaligen McLaren-Rivalen Hamilton profitiert und war hinter Rosberg auf Rang zwei vorgerückt. «Ich bin natürlich sehr happy», sagte Rosberg diesmal mit breitem Grinsen.

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Red-Bull-Pilot Vettel verpasste zwar erneut seine erste Pole-Position in Barcelona, war aber trotzdem «sehr zufrieden mit dem Ergebnis». Der dreimalige Weltmeister urteilte: «Das war unser Optimum.» In 1:21,054 Minuten wies er 0,326 Sekunden Rückstand auf Rosberg auf. Im Vergleich zum freien Training habe das Team das Auto verbessern können. Etwas Sorgen macht sich der 25-Jährige aus Heppenheim beim Europaauftakt am Sonntag wegen des Reifenverschleißes: «Das wird kein Zuckerschlecken.»

Rosberg hatte vor drei Wochen in Bahrain ebenfalls die Bestzeit erzielt. «Eine Pole ist immer klasse», sagte der 27-jährige Wiesbadener nach seiner Fabelrunde auf dem 4,655 Kilometer langen Kurs in 1:20,718 Minuten. Das Auto funktioniere schon das ganze Wochenende gut. «Aber wir müssen trotzdem vorsichtig sein. In Bahrain lief im Rennen gar nichts.» Dort hatte der Mercedes-Mann nur Rang neun erreicht. Seine Freundin Vivian Sibold strahlte: «Sehr, sehr schön. Ich drück ihm immer die Daumen.»

Dieter Zetsche, der Vorstandsvorsitzende des Daimler-Konzerns, jubelte im TV-Sender Sky: «Das ist absolut spitze. Besser geht es nicht. Wir haben offensichtlich ein tolles Auto. Die beiden haben einen Superjob gemacht.» Für Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff kam dieser Coup «ein bisschen überraschend». Das Team habe sich sehr gut vorbereitet und versucht, die Reifen zu verstehen. «Unser Auto ist ein bisschen hart zu den Reifen, das wissen wir. Jetzt müssen wir im Rennen alles richtig machen», forderte Wolff. Gegenüber RTL äußerte er zudem: «Es können vier Teams gewinnen, morgen ist alles möglich.»

Kimi Räikkönen beurteilte die silberne Quali-Gala gelassen: «Das ist keine große Überraschung. Die können auf einer Runde sehr schnell sein. Im Rennen können sie das aber vielleicht nicht.» Der finnische Lotus-Pilot hat als Vierter noch gute Siegchancen beim fünften Saisonlauf.

Fernando Alonso nahm seinen fünften Platz ebenfalls entspannt. «Enttäuschend ist das nicht. Das ist halt das, was wir im Moment drauf haben», sagte der spanische Ferrari-Fahrer. «Unsere Zeit kommt am Sonntag. Da haben wir im Rennen schon die Möglichkeit, noch einiges rauszuholen.»

Vettel erhielt ein dickes Lob von seinem Teamchef. «Er hat zum Schluss noch eine erstaunliche Runde hingelegt. Sebastian hat alles aus dem Auto herausgeholt», sagte Christian Horner. Man müsse immer darauf achten, wie die Reifen im Rennen halten. «Das ist der kritische Punkt.»

Die beiden anderen Deutschen verpassten den Sprung in die Top Ten. Adrian Sutil (Gräfelfing) belegte im Force India Rang 13. Sauber-Pilot Nico Hülkenberg (Emmerich) wurde 15.

Vor dem spanischen Grand Prix führt Titelverteidiger Vettel die WM-Wertung mit 77 Punkten an. Räikkönen (67) ist mit zehn Zählern Rückstand Gesamtzweiter. Hamilton (50) folgt auf Platz drei vor Alonso (47).