weather-image

»Es hat alles reibungslos funktioniert«

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Bei einer ersten »Inspektion« verschaffte sich Bürgermeister Klaus Ritter (Mitte) im Beisein von Kommandanten Stefan Helmel (rechts) und dessen Stellvertreter Günther Dorfhuber, einen Überblick vom neuen Gebäude der Feuerwehr Traunwalchen. Zum Bedauern der Floriansjünger konnten leider nicht alle Wünsche erfüllt werden. (Foto: Rasch)

Traunreut – Die Freiwillige Feuerwehr Traunwalchen rückt seit einigen Wochen von ihrem neuen Standort in Oderberg aus: Bei den ersten drei Einsätzen hat sich gezeigt, dass durch den Ortswechsel die Ausrückungszeiten unverändert gleich geblieben sind. »Die Kernstadt erreichen wir sogar schneller«, bestätigten die Kommandanten Stefan Helmel und Günther Dorfhuber bei einer ersten »Inspektion« nach dem Einzug mit Bürgermeister Klaus Ritter und der Architektin Ina Veit, die den Neubau seitens der Stadt betreute.


Seit August ist die Feuerwehr offiziell in ihrem neuen Domizil im Oderberger Gewerbegebiet. Nach Angaben von Kommandant Stefan Helmel hätten sich beim Umzug nicht nur die Mitglieder eingebracht. Auch der städtische Bauhof habe die Mannschaft unterstützt und die Kameraden aus Traunreut haben mit einem Fahrzeug ausgeholfen, lobt Helmel. »Es hat alles reibungslos funktioniert.« Noch ist aber nicht alles perfekt, Feinarbeiten müssen noch nachjustiert werden. Es gibt noch einiges zu tun, bis alles an Ort und Stelle ist und das Haus nach den Vorstellungen der Feuerwehr komplett »bewohnbar« ist. »Wir werden uns zusammensetzen und alles so einrichten, damit das Haus auch eine Seele kriegt«, sagt Helmel. Ritter sagte die Unterstützung der Stadt zu und regte an, bei Komplikationen in der Verwaltung vorstellig zu werden. »Wenn was nicht hinhaut, bitte gleich melden.«

Anzeige

Gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt lobte das Stadtoberhaupt nicht nur das Engagement der Floriansjünger beim Umzug. Die Feuerwehr habe sich auch während der gesamten Bauphase mit Rat und Tat eingebracht. Von den ersten Plänen bis hin zum jetzt fertigen Gebäude. Dabei wurden nach Aussagen der Kommandanten die Wünsche der Aktiven mit einer Ausnahme auch so weit erfüllt. Es ist zu wenig Platz für die sogenannte Schwarz-Weiß-Trennung, die beim Bau des Gebäudes, trotz Hinweis der Feuerwehr, nicht berücksichtigt wurde. Schwarz-Weiß-Trennung bedeutet, dass man die Privatkleidung streng von der Dienstkleidung trennt, um zu vermeiden, dass eventuell Kontaminationen an der Dienstkleidung mit der Privatkleidung in Berührung kommen. Um der Vorschrift nachzukommen, sind für jeden Aktiven zwei Spinde notwendig. Da sich in der Fahrzeughalle neben dem Löschfahrzeug auch ein Mehrzweck-Ölschadenanhänger und ein Heuwehrgerät befinden, wird es mit dem Platz knapp. »Für den Moment werden wir im Nachgang die Situation in einfacher Form regeln«, so Helmel. Langfristig müsse aber eine Lösung gefunden werden. Um Platz zu schaffen, soll das Heuwehrgerät in das alte Feuerwehrhaus im Traunwalchner Unterdorf ausgelagert werden.

Die Schwarz-Weiß-Trennung gilt auch für die acht aktiven Frauen, die getrennt von ihren männlichen Kameraden einen separaten Umkleideraum benötigen, den sie sich mit einem Lager teilen müssen. Auch hier klagt die Kommandantur über Platzmangel und überlegt, wie man sich behelfen kann.

Im Erdgeschoß befinden sich auch die Sanitärbereiche sowie ein Büro, eine Kleiderkammer, eine Garderobe und ein EDV-Raum, der noch mit einer Klimaanlage ausgestattet werden muss. Das Obergeschoß verfügt über einen Schulungsraum für rund 25 Personen und über einen Bereitschaftsraum mit angeschlossener Küche. Durch eine Trennwand können der Schulungsraum und der Bereitschaftsraum in einen großen Raum für größere Veranstaltungen umgewandelt werden. Das Mobiliar für den Bereitschaftsraum stammt zum Teil aus dem alten Feuerwehrgebäude an der Traunwalchner Carl-Orff-Schule.

In den dort jetzt frei gewordenen Räumen werden Gegenstände für ein geplantes Stadt-Museum gelagert. Nach Angaben des Bürgermeisters, sollen das frühere »Feuerwehrstüberl« sowie der Bereitschaftsraum noch in diesem Monat soweit hergerichtet werden, um die im Moment in der darunterliegenden Fahrzeughalle gelagerten Museumsgegenstände geordnet unterzubringen. Der Fahnenschrank, in dem sich die beiden Vereinsfahnen der Feuerwehr befinden, soll bis auf Weiteres in der Fahrzeughalle verbleiben. Als Fazit sei festzuhalten, dass sich durch die Unterbringung der Museumsgegenstände in das jetzt leer gewordene Feuerwehrhaus eine weitere positive Lösung auf dem Schulareal aufgetan habe, sagte Ritter. Wie berichtet, hat die Musikschule getrennt von der Carl-Orff-Grundschule ihre eigenen Räume mit einem separaten Eingang bekommen. Die jungen Flüchtlinge, die seit rund drei Jahren in der Schule leben, haben ebenfalls einen separaten Eingangsbereich. ga