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»Es ist einfach ein tolles Erlebnis«

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Matthias Bächle (links) und Pascal Möschel sind beim Eberl-Chiemsee-Triathlon die Teamleiter »Bike«. (Foto: Brenninger)

Sie sind die beiden jüngsten Teamleiter beim Eberl-Chiemsee-Triathlon – und mit Feuereifer in ihrem Bereich »Bike« hautnah am Geschehen dabei: Matthias Bächle und Pascal Möschel sind mit ihrem Team an den Wettkampftagen mitten im Zentrum von Chieming zu finden und meistern dort alles, was mit dem Thema Raddurchfahrt und Ein- und Ausfahrt zur Wechselzone zu tun hat.


Im vierten und letzten Teil unserer Serie »Gesichter des Triathlons« stellen der 20-jährige Möschel und der 22-jährige Bächle ihre Aufgabenfelder rund um die Veranstaltung, die in diesem Jahr am 29. und 30. Juni stattfinden wird, genauer vor.

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»Die Vorfreude auf die Veranstaltung steigt bei uns jetzt von Tag zu Tag«, sagen die beiden unisono. Diesmal sei es auch nochmals etwas anderes, »denn wir sind jetzt komplett allein für den Bereich verantwortlich«, erzählen die beiden. Im vergangenen Jahr war noch Stefan Lohwieser, der jetzt ja für den Bereich Sicherheitskoordination zuständig ist, mit im Boot. Aber natürlich sind Veranstalter Sven Hindl und die beiden Renndirektoren Christine Waitz und Tom Mayerhofer ständig für alle Teamleiter als Ansprechpartner erreichbar, sollten doch einmal Fragen rund um das Rennen auftauchen.

Aber eigentlich sei schon im Vorfeld alles perfekt organisiert, sagt Möschel, der seit vier Jahren jetzt in der großen Helferschar des Chiemsee-Triathlons aktiv dabei ist. »Dafür gibt's vor der Veranstaltung verschiedene Sitzungen«, erzählt Bächle, der in sein zweites Helferjahr geht. Dabei wurde unter anderem auch minutengenau festgelegt, wann was auf- oder umgebaut wird.

Für Matthias Bächle und Pascal Möschel beginnt die Arbeit mit ihrem Team am Freitag vor dem Wettkampfwochenende. Dann werden beispielsweise schon einmal die Absperrgitter für die Radstrecke hergerichtet. »Den Rest erledigen wir dann am Samstag unmittelbar vor dem Rennen«, erzählt Möschel. »Vorher geht das auch noch nicht.« Schließlich rollt da ja noch ganz normal der Verkehr durch Chieming und einige Absperrungen müssen etwa auch direkt auf die Straße gestellt werden, damit die Triathleten beim Radfahren wissen, wohin sie müssen.

Das geht aber eben erst, wenn die Straße für den Verkehr komplett gesperrt ist. Dann kann das Team »Bike« mit dem restlichen Aufbau loslegen – und dabei muss jeder Handgriff sitzen. Viel Zeit bleibt dem Team dafür nämlich nicht: Denn gerade am Samstag, wenn der Volkstriathlon und in diesem Jahr auch erstmals die Mixed Team Relay über die Bühne gehen, kommen die ersten Radfahrer doch recht schnell nach dem Schwimmen aus der Wechselzone auf die Radstrecke heraus. »Vom Schwimmen bekommen wir deshalb auch gar nichts mit«, erzählt Bächle.

Das Team »Bike« hat dann in den nächsten Stunden eine verantwortungsvolle Aufgabe zu erledigen. Denn es geht dabei vor allem auch um die Sicherheit der Athleten und auch der Zuschauer. »Wir müssen beispielsweise sicher stellen, dass kein Zuschauer während des Rennens über die Straße läuft. Die Radfahrer müssen eine freie Strecke haben«, erklärt Bächle. Es gebe aber einen Zuschauerübergang, der vom Team »Bike« betreut werde.

Sein Teamleiter-Kollege Möschel ergänzt: »Und wir sind auch für die Ein- und Ausfahrt der Wechselzone zuständig und müssen schauen, dass dort alles reibungslos klappt.« Ihre Helfer – pro Tag sind es rund 20 – sind dabei auch mit Warnflaggen ausgestattet und weisen den Radfahrern damit den Weg oder deuten an, dass diese vor der Wechselzone unbedingt abbremsen müssen.

Unter Umständen kann's für die Teammitglieder auch schon einmal unangenehm werden. An eine Szene erinnert sich Matthias Bächle noch genau. »Da wollte ein unbeteiligter Radfahrer während des Rennens unbedingt auf die abgesperrte Strecke drauf.« Uneinsichtig sei er gewesen, fügt er hinzu. Da helfe dann nur noch der Hinweis, dass man die Polizei rufe. »Erst daraufhin ist er umgedreht.«

Die meiste Zeit zeigen aber die Zuschauer und vor allem auch die Anwohner Verständnis für die Sperrungen. Wenn der letzte Radfahrer am Samstag dann zurück in der Wechselzone ist und das Besenauto bei den beiden Teamleitern steht, dann ist ihre Arbeit für den Tag aber noch nicht getan. »Dann müssen wir für Sonntag umbauen. Denn die Radstrecke verläuft dann eben komplett anders.«

Erst wenn auch diese Arbeiten erledigt sind, kann das Team Feierabend machen. »Wir gehen dann meistens noch in den Zielbereich.« Und dort könne man dann eben auch noch ein wenig beim Zieleinlauf zuschauen, erzählen die beiden sportbegeisterten jungen Männer, die beide allerdings selber noch keinen Triathlon absolviert haben. Aber dennoch: »Es ist einfach ein tolles Erlebnis, ein ganz besonderes Flair. Wir freuen uns, dass wir dabei sein dürfen.« SB