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Erster »Alpen Bowling Cup« übertrifft Erwartungen

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Der erste »Alpen Bowling Cup« war ein voller Erfolg (v.l.): Neben Sponsor Sebastian Dudas stehen Sportwart Claus Gerullis, Sieger Luggi Brunnhuber, Drittplatzierter und erster Vorsitzender Hans Kortenacker und Zweitplatzierter Bernd Bauhofer. (Foto: privat)

Der Bowlingsportverein Berchtesgaden hat kürzlich seinen ersten »Alpen Bowling Cup« in der Anlage im Bahnhof Berchtesgaden ausgetragen.


Der Vorsitzende des Vereins, Hans Kortenacker, eröffnete die Vereinsmeisterschaft, die erstmals seit vielen Jahren wieder auf einer Berchtesgadener Bowling-Anlage durchgeführt wurde. Für jeden Teilnehmer gab es Sachpreise, gestellt von Sponsoren. Ehrenmitglied Walter Hackl und Altmeister Ossi Schnur statteten den Bowlern zudem einen Besuch ab.

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Sportwart Claus Gerullis erklärte den Turniermodus, Vorrunde und Zwischenlauf mit je drei Spielen. Dann sollte es ein Finale der besten vier geben. Dank einer Handicapwertung hatte jeder die gleichen Chancen.

Die Damen machten es spannend

Zu einem Herzschlagfinale kam es zwischen der 19-jährigen Coco Kurz, Enkelin der Berchtesgadener Bowling-Legende Horst Huber, und Frenzi Bauer. Lag man nach der Vorrunde noch 35 Pins auseinander, spitzte sich die Situation in Spiel sechs bis zum letzten Frame zu. Ein Strike von Frenzi im Vergleich zu einem Fehler von Coco entschied dann den Titel bei den Damen um denkbar knappe fünf Pins und das nach insgesamt sechs Spielen. Tolle Leistungen der beiden Finalistinnen auf sehr schwierigen Bahnen.

Andy Hölzl wird Jugendmeister

Sie bowlen erst, seit es die Bahn in Berchtesgaden gibt. Der 14-jährige Andy Hölzl und Philipp Kortenacker spielten den Jugendmeister aus. Wie weit Andy schon ist, zeigte sich im ersten Spiel, das er gleich mit 165 eröffnete. Insgesamt zeigte er eine konstante Leistung, was nach dieser kurzen Trainingszeit beachtlich war. Mit zwei Superserien mit 140 Pins Schnitt holte er den Jugendtitel vor Philipp, der sich toll geschlagen hatte. Bei der Siegerehrung bekamen die Jugendlichen den größten Applaus.

Die allgemeine Herrenklasse war gut besetzt. Es gab zwar kurzfristig noch die Ausfälle von Mitfavoriten wie Jürgen Stanggassinger oder Bernd Gschoßmann, trotzdem war das Feld hochkarätig. Siegi Bänsch als ehemaliger Bayernligaspieler konnte allerdings die Partie ebenso wenig beenden wie Walter Lämmermeyer. Der Favorit auf den Titel und derzeit beste Berchtesgadener Bowler war, wie Bänsch, gesundheitlich nicht auf dem Damm. Besonders gefreut hatte man sich über die Teilnahme von Thomas Horn und Kegelstar Marius Breda, die beide gute Leistungen boten.

Der Zustand der Bahnen des »Alpen Bowling«-Teams um Sebastian Dudas war einer Meisterschaft würdig. Schwer zu bespielen, keine Fehler verzeihend, jedenfalls eine Herausforderung. Für den neuen Spieler der ersten Mannschaft, Max Millonig, der dieses Jahr zu Berchtesgaden wechselte, war dies eine neue Erfahrung. Er kam mit den Bahnverhältnissen nicht zurecht und schied nach dem Zwischenlauf aus. Derweilen zogen die Spieler der ersten Mannschaft, Luggi Brunnhuber sowie die Altmeister Bernd Bauhofer und Hans Kortenacker sicher ins Finale ein. Bernd schaffte das Kunststück, mit 227 Pins einen neuen Bahnrekord auf der Berchtesgadener Anlage aufzustellen. Wenn man das mit anderen Bahnen in Bayern vergleicht, bei denen allesamt bereits 300 Pins – das höchste Spiel beim Bowling – mehrfach gebowlt wurden, sieht man, wie schwer die Bahnen in Berchtesgaden zu bespielen sind.

Jakob Hedrich kämpfte mit Ralph Schipke um den Einzug und verlor trotz eines High-Score-Spiels von 214 Pins knapp.

Das Finale spielten demnach Schipke, Bauhofer, Kortenacker und Brunnhuber. Die Meisterschaft wurde nach dem europäischen System ausgetragen, der Schlechteste fällt raus. Dieses Schicksal traf Ralph Schipke, 169 Pins waren zu wenig. In der nächsten Finalrunde erwischte dann Hans Kortenacker ein »gebrauchtes« Spiel. Kein Strike fiel und damit beendete er das Turnier auf Rang drei.

Luggi Brunnhuber eiskalt

Das große Finale stand an. Bernd Bauhofer, der Titelverteidiger, gegen Luggi Brunnhuber. Von Anfang an zeigte sich, dass Brunnhuber in diesem Match nichts anbrennen lassen will. Lediglich eine Schwäche im vierten Frame – ansonsten solide Strike-Serien. Auf der anderen Bahn Bauhofer, den in diesem Finalspiel die Kraft verließ. Kein Strike führte am Ende zu einem deutlichen 199:165 Finalerfolg für Brunnhuber der damit Vereinsmeister und Sieger des »Alpen Bowling Cups« wurde. Die Aufbruchstimmung im Berchtesgadener Bowling hält an. Ein regelmäßiges offenes Jugendtraining wird ab Ende Juni angeboten. Die Saison steht vor der Tür und man kann, ein Jahr vor dem 50. Jubiläum, wieder an eine erfolgreiche Zukunft glauben. fb

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