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ESV Freilassing stellt die Weichen für die Zukunft

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Zur neuen Führung des ESV Freilassing gehören (von links): Teammanager Gottfried Glück, Trainer Branislav Aleksic, Trainer Albert Deiter, der aber erst nach der Saison 2019/20 zum ESV zurückkehren wird, der sportliche Leiter Helmut Fraisl und Abteilungsleiter Hans Gietl. (Foto: ESV Freilassing)

Nach der krisenbedingten Unterbrechung des Spiel- und Trainingsbetriebs hat der ESV Freilassing unter Einhaltung aller behördlichen Auflagen den Trainingsbetrieb für die Restsaison 2019/20 langsam wieder hochgefahren. Offiziell fällt der Startschuss für die Vorbereitung aber erst am 27. Juli, teilt der Verein mit.


Der ESV Freilassing hat in der Zwangspause grundlegende Personalentscheidungen getroffen: Der Bezirksligist entschied sich dazu, gleich mit seiner ohnehin geplanten Neuausrichtung zu starten. Das heißt, Franz Pritzl und Alfons Rehrl stehen nicht mehr auf der Kommandobrücke.

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Die neue sportliche Führung besteht ab jetzt aus zwei Personen, die beim ESV und in der Region nicht ganz unbekannt sind. Mit Gottfried Glück als Teammanager und Helmut Fraisl als sportlichen Leiter wurden zwei alte Weggefährten zurück an Bord geholt.

Fraisl betont: »Ich freue mich sehr darauf, zu meinem Herzensverein als sportlicher Leiter zurückzukommen. Nach einigen Gesprächen mit dem Hans (Abteilungsleiter Hans Gietl, Anm. d. Red.) war schnell klar, dass ich das machen werde. Mit dem jetzigen Trainerteam, mit Gotti Glück und den Burschen der Ersten und Zweiten Mannschaft bin ich zuversichtlich, dass wir die Zukunft in unsere geplante Richtung gestalten können.«

Wie es mit dem Amateurfußball in den nächsten Wochen weitergehen wird und wie die Personalplanung beim ESV Freilassing aussieht, dazu mochte sich Fraisl noch nicht konkret äußern. »Da bitte ich um Verständnis, dass wir derzeit noch nichts dazu sagen können«, betont er. »Mit den nach wie vor bestehenden Ungewissheiten und Einschränkungen in dieser derzeitigen Situation denke ich, ist es nicht nur für uns schwierig und es bringt auch die eine oder andere Herausforderung mit sich.«

Man müsse jetzt abwarten, wie sich das alles so weiterentwickele, ergänzt er. Vor allem komme es darauf an, »ab wann die bayerische Staatsregierung grünes Licht für den Spielbetrieb erteilt«. Fraisl betont auch: »Da schauen wir schon etwas neidisch über die Saalach. Ich denke, wir können hier mehr dazu in den nächsten ein bis zwei Wochen sagen.«

Der neue Teammanager Gottfried Glück, der ja bereits mit der U 19 des ESV Freilassing erfolgreich gewesen ist, sieht sich künftig als Bindeglied zwischen den Trainern und den Spielern der Herrenmannschaften. Zudem ist er zusammen mit Fraisl auch für die Transfers und die Kaderplanung für die Erste und Zweite Mannschaft zuständig.

Auf die Frage, warum er sich für den ESV entschieden hat, sagt Glück: »Vor allem die Zusammenstellung gefällt mir sehr gut und ich bin davon überzeugt, mit diesem Team, etwas Neues zu bewegen. Zudem kenne ich noch einige Spieler von früher, das wird sicherlich sehr viel Spaß machen.«

Die ersten Einheiten leitete Branislav Aleksic, einer der beiden neuen Trainer der Eisenbahner. Der erfahrene Coach hat ebenfalls bereits eine ESV-Vergangenheit. Als ehemaliger ESV-Jugendtrainer sowie als Trainer im Herrenbereich beim FC Hammerau und USK Anif 1 b konnte Aleksic schon reichlich Erfahrung sammeln. »Obwohl ich mir keine ernsthaften Gedanken mehr darüber gemacht habe, irgendwo zu trainieren, fiel die Entscheidung überraschend schnell. Die Besetzung mit Fraisl und Glück haben in mir sehr positive Erinnerungen geweckt«, betont er. Zudem sei sein Trainerkollege Deiter sehr motiviert. »Seine Vorfreude ist unglaublich und sie ist sofort auf mich übergesprungen.« Zudem sei er Freilassinger und der ESV ein Verein, der immer oben stehen wolle. »Kurzum es hat nichts dagegengesprochen«, ergänzt er. »Ich freue mich riesig und hoffe, dass die Krise bald vorbei ist und wir alle bald wieder normal weitermachen können.«

Deiter spielt Saison beim SVK noch zu Ende

Der langjährige Kapitän und Torjäger der Eisenbahner, Albert Deiter, ist derzeit ja noch beim SV Kirchanschöring aktiv. Dort wird er auch seine zweite Saison in der Bayernliga zu Ende spielen. Sprich: Deiter wird erst nach dem Ende der Runde 2019/20 als Trainer zum ESV kommen.

»Ich freue mich riesig auf diese Herausforderung. Mir war immer klar, dass ich mich irgendwann als Trainer probieren möchte. Dass es jetzt bei dieser Konstellation soweit ist, hätte ich mir nicht besser wünschen können. Ich muss mich jetzt allerdings noch gedulden, bis ich zur Mannschaft stoßen darf«, sagt der designierte Trainer Deiter. tde