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Gelungener WM-Test

Erstes Weltcup-Double für Lochner: «Wahnsinn»

Die deutschen Piloten Friedrich und Lochner kämpfen derzeit um die Vorherrschaft im Zweierbob. Im großen Schlitten ist Rookie Lochner plötzlich eine Klasse für sich. Mit dem dritten Saisonsieg und dem ersten Double ist er nun auch WM-Favorit auf seiner Heimbahn.

Doppelsieg
Johannes Lochner gewinnt mit dem Viererbob auf seiner Heimbahn. Foto: Peter Kneffel Foto: dpa

Königssee (dpa) - Zwei Starts, zwei Bahnrekorde und zwei Weltcuperfolge: Mit dem dritten Sieg in diesem Winter in der Königsklasse hat Johannes Lochner auch den ersten Doppeltriumph seiner Karriere gelandet.

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Damit avancierte der 26-jährige Berchtesgadener zum WM-Favoriten auf seiner Heimbahn am Königssee für die Titelkämpfe in drei Wochen. «Es ist der Wahnsinn, ich bin in diesem Winter auf meiner Bahn hier noch ungeschlagen. Ich hoffe, so bleibt es auch bei der WM», sagte Lochner.

Nach dem Erfolg im kleinen Wallner-Schlitten mit Joshua Bluhm gewann der Bayer mit seiner Crew Matthias Kagerhuber, Bluhm und Christian Rasp auch im Viererbob. Nach zwei Läufen hatte er 0,25 Sekunden Vorsprung vor Teamkollege Nico Walther aus Oberbärenburg, der als einziger ein FES-Bob fuhr. Dritter wurde der Russe Alexej Stulnew. Francesco Friedrich verpasste das Podium als Fünfter nur um zwei Hundertstelsekunden.

Schon im kleinen Gefährt entriss Lochner dem dreimaligen Weltmeister Friedrich nicht nur den Sieg, sondern auch dessen Bahnrekord. Die neue Bestmarke schraubte Lochner auf 49,12 Sekunden. Friedrich blieb da zeitgleich mit dem US-Amerikaner Steven Holcomb nur der zweite Platz. Im Viererbob schnappte Lochner seinem Kumpel Manuel Machata, der bei seinem WM-Titel 2011 die Bestmarke von 48,65 Sekunden aufstellte, den Rekord in 48,45 Sekunden weg. Walther kam mit Kevin Kuske nur auf Platz 13.

«Ich hatte mir auch noch einen Infekt eingefangen, daher ist der Sieg umso wertvoller», meinte Lochner, der am Start und in der Bahn sogar noch einige Patzer hatte. Auch der als Perfektionist bekannte Friedrich leistete sich zu viele Fehler: «Ich bin nicht ganz reingekommen in den Bob, auch die Gerade habe ich nicht getroffen.»

Cheftrainer René Spies hatte seine Bestbesetzungen aufgeboten und betont: «Es gibt es kein Gepokere, wir fahren voll auf Sieg. Das ist auch voll aufgegangen, doch wir haben bis zur WM noch eine Menge Arbeit in den einzelnen Bereichen.»

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