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»Es ist wie ein Traum – ich bin überwältigt«

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Bischofswiesen: Snowboarderin Ramona Hofmeister erhält Kristallkugel für Weltcupgesamtsieg
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Sehr stolz war WSV-Bischofswiesen-Vorstand Bernhard Heitauer auf »seine Mädels« vom Verein (v.l.): Carolin Langenhorst, Ramona Hofmeister und Melanie Hochreiter, die in dieser Saison im Snowboard-Weltcup so richtig durchstarteten.

Unverhofft kommt oft im Leben und so erging es auch Snowboarderin Ramona Hofmeister. Eigentlich hätte der jungen Sportlerin des WSV Bischofswiesen beim Saisonfinale in Winterberg vor angemessenem Publikum die große Kristallkugel für den Weltcup-Gesamtsieg im Snowboard Race und auch noch die kleine Kugel für die beste Parallelriesenslalom-Fahrerin der Saison 2019/20 überreicht werden sollen, aber sämtliche Sportereignisse wurden ja aus bekanntem Grund abgesagt.


Deshalb veranstaltete nun der Snowboardverband Deutschland eine eigene Feier, um diesen Erfolg auch gebührend zu feiern. Die Übergabe der »Kugeln« erfolgte demnach nicht auf dem Snowboardhang, sondern im Restaurant auf dem Münchner Olympiaturm.

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Peter Krogoll, der Verantwortliche des Internationalen Skiverbandes FIS überbrachte beide Kugeln und überreichte sie an Ramona Hofmeister. Zudem hatte er noch einige Medaillen im Gepäck für Selina Jörg vom SC Sonthofen und Stefan Baumeister vom SC Aising Pang.

Jörg belegte in der Endabrechnung den zweiten Platz beim Parallelriesenslalom (PGS), den dritten Platz im Parallelslalom (PSL) und wurde gesamt auch Dritte hinter Jolie Zogg aus der Schweiz. Baumeister wurde Siebter im PGS, dritter im PSL und in der Gesamtwertung landete er hinter dem Italiener Roland Fischnaller auf dem ausgezeichneten zweiten Platz. Besonders freute er sich über die beiden Siege in den Team-Events mit Ramona Hofmeister. »Wenn man mit der Ramona fährt, hat man immer ein gutes Gefühl und die beiden Erfolge haben richtig Spaß gemacht.«

Tolle Erfolge des WSV Bischofswiesen

Doch auch andere Mädels vom WSV Bischofswiesen ließen in dieser Saison aufhorchen. Carolin Langenhorst kann auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken mit Platz acht in der Weltcupgesamtwertung (7. im PSL und 11. im PGS) und einigen Topplatzierungen. Die Dritte im Bunde des »WSV-Weltcupteams« ist Melanie Hochreiter, die sich in diesem Jahr konstant für das Finale qualifizieren konnte. Das bedeutete am Ende Rang 13 im Gesamtweltcup (13. im PGS und 24. im PSL).

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Äußerst zufrieden präsentierte sich die Snowboardmannschaft samt Trainer und Physio bei den Feierlichkeiten anlässlich der Ehrungen für die letzte Saison auf dem Münchner Olympiaturm. (Fotos: Helmuth Wegscheider)

Über diese Super-Ergebnisse war natürlich auch der Vorstand des WSV Bischofswiesen, Bernhard Heitauer, sehr stolz, der zu dieser Feier vom Verband mit eingeladen wurde. »Es hat mich sehr gefreut, dass ich dabei sein durfte bei der Kugelübergabe. Schließlich gibt es so was nicht alle Tage und man darf als Vorsitzender wirklich stolz darauf sein, solche Sportlerinnen im eigenen Verein zu haben. Das ist nun nach dem Weltmeistertitel im Riesenslalom durch Katy Hölzl 2009 der zweite überragende Erfolg in meiner Amtszeit. Es war schon ergreifend und einzigartig, als die Trophäen auf dem Olympiaturm überreicht wurden«, so Heitauer.

Doch auch Ramona Hofmeister war begeistert von der Veranstaltung, trotz des Ausfalls des Finales in Winterberg. »Es wäre schon schön gewesen, vor Heimpublikum die Auszeichnung zu erhalten, doch es ist nun mal anders gelaufen, wofür niemand etwas kann. Die Feier hier oben auf dem Olympiaturm hat schon auch ein besonders Flair. Das hat man sicher nicht alle Tage und ist der Lohn für die ganze Saison.« Die Landespolizistin präsentierte sich bereits in den ersten Rennen der Saison in einer Top-Verfassung und ließ dann auch bis zum Ende auch nichts mehr anbrennen.

Helmuth Wegscheider