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»Es fällt mir wirklich sehr schwer«

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Sie verabschiedet sich vom Leistungssport: Roxanne Dufter, hier während der Eisschnelllauf-WM 2019 in der Inzeller Max-Aicher-Arena. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Die Inzeller Eisschnellläuferin Roxanne Dufter hat ihre sportliche Laufbahn beendet. »Ich habe in den vergangenen vier Wochen viel nachgedacht und bin zu dem Entschluss gekommen, meine sportliche Karriere zu beenden«, sagte sie zu ihren Plänen nach dieser Saison. In dieser lief für die 28-Jährige einiges nicht rund. Bereits nach dem letzten Wettkampf bei der Allround-Weltmeisterschaft in Hamar hatte sie angedeutet, dass sie mit dem Leistungssport aufhören will.


»Es fällt mir wirklich sehr schwer, ich mag meinen Sport sehr. Ich habe aber gemerkt, dass ich die Belastung für die kommenden zwei Jahre bis zu den Olympischen Spielen in Peking nicht mehr aufbringen kann.«

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In Zukunft will sich die Sportsoldatin ihrem Hochschulstudium im Sportmanagement widmen und ihre Bachelorarbeit schreiben. Auch eine zukünftige Tätigkeit im Sportjournalismus schließt sie nicht aus. Ebenso will sie sich bei ihrem Verein – dem DEC Inzell – engagieren und ihren jüngeren Bruder Joel bei dessen sportlicher Karriere unterstützen. Besonders bedankt sich Roxanne Dufter bei ihrem Verein und der Gemeinde Inzell, aber auch bei allen Freunden, Familienangehörigen, Trainern und Wegbegleitern. »Da gibt es so viele, die mich durch mein Sportlerleben begleitet haben. Das hat mir immer gutgetan«, zeigt sich Dufter dankbar.

Begonnen hatte sie mit dem Eisschnelllaufen nach einer Schulsportsichtung. Von den gut zehn jungen Eisschnellläuferinnen, die damals daran teilgenommen hatten, schaffte sie als einzige den Sprung in das internationale Geschehen.

2018 nahm sie bei den Olympischen Spielen in Südkorea teil und insgesamt bei acht Weltmeisterschaften. Neben Olympia zählt sie die Heim-Weltmeisterschaft 2019 in der Inzeller Max-Aicher-Arena zu ihren Höhepunkten.

Dazu war sie im Weltcup am Start und wurde über 1500 Meter zweimal Deutsche Meisterin. Bei der Einzelstrecken-Weltmeisterschaft zuletzt in Salt Lake City lief sie über 1500 Meter 1:53,96 Minuten und blieb damit nur um 0,87 Sekunden über dem deutschen Rekord von Anni Friesinger-Postma. Im Laufe der Jahre spezialisierte sie sich weg von den 1500 Metern auf die längeren Strecken wie etwa die 3000 Meter. SHu